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Altenburg Linke blicken im Altenburger Land optimistisch in die Zukunft
Region Altenburg Linke blicken im Altenburger Land optimistisch in die Zukunft
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14:11 05.05.2018
Blickt trotz Verlust des Landratsamts optimistisch in die Zukunft: der Kreischef der Linken im Altenburger Land, Ralf Plötner. Quelle: Die Linke
Altenburg

Trotz des Verlusts des Landratsamts blicken die Linken im Altenburger Land optimistisch in die Zukunft. „Es war keine Trauerveranstaltung“, sagte Kreischef Ralf Plötner zur Vorstandssitzung am Mittwochabend, die man zur Analyse der Wahlniederlage Michaele Sojkas nutzte. „Wir haben einen offenen und fairen Wahlkampf geführt, sind mit den Sachthemen, die Michaele Sojka in den vergangenen sechs Jahren bewegt hat, aber leider nicht zum Wähler durchgedrungen.“

Keinen Widerspruch zu dieser Aussage sieht der 34-Jährige darin, dass er den neuen Landrat Uwe Melzer (CDU) in einer Pressemitteilung als einen Mann bezeichnete, dessen „Leistung im Kreistag nur aus Nörgelei besteht und der nie eigene Ideen hervorgebracht hat“. Diesen Angriff wollte er jedoch nur als „Startschuss für den Stichwahlkampf“ verstanden wissen. „Ich wollte ein Signal setzen, dass wir für das Landratsamt kämpfen werden.“ Danach sei es sachlich weitergegangen.

Ursache für Wahlniederlage: fehlender Schulterschluss

Als Ursache für die mit 31,2 Prozent deutliche Niederlage Sojkas gegen Melzer (68,8 Prozent) in der Stichwahl sehen die Linken – neben der fehlenden Zugkraft von Sachthemen wie Sozialarbeit, Fördermittel und Sanierung von Kultureinrichtungen und Verankerung des Kreises in der Metropolregion Mitteldeutschland – vor allem im fehlenden Schulterschluss mit der SPD und den Grünen. „Das hat uns Stimmen gekostet“, erklärte Plötner. Daher sieht er an dieser Stelle auch Bedarf für „eine engere Abstimmung mit den beiden Parteien“ in Richtung Kommunalwahlen 2019.

„Wir wollen auch danach linke Politik sichtbar machen und eine starke Fraktion stellen, um den CDU-Landrat zu kontrollieren“, gibt der Kreischef die Linie vor. Schließlich werde man Vorhaben, die Sojka angeschoben habe, verteidigen und wolle die Ernte für von ihr gesäte Dinge einfahren. Dazu zählen linke Kernthemen im sozialen Bereich und Fördermittel. So versprach Plötner, am kostenlosen Schülerregionalticket dranzubleiben. „So nützt das schönste Theater nichts, wenn die Jugendlichen da nicht hinkommen.“

Linke wollen lauter werden

Dass die Linke nach dem Bundestagsabgeordneten Frank Tempel nun auch die Landrätin Sojka verliert, trifft die Partei zwar hart, erschüttert sie aber nicht im Mark. „Strukturell ist das ein Nachteil, weil ein Bundestagsabgeordneter und eine Landrätin natürlich eher gehört werden“, konstatierte Plötner, der die Verluste durch ehrenamtliche Arbeit und eine andere Taktik ausgleichen will. „Dann müssen wir bei manchen Dingen eben lauter werden.“

Optimistisch stimmen Plötner dafür erste „vorsichtige Gespräche zu Personaltableau und Inhalten“ und die Zusage Sojkas, sich viel mehr ehrenamtlich zu engagieren, was sie als Landrätin bisher nicht konnte. So gilt als wahrscheinlich, dass die 55-Jährige nicht für den Kreistag, sondern für den Stadtrat kandidieren wird, um aktuellen Kontrahenten aus dem Weg zu gehen und die Altenburger Fraktion zu stärken. Sie selbst hatte das am Wahlabend auf Nachfrage nicht ausgeschlossen und auf die Entscheidung des Kreisverbandes über die Listen im Herbst verwiesen.

Von Thomas Haegeler

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