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Altenburg Linke: Landkreis hält bei Löhnen und Kinderarmut Negativrekorde
Region Altenburg Linke: Landkreis hält bei Löhnen und Kinderarmut Negativrekorde
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20:06 01.05.2013
Plakate und DGB-Stände zur Mai-Kundgebung auf dem Altenburger Markt. Quelle: Mario Jahn

Redner des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Linken und der SPD warnten vor den Folgen von Fehlentwicklungen am Arbeitsmarkt.

Das Altenburger Land halte nach wie vor traurige Negativrekorde in der ganzen Bundesrepublik, erklärte Frank Tempel (44), Kreischef der Linken. Der Bundestagsabgeordnete nannte hierbei konkret das Lohnniveau und die hohe Kinderarmut. Ebenso sei der Anteil der Leiharbeit in der Region viel zu hoch. Dieses Instrument sei geschaffen worden, um Arbeitnehmern in bestimmten Situationen, wie bei sehr großen Aufträgen, zu helfen. Mittlerweile sei Leiharbeit jedoch in vielen Betrieben zum Regelfall geworden, sagte Tempel. Gemeinsam mit Niedriglöhnen führe dies dazu, dass immer mehr Menschen im Landkreis immer weniger zum Leben hätten. Diese sinkende Kaufkraft habe schließlich auch negative Auswirkungen auf örtliche Einzelhändler und Handwerksbetriebe.

Niedrige Löhne jetzt führen zu Altersarmut, warnte Tempel. Schuld an dieser Entwicklung tragen jedoch nicht allein die Unternehmer. Die Grundlagen dafür seien durch die Politik gelegt worden.

Vor einer Zunahme der Altersarmut infolge niedriger Löhne warnte auch der Chef der SPD-Fraktion im Altenburger Stadtrat, Nicolaus Dorsch (54). Die Folgen hätten dann auch die Kommunen zu tragen. Dorsch sprach sich für einen Mindestlohn von 8,50 Euro, für die Eindämmung von Leiharbeit und befristeten Arbeitsverhältnissen aus. Die Liberalisierung des Arbeitsmarktes durch seine Partei sei richtig gewesen, sagte der Bundestagskandidat. Jetzt sei es jedoch an der Zeit, "bestimmte Stellschrauben neu zu justieren". Es könne beispielsweise nicht sein, dass sich junge Leute von einer befristeten Arbeitsstelle zur nächsten hangeln. Auch Werkverträge, die noch schlimmer als Befristungen seien, müssten abgeschafft werden, forderte Dorsch.

Jens Rosenkranz

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