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Altenburg Liefländer gegen Pick: In Meuselwitz kommt es zur Stichwahl
Region Altenburg Liefländer gegen Pick: In Meuselwitz kommt es zur Stichwahl
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11:49 11.01.2016
Im viertgrößten Wahllokal von Meuselwitz, in der Schnaudertalhalle, geben knapp 50 Prozent der Wähler ihre Stimme ab.  Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

 Der letzte Wähler im Wahlkreisbüro 4 in der Meuselwitzer Schnaudertalhalle schaute kurz nach 17.30 Uhr vorbei, um seine Stimme abzugeben. Danach herrschte in dem hergerichteten Foyer stilles Warten, ehe die Uhr endlich 18 Uhr schlug, um mit der Auszählung zu beginnen. „Genau drei Stimmen haben bei uns an einer Wahlbeteiligung von 50 Prozent gefehlt“, zog Wahlbüroleiter Erhard Dittberner ein erstes Fazit, ehe er kurz nach 18 Uhr die Versiegelung der Wahlrune öffnete und die insgesamt abgegebenen 352 weißen Wahlzettel zum Auszählen auskippte.

 Nur gut 20 Minuten später war der viertgrößte Wahlbezirk der Schnauderstadt für die Bürgermeisterwahl ausgezählt, stand das Ergebnis fest: CDU-Bewerber Fred Reichel hatte 68 Stimmen bekommen, Udo Pick (Bürger für Meuselwitz) 156 und Einzelbewerber Klaus-Peter Liefländer 127. Ein Stimmzettel war in der Schnaudertalhalle ungültig, weil er gleich zwei Kreuze trug.

Die gesamte Auszählung aller Stimmen ging in Meuselwitz in allen 17 Wahllokalen recht zügig voran. Schon um 18.45 Uhr konnte Gemeindewahlleiterin Christine Becker ein vorläufiges Ergebnis vermelden: „Alles in allem gab es 8940 Wahlberechtigte. 4705 oder 52,6 Prozent machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch“, teilte die Wahlleiterin sachlich mit. 53 Wahlzettel waren ungültig. Mit der Beteiligung kann sie ganz gut leben: „Es gab hier schon Urnengänge mit einer schlechteren Beteiligung, und die aktuelle Bürgermeisterwahl liegt nur wenig unter der Beteiligung zur letzten, als es 55 Prozent gab“, informierte sie.

Um dann mit den viel wichtigeren Zahlen eine faustdicke Überraschung zu verkünden: CDU-Bewerber Fred Reichel ist an der Schnauder glasklar durchgefallen. Nur 656 Stimmen und damit14,1 Prozent konnte er auf sich vereinen.

Deutlich besser schnitten zwar die beiden Mitbewerber ab, schafften aber beide nicht die absolute Mehrheit von über 50 Prozent, sodass es in zwei Wochen eine Stichwahl zwischen Udo Pick, der 1896 Stimmen und damit 40,8 Prozent der Stimmen bekam, sowie Klaus-Peter Liefländer geben wird, der sogar 2100 Stimmen und damit 45,1 Prozent holte.

Enttäuschung herrschte natürlich beim unterlegenen CDU-Kandidaten Fred Reichel: „Ich hätte mir schon ein besseres Wahlergebnis gewünscht. Aber wir haben hier wohl auch einen Bundestrend auszubaden gehabt. Am Montag werden wir das Ergebnis genau analysieren“, meinte er.

Udo Picks Gemütslage war hingegen bedeutend aufgehellter: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so viele Stimmen bekomme. Vor allem, weil ich nur sehr wenig Zeit für den Wahlkampf hatte. Jetzt werden wir aber mit Blick auf die Stichwahl noch mal alles geben.“

 

Von Jörg Wolf

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