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Altenburg Lödla, Starkenberg und Langenleuba-Niederhain hoffen auf Fördergeld für Bürgerbus & Co.
Region Altenburg Lödla, Starkenberg und Langenleuba-Niederhain hoffen auf Fördergeld für Bürgerbus & Co.
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00:21 21.09.2017
Die Feuerwehr in Starkenberg benötigt ein neues Gerätehaus, weil das alte aus dem vorletzten Jahrhundert den heutigen Ansprüchen nicht mehr genügt, wie Ortsbrandmeister Steffen Kühn schon beim Toröffnen beweist. Quelle: Mario Jahn
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Lödla/Starkenberg/Langenleuba-Niederhain

Er steht unscheinbar im Kalender, doch für zahlreiche Kommunen in Thüringen ist der 26. Oktober ein wichtiges Datum. An diesem Tag will das Thüringer Ministerium für Infrastruktur bekannt geben, wer in den nächsten Jahren als Förderschwerpunkt ins Programm Dorferneuerung aufgenommen wird. Zu verteilen sind insgesamt rund 75 Millionen Euro Zuschuss, für Investitionen im Gesamtwert von rund 115 Millionen Euro. Wie die Landesbehörde informiert, wurden in den vergangenen Wochen von den Kommunen 31 Anträge gestellt.

Auch im Altenburger Land warten drei Projekte auf den erhofften Geldsegen. Lödlas Bürgermeister Torsten Weiß (CDU) war extra nach Erfurt gefahren, um das Konzept „Dorfentwicklung am Gerstenbach“ vorzustellen. Wie berichtet, sind dort sechs Gemeinden mit über 20 Ortsteilen eingebunden. „Inwieweit wir berücksichtigt werden, weiß ich nicht. Aber ich bin guter Dinge, denn unser Projekt umfasst das größte Territorium, und ich glaube, dass es zur neuen Zielrichtung des Dorferneuerungsprogramms passt“, schätzt Weiß ein.

War das Programm in der Vergangenheit von städtebaulichen Aspekten geprägt, sollen nun gemeindliche Entwicklungskonzepte gefördert werden. Für eine erfolgreiche Dorfentwicklung bedürfe es zudem einer überörtlichen Zusammenarbeit, denn nur so könnten bestimmte Leistungen in den ländlichen Räumen aufrechterhalten werden, informiert das Infrastrukturministerium. Deshalb sei bei der „Dorfentwicklung am Gerstenbach“ der Fokus auf die Zukunft der Weiler gelegt worden, erklärt Planerin Sylvia Böhme. „Darunter verstehen wir kleine Siedlungen aus zwei bis fünf Vierseithöfen ohne Ortszentrum.“ Geplant ist etwa eine Arbeitsgruppe, die sich mit der Vermarktung der Weiler befasst. Außerdem stehen Straßen- und Wegebauvorhaben sowie Sanierungsmaßnahmen im Konzept, das rund drei Millionen Euro schwer ist und bis 2022 laufen soll.

Von diesem Vorhaben mit abgedeckt sind auch 4 der 17 Starkenberger Ortsteile. „Darüber hinaus haben wir aber auch eine Konzeption für die Gemeinde Starkenberg entwickelt“, berichtet Bürgermeister Wolfram Schlegel (Die Regionalen). Damit gebe es in seiner Kommune keine „weiße Flecken“. Wichtig für die Einwohner, denn auch private Bauvorhaben können unter bestimmten Voraussetzungen – etwa wenn es um die Sanierung eins Gehöftes geht – in den Genuss von staatlichen Fördermitteln kommen.

Größtes Vorhaben in Starkenberg ist der 1,4-Millionen-Euro-Neubau des Feuerwehrgerätehauses, für dessen Finanzierung es Grundvoraussetzung ist, dass die Gemeinde als Förderschwerpunkt anerkannt wird (die OVZ berichtete).

Ebenfalls auf Aufnahme ins Landesförderprogramm hofft der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Wieratal, Klaus Börngen (Heimatverein). „Alle fünf Mitgliedsgemeinden sowie deren Ortsteile haben wir dabei im Blick“, so Börngen. Das Konzept fuße auf der Bewerbung für die Internationale Bauausstellung. „Da wurden wir ja leider nicht berücksichtigt, jedoch konnte aus den damaligen Planungen mit geringem Aufwand ein Dorfentwicklungskonzept erarbeitet werden“, erklärt Börngen.

Darin enthalten sind zum Beispiel Ideen, wie der Öffentliche Personennahverkehr im Wieratal geregelt werden könnte, etwa mit einem Bürgerbus. Auch die Anbindung des Viaduktradweges und die weitere Sanierung des Quellenhofs stehen auf der insgesamt 30 Einzelmaßnahmen umfassenden Konzeptliste. Einen Kostenrahmen gebe es aber noch nicht. Börngen: „Das ist bei uns noch völlig offen.“

Von Jörg Reuter

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