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Luckaer Vermieter baut 27 Wohnungen für betreutes Wohnen um

Heiß begehrte Quartiere Luckaer Vermieter baut 27 Wohnungen für betreutes Wohnen um

Rund 1,5 Millionen Euro hat die Leuna-Wohnungsgesellschaft (Leuwo) in den Umbau von 27 Quartieren zu betreutem Wohnen investiert. Alle Wohnungen sind bereits vergeben und der Bedarf noch nicht gedeckt. Deshalb wird ein weiteres Wohnhaus mit neun Wohnungen 2017 umgebaut.

Im Alter betreut werden und doch in der eigenen Wohnung leben – das macht die Leuwo in Lucka möglich. Geschäftsführer Guido Födisch (r.) hatte die Idee für den Umbau.

Quelle: Mario Jahn

Lucka. Fahrstühle, teilweise verglaste Balkone und neue Gardinen an den Fenstern sind Indizien dafür, dass sich in der Pestalozzistraße 8 bis 12 im zurückliegenden Jahr so einiges verändert hat. Im Beisein von Mietern, Anwohnern und Bauleuten weihte die Leuna-Wohnungsgesellschaft (Leuwo) hier am Mittwoch die für betreutes Wohnen altersgerecht umgebauten 27 Wohnungen offiziell ein. In die Umgestaltung der 35 bis 50 Quadratmeter großen Quartiere investierte der Vermieter rund 1,5 Millionen Euro.

„Weil die Nachfrage so groß war, haben wir die Entscheidung getroffen, in der Pestalozzistraße nicht nur zwei Hauseingänge, sondern alle drei umzubauen“, betonte Guido Födisch, Geschäftsführer der Leuwo. Diese Option hatte sich sein Unternehmen von Anfang an offen gehalten (die OVZ berichtet). Alle 27 Wohnungen, die mit viele Aufwand barrierefrei umgebaut wurden, sind bereits vergeben. „Die Betreuung unserer betagten Mieter übernimmt der Pflegedienst Mahn, der dies bereits in der benachbarten Schule, die ebenfalls zu betreutem Wohnen umgebaut wird, praktiziert“, so der Leuwo-Chef. Einige der Mieter haben eine Pflegestufe und bei den anderen umfasst die Betreuung den Hausmeisterdienst, die Fahrt zum Einkaufen oder zum Arzt sowie den Notrufknopf.

Die Idee, einen Teil ihrer 140 Wohnungen in Lucka altersgerecht umzubauen und damit etwas gegen den Leerstand zu tun, erwies sich als goldrichtig. Neben Luckaer fanden und finden in den Wohnungen mit kurzen Wegen auch Senioren aus Meuselwitz, Wintersdorf oder Kriebitzsch ein neues Zuhause. „Weil es viel mehr Interessenten als Wohnungen gab, ist die Entscheidung gefallen, 2017 noch ein weiteres Wohngebäude, die Bahnhofstraße 27, altersgerecht umbauen lassen. Mit dem Leerzug haben wir schon begonnen. Aber es waren sowieso nicht mehr alle neun Quartiere bewohnt“, berichtet Födisch. Die Bauarbeiten sollen bereits im Januar oder Februar beginnen.

Im zuletzt umgebauten Eingang in der Pestalozzistraße sind noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen. „Anfang November können aber auch hier die Mieter einziehen“, versichert Födisch, der mehrere Jahre Chef der Wohnungsgenossenschaft Lucka war. Eine, die sich darauf freut, ist Theresia Tretbar. Die 77-jährige Luckaerin ist zwar noch fit, doch weil sie seit mehreren Jahren allein lebt, hat sie sich fürs betreute Wohnen entschieden. Weil in ihrem künftigen Zuhause, das 50 Quadratmeter groß ist, noch nicht alles fertig ist, hat sie mit ihrer Tochter in einer identischen Wohnung die Höhe der Streckdosen und der Fenster ausgemessen. Auf ihr schönes große Bad mit ebenerdiger Dusche freut sie sich ganz besonders. „Die Warmmiete kostet 500 Euro, für die Betreuung zahlen ich zusätzlich noch um die 200 Euro“, erzählt sie freimütig. Angemeldet hatte sie sich für das betreute Wohnungen zusammen mit ihren Bekannten Anton und Anita Herlitz, die in den gleichen Eingang wie sie ziehen. „Wir haben uns aus Altersgründen zu diesem Schritt entschieden“, so der Rentner.

Von Marlies Neumann

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