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Lindenau-Museum: Dachsanierung verzögert sich

Lindenau-Museum: Dachsanierung verzögert sich

Die Dachsanierung am Lindenau-Museum startet später als ursprünglich geplant. Wie das Landratsamt auf OVZ-Anfrage bestätigt, kann erst im kommenden Jahr damit begonnen werden.

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Das Dach des Lindenau-Museums harrt seit Jahren einer Sanierung.

Quelle: Mario Jahn

Dem ersten Zeitplan zufolge sollte es bereits diesen Monat losgehen. "Wir hatten gehofft, dass der Fördermittelbescheid früher kommt", erklärt Baufachbereichsleiter Bernd Wenzlau die Verzögerung.

 

Da der Thüringer Haushalt erst im Juni beschlossen worden ist, habe sich auch die Zusage für die Fördermittel verzögert. Deshalb könnten erst jetzt die Leistungen ausgeschrieben werden, einige der Vergaben müssen zudem noch vom Kreistag beschlossen werden. "Somit wurde eine neue Terminkette abgestimmt und festgelegt", sagt Wenzlau.

 

Die Firmen sollen noch in diesem Jahr beauftragt werden, so dass die Arbeiten nächstes Jahr, sobald der Winter vorbei ist, beginnen - voraussichtlich im März. "Die Umsetzung der Dachsanierung erfolgt dann in zwei unmittelbar nacheinander zu realisierenden Bauabschnitten bis einschließlich November 2016", erklärt Wenzlau die Zeitschiene. Dadurch, dass erst eine und dann die andere Hälfte des Dachs saniert wird, könne auch der Museumsbetrieb weiterlaufen.

 

Dass Besucher weiterhin die Ausstellungen im Lindenau-Museum anschauen können, war ursprünglich auch der Grund dafür, dass die Sanierung auf zwei Jahre aufgesplittet werden sollte. "Aber dies in einem Jahr zu realisieren, ist auch in Ordnung. Das hat sicherlich auch Vorteile", sagt Museumsdirektorin Julia M. Nauhaus. Auf die Ausstellungen in diesem Jahr hat die Verzögerung dennoch Auswirkungen. Sie waren entsprechend der geringeren Platzkapazitäten konzipiert worden. "Aber jetzt kann ich die Räume natürlich nicht leer stehen lassen." Eine komplett neue Ausstellung konnte in der kurzen Zeit nicht realisiert werden. Aber dadurch, dass die Schau "Ägypten in Altenburg" gut besucht war, habe sich eine Verlängerung ohnehin angeboten, sagt Nauhaus. Die Schau ist nun bis 13. September zu sehen (die OVZ berichtete).

 

Bei der frühen italienischen Tafelmalerei müssen sich Gäste zudem darauf einstellen, in den nächsten Monaten deutlich weniger Werke vorzufinden. Eine Reihe von Bildern hat die Museumschefin angesichts der eigentlich bevorstehenden Sanierung für einen längeren Zeitraum verliehen. So werden mehr als 20 Tafeln in einer Sonderausstellung im Liechtensteinischen Landesmuseum in Vaduz zu sehen sein, drei weitere gehen in die Alte Pinakothek in München. "Das sind super Werbemöglichkeiten für uns", sagt Nauhaus. "Die Außenwirkung wiegt es auf, dass in der Zeit ein paar Bilder weniger hier zu sehen sind." Die Sammlung sei umfangreich genug, so dass sie weiterhin im eigenen Haus präsent ist. "Es hängt dann etwas luftiger." Für das kommende Jahr erwartet Nauhaus kaum Einschränkungen für die Besucher. "Es ist von Vorteil, dass wir ein zweigleisiges Ausstellungskonzept fahren."

 

Rund 720 000 Euro sind für die Sanierung des Museumsdachs veranschlagt. Der Großteil davon wird über Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" von der Stadt Altenburg zur Verfügung gestellt - nämlich 500 000 Euro, von denen 20 Prozent als Eigenanteil von Altenburg getragen werden. 220 000 Euro übernimmt der Landkreis. © Kommentar S. 13

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