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Altenburg Linken-Kreisverband Altenburger Land wählt komplett neuen Vorstand
Region Altenburg Linken-Kreisverband Altenburger Land wählt komplett neuen Vorstand
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15:17 04.02.2018
Der neue Kreisvorstand der Linken im Altenburger Land. Ihm gehören Ralf Plötner, Mandy Eißing (stellvertretende Vorsitzende), Frank Tempel (stellvertretender Vorsitzender), Falko Neubert (Geschäftsführer), Brigitte Dütsch (Schatzmeisterin) sowie Madeleine Beyer, Sandra Rose, Angela Wiegandt, Karin Sehm, David Müller und Frank Ettrichrätz an. Quelle: Linke Altenburger Land
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Serbitz

Mit einem komplett neuen geschäftsführenden Kreisvorstand geht die Linke ins Wahljahr 2018. In einem vierstündigen Wahlmarathon kürten am Sonnabend in Serbitz 40 anwesende Parteimitglieder den 34-jährigen Ralf Plötner einstimmig zum neuen Kreischef. Stellvertreter wurden Mandy Eißing sowie Frank Tempel, die jeweils 35 Ja-Stimmen erhielten. Brigitte Dütsch als Schatzmeisterin, Falko Neubert als Geschäftsführer sowie Madeleine Beyer, Sandra Rose, Angela Wiegandt, Karin Sehm, David Müller und Frank Ettrichrätz komplettieren die Führungsriege.

Plötner löst die Schmöllner Landtagsabgeordnete Ute Lukasch ab, die bereits zu Beginn ihrer zweijährigen Amtszeit 2016 erklärt hatte, dieses Amt nur bis 2018 bekleiden zu wollen. Eigentlich hätten diese Neuwahlen aber erst im Sommer angestanden. Der Urnengang wurde vorgezogen, um Landrätin Michaele Sojka bei der anstehenden Neuwahl zumindest im eigenen Laden einen freien Rücken abzusichern.

Aber beileibe nicht nur das aufwendige Wahlprozedere trieb die Genossen an diesem Samstag um. Es galt auch, innerparteiliche Querelen zu besprechen, die die Partei in der jüngeren Vergangenheit immer wieder in die Schlagzeilen gebracht hatten. Wenngleich so mancher sichtlich bemüht war, die Konflikte als Banalitäten abzutun, etwa die Differenzen zwischen Kreischefin Lukasch und der Altenburger Fraktionschefin im Stadtrat, Kati Klaubert. „Wir sind doch nicht aufeinander losgegangen. Wir arbeiten gut zusammen“, versicherte Lukasch. Und wo es Differenzen gebe, müsse man künftig lieber intern reden.

Auch andere Parteimitglieder sprachen sich dafür aus. Sandro Witt, der Landeschef des DGB, riet zum „solidarischen Klappe halten“, um strittige Fragen lieber hinter verschlossenen Türen zu klären, „weil die Öffentlichkeit wie die Medien nur auf solche Geschichten warten“. Auch Neu-Vize Frank Tempel schlug in diese Kerbe: „Jene Zerstrittenheit, die in einzelnen Punkten bei uns zu Tage trat, gehört sicher dazu. Aber bitte intern.“ Augenscheinlich klemmte es in der Vergangenheit auch in Sachen Kommunikation zwischen dem Parteivorstand sowie den Ortsverbänden.

Was die Genossen aber wohl am meisten wurmt, ist der fehlende eigene Bewerber für den anstehenden Oberbürgermeister-Wahlkampf in Altenburg. „Das tut mir einfach weh“, sagte die Meuselwitzerin Angela Pechmann. Und die als Gast anwesende Linken-Landeschefin und Fraktionsvorsitzende im Landtag, Susanne Hennig-Wellsow, wurde noch deutlicher: „Es gehört sich einfach, dass wir als Linke in Altenburg einen eigenen Kandidaten aufstellen.“

„Noch ist dafür ja Zeit“, meinte Kreischef Ralf Plötner. Vordringlichste Aufgabe sei jetzt aber die Unterstützung von Michaele Sojka im Landratswahlkampf sowie eine spürbare Verbesserung der Kommunikation zwischen Vorstand und Basis. „Wir müssen arbeiten und in die Puschen kommen“, forderte er.

Landrätin Sojka meldete sich schließlich auch noch zu Wort: „Wenn wir die Landratswahl gewinnen wollen, dann brauchen wir mehr als 50 Prozent. Das ist aber beileibe keine Partei-, sondern eine Personenwahl. Und das wird ein richtig heftiger, böser und schmutziger Wahlkampf“, ahnte sie. Und meinte damit sicher nicht ihren SPD-Kontrahenten Frank Rosenfeld, der die Versammlung als Gast verfolgte.

Von Jörg Wolf

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