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Altenburg Luckaer Familie steht stressiger Heiligabend bevor
Region Altenburg Luckaer Familie steht stressiger Heiligabend bevor
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00:27 26.12.2015
Maya, Salome und Avedis (v.l.) musizieren unter der Weihnachtsbaum mit ihrer Mama Yonne Lägel. Quelle: Mario Jahn
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Lucka

Musik unter dem Tannenbaum, das gehört Heiligabend bei Familie Lägel in Lucka dazu wie die Bescherung. Alle vier Kinder spielen ein Blasinstrument, selbst die fünfjährige Maya entlockt ihrer kleinen Flöte schon ordentliche Töne. Mutti Yvonne wird ihre Sprösslinge dabei am Klavier begleiten – wenn sie dafür die Hände frei hat. Und das könnte schwierig werden. „Wir feiern diesmal nämlich mit der ganzen Familie. Oma, Opa, Tante und Onkel, alle verbringen Heiligabend bei uns“, freut sich die 36-Jährige, die ein Familienmensch durch und durch ist, schon seit Tagen auf das heutige Weihnachtsfest.

Doch bevor es im Hause Lägel, welches erst in diesem Jahr von Lägels gekauft wurde, so richtig besinnlich und weihnachtlich wird, ist ein Teil der Familie am Nachmittag ins Krippenspiel in der Kirche und beim Bläserkonzert des Jugendblasorchesters Lucka vor der Schule eingebunden.

Um das Krippenspiel, gestaltet von Kindern, kümmert sich Yvonne Lägel gemeinsam mit einigen Muttis bereits seit drei Jahren. Bei allen kommt das Stück gut an. In diesem Jahr sind es immer mehr geworden, die mitmachen wollten. Am Ende waren es 35 Mädchen und Jungen, die regelmäßig zu den Proben kamen. „Damit jeder etwas sagen kann, musste ich den Text verlängern“, erzählt die Mutter von vier Kindern, die als Krankenschwester in drei Schichten im Altenburger Krankenhaus arbeitet.

Wenn das Krippenspiel am 24. Dezember um 14 Uhr in der Luckaer Kirche aufgeführt wird, hält sie nicht nur alle Fänden in der Hand, sondern spielt auch noch Akkordeon. Ihr 14-jähriger Sohn Joel ist mit seiner Tuba ebenfalls dabei. Auf diese Instrument spielt er seit der dritten Klasse.

Nach dem Krippenspiel heißt es, schnell nach Hauses zu eilen. Dort geht’s mit Weihnachtstrubel weiter, denn dann gibt es ein gemeinsames Kaffeetrinken unterm Weihnachtsbaum in großer Familie. Für Besinnlichkeit und Ruhe bleibt dabei allerdings wenig Zeit, denn Joel, der zehnjährige Avedis und die siebenjährige Salome machen sich mit Tuba, Posaue und Flügelhorn schon bald auf den Weg zum traditionellen Weihnachtskonzert des Jugendblasorchesters Lucka an der Schule. „Darauf freuen sich schon alle. Wir begleiten unsere Kinder natürlich zu dem Konzert und lauschen den weihnachtlichen Klängen“, erzählt die einfühlsame Frau, die sehr dankbar dafür ist, dass es in Lucka dieses Orchester gibt.

Hier hätten die Kinder gute Lehrer und Dirigenten, die ihnen nicht nur die Grundlagen des Musizierens beibringen, sondern auch die Freude am gemeinsamen Musizieren. Salome sei erst drei Monate im Orchester, doch sie könne schon gut auf ihrem Flügelhorn spielen. „Avedis hat anfangs Flöte gespielt, wusste allerdings schon immer, dass die Posaune sein Instrument ist. Und das beherrscht er bereits richtig gut“, meint sie. Anfangs seien seine Arme noch zu kurz und die Kraft in den Schultern nicht stark genug gewesen, um die Posaune zu spielen. „Das Instrument hat er von seinem Onkel geschenkt bekommen, der auch schon im Blasorchester musiziert hat. Bei uns liegt die Musik halt in der Familie. Nur mein Mann schlägt aus der Reihe. Er ist Bauingenieur und eher handwerklich begabt. Er kümmert sich aber um alle unsere Instrumente“, erzählt Yvonne Lägel, die weiß, wie wichtig es ist, dass die Kinder so oft wie möglich üben.

„Da muss man als Eltern immer dranbleiben. Ideal wäre es natürlich, wenn jeden Tag wenigstens eine Viertelstunde geprobt wird. Aber gerade vor Weihnachten bleibt wenig Zeit dafür. Doch es macht meinen Kindern Spaß, gemeinsam zu üben. Da spüre ich richtig, dass sie die Zeit mit mir genießen“, meint die Mama.

Dass Salome, Avedis und Joel die Weihnachtslieder fleißig geübt haben, können sie am Donnerstag beim Konzert an der Schule zeigen. Danach geht es dann endlich in die weihnachtlich geschmückt eigene Stube, wo alle zur Ruhe kommen und die Besinnlichkeit Einzug hält. Ob die Kinder vor oder nach dem Abendessen beschert werden, wird je nach Situation entschieden. Und was der Weihnachtsmann dem Kleeblatt an Gaben bringt, bleibt bis zur Bescherung dessen Geheimnis. „Neben den individuellen Geschenken für jedes Kind, bekommen alle noch ein gemeinsames Geschenk“, verrät die Yvonne Lägel schon mal.

Nach dem Stress in der Vorweihnachtszeit und auch tagsüber freut sie sich darauf, am Abend bei Feuerzangenbowle mit allen gemeinsam Weihnachtslieder zu singen und mit ihren vier Kinder unter dem Tannenbaum Hausmusik zu machen. Denn erst dann ist wirklich Weihnachten für sie, ihren Mann Emanuel und die ganze Familie.

Von Marlies Neumann

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