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Luft für Biogas-Anlage in Schmölln wird immer dünner

Luft für Biogas-Anlage in Schmölln wird immer dünner

Bis heute hat die Geschäftsführung der Neuen Energie Schmölln Zeit, sich zur Ankündigung des Landesverwaltungsamts Weimar zu äußern, wonach die stinkende Biogasanlage eingehaust werden soll.

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Macht Weimar ernst, müsste auch das Schmutzwasserbecken der Biogasanlage geruchs- und gasdicht abgedeckt werden.

Quelle: Jens Rosenkranz

Doch es scheint, als bekomme die Gesellschaft eine Gnadenfrist.

 

Auf einer Krisensitzung am Montag kündigte die Geschäftsführung gegenüber dem Aufsichtsrat einen weiteren Vorstoß in Richtung Weimar an. Die beiden Geschäftsführer Jürgen Ronneburger und Dietmar Koch wollen mit den Verantwortlichen im Landesverwaltungsamt reden. In der Behörde sucht man nach einem möglichen Termin in der nächsten Woche. Offenbar wollen sich die Chefs der Neuen Energie Details der möglichen Anordnung erläutern lassen, beispielsweise den Transport der stinkenden Gärreste in geschlossenen Behältnissen. Dafür müsste bereits ab dem 15. September gesorgt werden.

 

Unabhängig von dem erbetenen Treffen in Weimar hat Behördensprecher Adalbert Alexy angekündigt, dass es zeitnah und wahrscheinlich noch in der nächsten Woche zu einem endgültigen Bescheid kommen wird.

 

Dabei ist anzunehmen, dass sich das Landesverwaltungsamt an der Auffassung des Landratsamtes orientiert. Die Kreisbehörde hat sich offenbar darauf festlegt, auf eine Einhausung, also den Bau einer geschlossenen Halle, zu drängen, in der die Gase aufgefangen und gereinigt werden. Lässt sich die Neue Energie, vor allem aus Kostengründen, nicht darauf ein, soll eine Schließung angeordnet werden.

 

Die damit unausweichliche Insolvenz wird nunmehr sogar im Schmöllner Rathaus nicht mehr ausgeschlossen, die möglichen Folgen abgewogen. Ohnehin arbeitet die Biogasanlage nicht wirtschaftlich. Auch der Vorstand der VR-Bank Altenburger Land, einer der drei Gesellschafter der Neuen Energie, spricht wegen der anhaltenden Proteste aus der Bevölkerung offen von einem Image-Schaden.

Jens Rosenkranz

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