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Altenburg Löschprofis lernen die Altenburger S-Bahn kennen
Region Altenburg Löschprofis lernen die Altenburger S-Bahn kennen
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00:30 14.10.2015
Feuerwehrleute, in deren Einsatzbereich die S-Bahnstrecke Leipzig-Zwickau liegt, nehmen im Bahnhof Altenburg eine Ausbildung. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

"Keines von beidem, aber eine Ausbildung der Kameraden, damit in einem tatsächlichen Ernstfall schnell Hilfe kommen kann", erklärte der Trebener Ortsbrandmeister Volker Riedel die Situation. Der 43-Jährige hatte diese besondere Ausbildungseinheit nicht nur für seine Trebener Feuerwehrkollegen gemeinsam mit Mitarbeitern der Deutschen Bahn organisiert. "Teilnehmer waren Angehörige aller Wehren der Verwaltungsgemeinschaft Pleißenaue sowie Altenburg, durch deren Ausrückebereich die wichtige Bahnlinie Leipzig-Altenburg führt und für die sie im Notfall zuständig wären", erklärte Riedel.

Alles in allem 46 Feuerwehrleute der Freiwilligen Wehren Treben, Gerstenberg, Haselbach, Windischleuba, Lehma, Fockendorf und Altenburg sowie die Altenburger Berufswehr waren bei dieser zweistündigen Lektion mit von der Partie. "Sie erfuhren von den Mitarbeitern der Bahn, wie sie bei Bedarf einen schnellen Zugang zu den modernen S-Bahn-Zügen, die seit knapp zwei Jahren auf dieser Strecke auf den Linien S5 und S5x unterwegs sind, bekommen. Dazu zählte auch das konkrete Wissen, wie so ein Zug aufgebaut ist, wo die Schnellentriegelungen der Türen sind und welche Teile Strom führen und deshalb gemieden werden müssen, um sich nicht selber in Gefahr zu bringen", so der Ortsbrandmeister, der seit 1997 der Feuerwehr angehört.

Doch nicht nur um die modernen, bei der Firma Bombardier gefertigten Züge ging es, sondern auch um das allgemeine Verhalten bei Zwischenfällen im Bahnverkehr, bei denen die Feuerwehr benötigt wird. "Das haben zwar alle Kameraden, die in so einem Abschnitt tätig werden könnten, von Haus aus drauf. Aber der Sonnabend hat wieder gezeigt, dass man dieses Wissen vor allem bei den Führungskräften immer wieder auffrischen sollte", sagte Riedel. Und so standen auf dem Stundenplan auch Komplexe wie die notwendigen Schritte, ehe der Verkehr auf der Schiene in einem Ernstfall tatsächlich ruht und wer eine Oberleitung für die elektrisch betriebenen Züge erden und damit stromlos schalten darf.

All dies war kein unrealistisches Szenario: Zwar kommen Zwischenfälle oder gar Unfälle entlang und auf der Bahnstrecke selten vor. Aber sie passieren, wie auch Riedel weiß. "Ich denke da nur an mindestens einen Unfall zwischen einem Zug und einem Auto an einem Bahnübergang, mehrere Bahndammbrände, aber leider auch Suizide."

Jörg wolf

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