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Altenburg Lieselotte Göders aus Ehrenhain unterstützt Vereine und Menschen in Not
Region Altenburg Lieselotte Göders aus Ehrenhain unterstützt Vereine und Menschen in Not
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19:41 21.12.2011
Ehrenhain

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Die rührige Rentnerin leitet die Frauensportgruppe im Ort, sammelt aktiv für die Elterninitiative krebskranker Kinder Jena, ist Mitglied im Heimatverein, geht regelmäßig in den Frauentreff und zur Häkelgruppe, unterstützt die Arbeit der Volkssolidarität sowie die Herausgeber des Geschichtsblattes Altenburger Zeitgeist oder versorgt Garten und Tiere, wenn die Nachbarn im Urlaub sind. Und damit ist klar: Sie hat den OVZ-Blumenstrauß verdient.

Für den Moment ist Lieselotte Göders sprachlos angesichts der Anerkennung. "Ich mache das ja nicht, weil ich auf Auszeichnungen warte", sagt die 77-Jährige. Aber natürlich freue sie sich über jedes Dankeschön. Dennoch, ihr Antrieb sei, Gutes tun zu wollen. "Meine Großeltern haben immer gesagt: Schau nicht über dich, sondern unter dich. Es gibt immer Menschen, denen es schlechter geht", erzählt die aktive Seniorin, die sich heute selbst über fünf Enkel und einen Urenkel freut. Dieses Motto habe sie ihr ganzes Leben begleitet. Bereits in ihrem Arbeitsleben hätten die Kollegen oft ihr "Helfersyndrom" festgestellt. Als medizinische Assistentin war sie 34 Jahre lang im Klinikum Stadtroda tätig.

In den Ruhestand trat sie 1994. Obgleich mit: Ruhe hat die lebenslustige Frau nicht viel am Hut. "Mein Engagement habe ich seitdem intensiviert", sagt sie. 2003 zog Lieselotte Göders von Jena zurück in ihr Elternhaus in Ehrenhain, um die Mutter zu pflegen. "Damals wollte ich mich im Ort einbringen, aktiv sein, deswegen habe ich die Frauensportgruppe gegründet."

Vor allem die medizinische Ausbildung und die Erfahrung in der Bewegungstherapie seien dabei von Vorteil. Die zehn Frauen zwischen 54 und 77 Jahren werden donnerstags von ihrer Übungsleiterin nicht nur zur Gymnastik ermuntert, sie bekommen auch erklärt, was dabei im Körper passiert. "Ich sage immer, es geht um die Wahrnehmung des eigenen Körpers", so die umtriebige Ruheständlerin. 30 Minuten trainieren die Damen, danach gibt es einen Tee, zu dem die Dorfneuigkeiten ausgetauscht werden.

Mindestens genauso leidenschaftlich ist die Mutter dreier Kinder für die Jenaer Elterninitiative unterwegs. Aber damit nicht genug. Für den Ehrenhainer Frauentreff organisiert sie Bastelnachmittage. Und weil sie nicht nur geschickt ist, sondern auch gern Witze reißt, hält sie seit 15 Jahren Vorträge in der Volkssolidarität. Nicht selten über Amüsantes, aber auch zu medizinischen Themen.

Gerade sitzt sie aber über Kochrezepten. Für die Jenaer Obdachlosenzeitung "Notausgang" stellt sie ein Ostermenü zusammen. Die Zuarbeiten für die Heimatvereine in Göpfersdorf und Altenburg seien kaum der Rede wert, stapelt Lieselotte Göders tief. In der Häkelgruppe ist sie nur einfaches Mitglied. "Weil ich die Gesellschaft so mag." Und Nachbarn helfen, wenn diese wegfahren, würden sowieso fast alle tun. Na gut, dass sie ihre Nachbarin immer zum Essen einlädt, wenn es Flecke gibt, weil die Nachbarin diese so gern isst, sei vielleicht etwas ungewöhnlicher.

Jörg Reuter

Heute vergeben wir wieder den OVZ-Blumenstrauß des Monats. Erhalten sollen ihn Menschen, die sonst nicht im Rampenlicht stehen und doch Großes ganz selbstverständlich leisten.

Wenn Sie jemanden kennen, der Ihrer Meinung nach einen solchen Strauß verdient hat, dann schreiben (04600 Altenburg, Kornmarkt 1) oder mailen (altenburg.redaktion@lvz.de) Sie uns bitte. Name, Kontaktmöglichkeit und eine kurze Begründung genügen.

Die OVZ-Dankeschön-Blumensträuße stellt freundlicherweise das Altenburger Blumenhaus Brehmer zur Verfügung.

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