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Lindenau-Museum Altenburg: Stadt und Kreis wollen Marstall als Depot nutzen

Hilfe aus dem Bundestag Lindenau-Museum Altenburg: Stadt und Kreis wollen Marstall als Depot nutzen

Mit einem gemeinsamen Konzept wollen die Stadt Altenburg und der Landkreis Altenburger Land das Lindenau-Museum weiterentwickeln. Demnach soll der Marstall im Park des Residenzschlosses zunächst als Kunst-Depot fit gemacht werden. Hilfe für das millionenschwere Projekt kommt auch aus dem Bundestag.

Der Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider (SPD) spricht bei seinem Besuch im Lindenau-Museum in Altenburg mit Interimschefin Sabine Hofmann. Er will helfen, Fördertöpfe für die ehrgeizigen Pläne zu öffnen.

Quelle: privat

Altenburg. Nachdem ein Anbau vom Tisch ist, gibt es eine neue Idee, wie sich das Platzproblem des Lindenau-Museums lösen ließe. Laut Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) wollen die Skatstadt und der Landkreis nun gemeinsam ein Konzept entwickeln, um das Marstall-Gebäude am Rande des Schlossparks künftig für das renommierte Haus im Herzen Altenburgs zu nutzen.

Dies war Anfang der Woche Thema eines Treffens im Lindenau-Museum. An diesem nahm neben Wolf auch Landrätin Michaele Sojka (Linke), der für Bildung und Infrastruktur zuständige Fachbereichsleiter Bernd Wenzlau und der Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider (SPD) teil. Letzteren konnte man „dafür gewinnen, dass er auf Bundesebene Türen öffnet“, so Wolf und Sojka ergänzte: „Er ist ein geschätzter und geachteter Finanzpolitiker. Wir lassen nichts unversucht, um an Bundes- und EU-Fördermittel zu kommen.“

Konkret geht es darum, wie der Marstall als Übergangslösung während der umfangreichen Bauarbeiten am Lindenau-Museum als Depot, aber auch darüber hinaus genutzt werden kann. „Wir wollen eine Strategie entwickeln, wie wir den Marstall für die Bauphase nutzen können, um einen vernünftigen Museumsbetrieb hinzubekommen und wie gleichzeitig wertvolle Werke geschützt werden können“, erklärte der Rathauschef. Das Konzept solle mit Blick auf Fördertöpfe für Denkmäler und Einrichtungen mit überregionaler Bedeutung aber auch Ideen enthalten, welche Aufgaben der Marstall nach der Sanierung für das Lindenau-Museum und für die Nutzung durch andere Museen, wie das Mauritianum, wahrnehmen kann. „Dafür muss der Marstall aber erst ein mal so aktiviert werden, dass er Kunst aufnehmen kann.“ Neben Depots könnten in dem Gebäude zudem Werkstätten und das Studio Bildende Kunst ihren Platz finden, wofür eigentlich der fast acht Millionen Euro teure Anbau geplant war.

„Das Konzept ist in den ersten Zügen“, kommentierte Landrätin Sojka den Stand des Projekts. „Wir sind uns einig über das Ziel, und die nächste Museumschefin soll mit dem Kulturdirektor der Stadt ein zielführendes und modernes Konzept dafür erarbeiten.“ Möglicherweise sei es dafür machbar, die derzeit ruhende Lindenau-Zachsche Stiftung wieder aufleben zu lassen. Diese und andere Dinge sollen bereits im Mai in den Kulturausschüssen der Stadt und des Kreises mit dem Thüringer Kulturminister besprochen werden.

Apropos Leitung des Lindenau-Museums: Laut Sojka liegt die Ausschreibung für die Nachfolge der jüngst nach Wien gewechselten Chefin Julia Nauhaus in den letzten Zügen. Veröffentlicht werden soll sie erstmals am 7. Mai im Amtsblatt, und dann auch in anderen Medien. Bis die Stelle neu besetzt ist, führt Sabine Hofmann die Geschäfte. Mit Sojka und Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) eröffnet sie am Sonntag eine Ausstellung zum Museumsgründer Berhard August von Lindenau (1779-1854).

Verschoben wurde hingegen die für Anfang Juni geplante Schau zum 90. Geburtstag des Künstlers Gerhard Altenbourg (1926-1989). Grund: die aktuellen Bauarbeiten und der damit einhergehende Platzmangel. Sie findet nun im Dezember statt.

Von Thomas Haegeler

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