Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Luckaer Vermieter baut 27 Wohnungen für betreutes Wohnen um
Region Altenburg Luckaer Vermieter baut 27 Wohnungen für betreutes Wohnen um
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 29.09.2016
Im Alter betreut werden und doch in der eigenen Wohnung leben – das macht die Leuwo in Lucka möglich. Geschäftsführer Guido Födisch (r.) hatte die Idee für den Umbau. Quelle: Mario Jahn
Lucka

Fahrstühle, teilweise verglaste Balkone und neue Gardinen an den Fenstern sind Indizien dafür, dass sich in der Pestalozzistraße 8 bis 12 im zurückliegenden Jahr so einiges verändert hat. Im Beisein von Mietern, Anwohnern und Bauleuten weihte die Leuna-Wohnungsgesellschaft (Leuwo) hier am Mittwoch die für betreutes Wohnen altersgerecht umgebauten 27 Wohnungen offiziell ein. In die Umgestaltung der 35 bis 50 Quadratmeter großen Quartiere investierte der Vermieter rund 1,5 Millionen Euro.

„Weil die Nachfrage so groß war, haben wir die Entscheidung getroffen, in der Pestalozzistraße nicht nur zwei Hauseingänge, sondern alle drei umzubauen“, betonte Guido Födisch, Geschäftsführer der Leuwo. Diese Option hatte sich sein Unternehmen von Anfang an offen gehalten (die OVZ berichtet). Alle 27 Wohnungen, die mit viele Aufwand barrierefrei umgebaut wurden, sind bereits vergeben. „Die Betreuung unserer betagten Mieter übernimmt der Pflegedienst Mahn, der dies bereits in der benachbarten Schule, die ebenfalls zu betreutem Wohnen umgebaut wird, praktiziert“, so der Leuwo-Chef. Einige der Mieter haben eine Pflegestufe und bei den anderen umfasst die Betreuung den Hausmeisterdienst, die Fahrt zum Einkaufen oder zum Arzt sowie den Notrufknopf.

Die Idee, einen Teil ihrer 140 Wohnungen in Lucka altersgerecht umzubauen und damit etwas gegen den Leerstand zu tun, erwies sich als goldrichtig. Neben Luckaer fanden und finden in den Wohnungen mit kurzen Wegen auch Senioren aus Meuselwitz, Wintersdorf oder Kriebitzsch ein neues Zuhause. „Weil es viel mehr Interessenten als Wohnungen gab, ist die Entscheidung gefallen, 2017 noch ein weiteres Wohngebäude, die Bahnhofstraße 27, altersgerecht umbauen lassen. Mit dem Leerzug haben wir schon begonnen. Aber es waren sowieso nicht mehr alle neun Quartiere bewohnt“, berichtet Födisch. Die Bauarbeiten sollen bereits im Januar oder Februar beginnen.

Im zuletzt umgebauten Eingang in der Pestalozzistraße sind noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen. „Anfang November können aber auch hier die Mieter einziehen“, versichert Födisch, der mehrere Jahre Chef der Wohnungsgenossenschaft Lucka war. Eine, die sich darauf freut, ist Theresia Tretbar. Die 77-jährige Luckaerin ist zwar noch fit, doch weil sie seit mehreren Jahren allein lebt, hat sie sich fürs betreute Wohnen entschieden. Weil in ihrem künftigen Zuhause, das 50 Quadratmeter groß ist, noch nicht alles fertig ist, hat sie mit ihrer Tochter in einer identischen Wohnung die Höhe der Streckdosen und der Fenster ausgemessen. Auf ihr schönes große Bad mit ebenerdiger Dusche freut sie sich ganz besonders. „Die Warmmiete kostet 500 Euro, für die Betreuung zahlen ich zusätzlich noch um die 200 Euro“, erzählt sie freimütig. Angemeldet hatte sie sich für das betreute Wohnungen zusammen mit ihren Bekannten Anton und Anita Herlitz, die in den gleichen Eingang wie sie ziehen. „Wir haben uns aus Altersgründen zu diesem Schritt entschieden“, so der Rentner.

Von Marlies Neumann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Welche Unternehmen, Mittelständler oder Handwerker gibt es in 50, 100 oder mehr Kilometern? Auf diese Frage haben nur wenige Thüringer Firmenchefs eine fundierte Antwort. So mancher Deal komme nicht zustande, weil die Unternehmer nichts voneinander wissen, davon ist Guido Hunke überzeugt. Vor drei Jahren rief er das Netzwerk Thüringen ins Leben.

28.09.2016

Ein Radfahrer hat am Dienstag in Altenburg einen Fußgänger umgefahren und dann das Weite gesucht. Die Polizei hofft nun auf Zeugenaussagen. Der Unfall ereignete sich gegen 12.30 Uhr in der Rudolf-Breitscheid-Straße, als der Radler dem Fußgänger in den Rücken fuhr.

28.09.2016

Das nächste Großprojekt der Städtischen Wohnungsgesellschaft Altenburg (SWG) steht ins Haus – der „Wohnpark Lindenau“. Auf einer derzeit brachliegenden innerstädtischen Fläche sollen mehrgeschossige Mehrfamilien- sowie Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen. Der Stadtrat wird am Donnerstag erstmals darüber beraten.

28.09.2016