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Linken-Landratskandidatin Michaele Sojka startet Wahlkampf

Linken-Landratskandidatin Michaele Sojka startet Wahlkampf

Unter dem Motto "Gemeinsam. Mehr Erreichen" hat Landratskandidatin Michaele Sojka (Linke) gestern ihren Wahlkampf offiziell eröffnet. Wichtigste Themen sind ein kinder- und familienfreundlicher Kreis, eine gesicherte ärztliche Versorgung sowie bessere Löhne vor allem in kommunalen Unternehmen, um die Abwanderung junger Leute zu bremsen.

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Michaele Sojka bei der gestrigen Pressekonferenz zusammen mit Linken-Kreischef Frank Tempel.

Altenburg. Von Jens Rosenkranz

"Viele Menschen sehen ihre Zukunft nicht mehr im Altenburger Land", sagte die Kandidatin gestern auf einer Pressekonferenz. Diese bedenkliche Entwicklung könne man jedoch mit guten Jobs und guten Löhnen bremsen. Dafür werde sie bei Unternehmern werben, um die sie sich auch mehr als bislang kümmern werde. Vorbildfunktion bei den Löhnen käme vor allem den kommunalen Unternehmen zu, allen voran dem Klinikum Altenburger Land sowie den Alters- und Pflegeeinrichtungen. Dort müssten tarifliche Löhne nicht nur in bestimmten, sondern in allen Bereichen gezahlt werden, wofür sie nach einem Wahlsieg sorgen werde. Ebenso kündigte die Landtagsabgeordnete an, das zunehmende Gegeneinander von niedergelassenen Ärzten und den Medizinern im Krankenhaus zu beenden und durch ein Miteinander zu ersetzen. Nur dadurch sei eine weitere Schwächung des Klinik-Standortes zu verhindern.

Harte Kritik übte Sojka an Amtsinhaber Sieghardt Rydzewski (parteilos). Im Falle seines Wahlsieges sei zu befürchten, dass er den Kreis nur noch verwalte und ihn anstelle eines Großkreises bald aufgegeben werde. Macht und Herrschaftswissen von Rydzewski werde sie aufbrechen, mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung herstellen und auch dem Kreistag wieder mehr Mitspracherecht einräumen. Sie werde dafür sorgen, dass über einen bestimmten Teil des jährlichen Etats die gewählten Volksvertreter frei entscheiden können. Mit ihr werde die Unsitte aufhören, dass die Vorgaben der Verwaltung nahezu nur noch abgenickt werden können und Kürzungsvorschläge auf die ehrenamtlich tätigen Kreisräte abgewälzt werden.

Die Kandidatin räumte ein, dass bei den Kreisstraßen ein Investitionsstau bestehe, es dafür aber zu wenig Geld gebe. Ihre Lösung sei die Konzentration auf bestimmte, unverzichtbare Abschnitte. Dafür müsse man sich von dem Anspruch verabschieden, jede Straße zu sanieren und jeden kleinen Ort zwei- oder dreimal anzubinden.

Sojka bezeichnete eine geringe Kreisumlage als gut, sie sei aber nicht alles. Für kinder- und familienfreundliche Leistungen, für Zuschüsse zur Schulspeisung oder kostenlose Museumsbesuche dürfe auch eine Mehrbelastung der Gemeinden kein Tabu sein.

Den Schlüssel für einen Wahlerfolg sieht die Kandidatin in einer höheren Wahlbeteiligung, vor allem bei den jungen Leuten. Diese Zielgruppe will sie verstärkt über das Internet ansprechen. Ebenso wolle sie bevorstehende öffentliche Veranstaltungen oder Foren nutzen, um die Menschen zu erreichen. Sojka äußerte vollstes Verständnis für den Rückzug von Dirk Schwerd (SPD) von seiner Landratskandidatur aus privaten Gründen. Um jedoch zu verhindern, dass die SPD-Wähler zu Hause bleiben, werde sie diese verstärkt ansprechen. Sie hoffe auch auf Unterstützung der Piraten. Ihr Ziel sei zunächst die Stichwahl.

Die Pressekonferenz nutzte die Linkspartei ebenso, um einen einheitlichen und geschlossenen Wahlkampf anzukündigen, wofür im Slogan das Wort "Gemeinsam" stehe. Dazu würde auch die Unterstützung Sojkas von Bürgermeistern der Linken aus benachbarten Kreisen gehören. Kreisvorsitzender Frank Tempel hob im Wahlkampf ebenso das Alleinstellungsmerkmal seiner Partei hervor, die mit Politikern aus dem Altenburger Land sowohl im Bundes- als auch im Landtag vertreten sei und für ein einheitliches Konzept einer besseren finanziellen Ausstattung der Gemeinden und Landkreises eintrete.

www.michaele-sojka.de-Kommentar

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