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Altenburg Luckaer Wohnungsbaugesellschaft mit positiver Bilanz
Region Altenburg Luckaer Wohnungsbaugesellschaft mit positiver Bilanz
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05:00 09.12.2016
Balkone sind bei Mietern sehr begehrt. So wie im Bischoffsweg 39a bis 39h sollen im nächsten Jahr auch in der Altenburger Straße 59 und 63 Balkone angebaut werden. Quelle: Mario Jahn
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Lucka

Mit einem positiven Jahresergebnis schließt die VBM Wohnungsbaugesellschaft Lucka das Geschäftsjahr 2015 ab. Der Bilanzgewinn bewegt sich bei etwas mehr als 100 000 Euro. Zwar war die Zahlungsfähigkeit im Bilanzjahr gegeben und wird laut Wirtschafts- und Finanzplan bis 2021 auch weiter gewährleistet sein, doch sorgenfrei kann sich der städtische Vermieter nicht zurücklehnen.

Denn die Verbindlichkeiten von 7,6 Millionen Euro, die niedrige Eigenkapitalquote, die sinkende Einwohnerzahl und nicht zuletzt der Altersdurchschnitt der Mieter von 58,1 Jahren stellen Belastungen für die Liquidität des Unternehmens dar. Dessen 100-prozentiger Gesellschafter ist die Stadt Lucka. Neben der Reduzierung der Schulden um eine halbe Million Euro hat das städtische Unternehmen im Berichtszeitraum auch Zinsen in Höhe von 323 000 Euro gezahlt.

Mit einem Bestand von 361 Wohnungen sowie zwei Gewerbeeinheiten gehört der Vermieter eher zu den kleinen Unternehmen. Der Modernisierungsgrad der Wohn- und Gewerbeeinheiten liegt derzeit bei 95,6 Prozent. Dahinter stehen 347 vollsanierte, zwölf teilsanierte und vier unsanierte Wohnungen.

Für die Instandhaltung wendete die Gesellschaft rund 96 000 Euro auf. Darin sind 20 000 Euro zur Beseitigung eines Brandschadens enthalten. Den Schaden regulierte später die Versicherung. Das geht ebenso aus dem Beteiligungsbericht hervor wie höhere Kosten, die durch Wiedervermietung von Wohnraum entstanden. Weitere 14 000 Euro steckte die Wohnungsbaugesellschaft in die Neugestaltung einer Hausfassade sowie den Einbau einer Dusche in einer Wohnung. Das moderate Instandhaltungsaufkommen sei den umfangreichen Sanierungsarbeiten in den zurückliegenden Jahren zu verdanken, heißt es weiter.

Es wird aber auch festgestellt, dass sich die Aufwendungen für Modernisierung und Instandhaltung in Zukunft stärker an den Bedürfnissen der älter werdenden Mieter orientieren muss. Deutlich wird in dem Bericht zudem, dass der Aufwand, den eine zweite zu erwartende Sanierungswelle erfordert, nicht mit der jetzigen monatlichen Kaltmiete von 4,53 Euro abzudecken sei.

In die Nachrüstung von Balkonen an Zweiraumwohnungen im Bischofsweg 39a bis 39h hat das Wohnungsunternehmen im Jahr 2015 rund 200 000 Euro investiert. Jeder Balkon schlägt mit rund 4000 Euro zu Buche. Laut Geschäftsführerin Silke Hochtritt erfolgte die Finanzierung vollständig aus eigenen Mitteln. Darüber hinaus wurde die Fassade eines Wohnblocks malermäßig instandgesetzt – Kostenpunkt 10 000 Euro. Im laufenden Jahr gab es keine Baumaßnahmen. Im kommenden Jahr sollen – so der Plan – in der Altenburger Straße 59 und 63 weitere 18 Balkone angebaut werden. Hier geht man von einem Kostenumfang von rund 120 000 Euro aus.

Zum Ende des Berichtszeitraums war ein Leerstand von 9,1 Prozent zu verzeichnen. 34 Mieter hatten ihre Wohnung gekündigt, davon sind sechs innerhalb der Gesellschaft umgezogen. 28 Mieter haben die Gesellschaft verlassen und sechs sind verstorben. Es konnten allerdings auch 17 Mieter neu gewonnen werden.

Von Marlies Neumann

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