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Altenburg Lucka bringt Haushalt und Großprojekte für 2019 auf den Weg
Region Altenburg Lucka bringt Haushalt und Großprojekte für 2019 auf den Weg
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17:10 04.12.2018
Unter anderem die Prößdorfer Hauptstraße soll ab 2019 ausgebaut werden. Quelle: Mario Jahn
Lucka

Baumaßnahmen, Anschaffungen, Grundstückserschließungen: Die Stadt Lucka hat sich für das kommende Jahr einiges vorgenommen. Seit Montagabend ist die Grundlage für die Vorhaben geschaffen. Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung brachte der Stadtrat den Haushaltsplan für 2019 auf den Weg.

Zwei Großprojekte sollen starten

Für das kommende Jahr kann die Kommune auf einen Gesamthaushalt von rund 4,6 Millionen Euro, davon 3,8 Millionen im Verwaltungs- und 816 668 Euro im Vermögenshaushalt, zurückgreifen. Ein ordentliches Polster, dass ab Januar so manche Investition ermöglichen soll – darunter gleich zwei Großprojekte.

So will die Verwaltung 2019 den nunmehr dritten Bauabschnitt für das Brandschutzkonzept und die Sanierung der Kita „Kleeblatt“ umsetzen. 250 000 Euro sind dafür in den kommenden zwölf Monaten veranschlagt, 100 000 Euro schießt das Land aus Fördermitteln zu, weitere 44 000 Euro Kommunalinvestitionsförderung fließen obendrauf. Insgesamt werden bis 2020 rund 550 000 Euro fällig.

Zweites Großbauprojekt ist der grundhafte Ausbau der Prößdorfer Hauptstraße. Für die gemeinsam mit dem Zweckverband Wasserver- und Abwasserentsorgung Altenburger Land (ZAL) durchgeführte Maßnahme sind insgesamt 200 000 Euro für den ersten Bauabschnitt veranschlagt. Eine entsprechende Förderung, so die Verwaltung, ist beim Straßenbauamt Ostthüringen beantragt.

Neue Funktechnik, neuer Spielplatz, neue Haltestellen

Auch für die Feuerwehr stellt die Stadt Geld bereit. So soll für insgesamt 19 000 Euro (Förderung: 10 000 Euro) digitale Funktechnik angeschafft werden. Weitere 50 000 Euro Fördermittel sollen für die Ersatzbeschaffung eines Einsatzleitwagens fließen, insgesamt schlägt das Vorhaben mit 110 000 Euro zu Buche.

Abseits solcher Großinvestitionen fließt Geld für zahlreiche kleinere Projekte. So will die Stadt in der Neustadt einen neuen Spielplatz einrichten. Kostenpunkt: 15 000 Euro, davon 9000 Euro Förderung. Daneben sollen zwei Bushaltestellen in Prößdorf – 17 000 Euro gesamt, 13 000 Euro Förderung – errichtet werden, auch einen neuen Freisitz mit Überdachung des Feuerwehrvereins Prößdorf an der Seerose will man mit 10 000 Euro bezuschussen.

Zwist über Entnahme aus Rücklage

Um die Vorhaben zu stemmen, so Bürgermeisterin Kathrin Backmann-Eichhorn (parteilos), müssten voraussichtlich 266 411 Euro aus der allgemeinen Rücklage entnommen werden. Mit dann noch 188 677 Euro liege diese indes nach wie vor über dem gesetzlich geforderten Mindestbetrag von 75 819 Euro.

Ein Schritt, der erneut den Unmut von Stadtrat Eckard Kretzschmar (SPD/LWV/Linke) erregte. Er mahnte, die Rücklage nicht zu sehr zu belasten, sah sonst mittelfristig die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt in Gefahr. Ein Argument, dass die Bürgermeisterin zu entkräften suchte. Die per Entnahme finanzierten Investitionen seien nötig, Fördergelder abrufbar gewesen. Zudem werde man nach aktueller Planung 2020 keine weiteren Mittel entnehmen – und 2021 sogar knapp 150 000 Euro zuführen, kündigte Backmann-Eichhorn an.

Von Bastian Fischer

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