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Altenburg MAW-Treffen lockt Hunderte nach Windischleuba
Region Altenburg MAW-Treffen lockt Hunderte nach Windischleuba
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09:28 14.05.2018
Traum in weiß trifft Fahrrad-Klassiker: Die Windischleubaerin Dajana Reinhardt drehte zur Gaudi der Gäste frisch vermählt eine Runde. Quelle: Foto: Wolfgang Riedel
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Windischleuba

Vor den Toren des Windischleubaer Schlosses bot sich am Sonnabend über 300 Besuchern ein imposantes Bild: Zig Fahrräder mit Anbaumotoren waren zum 3. MAW-Treffen ins Altenburger Land gekommen, daneben gab es zahlreiche historische Autos und Motorräder zu bestaunen, Eisverkauf, Kinderbüffet und Rundfahrten mit dem Traktor-Kremsergespann sorgten für den passenden Rahmen.

Gäste aus dem Saarland

Der Oldtimerclub Windischleuba unter Leitung von Matthias Hillmar und Ingo Unger hatte vor drei Jahren die Organisation des Treffens von der Familie Vogt übernommen, die bis dahin traditionell in Remse bei Glauchau zum Hühnerschreck-Aktionstag einlud. Aus ganz Mitteldeutschland und auch darüber hinaus waren die Radler mit Anbaumotoren gekommen. Die weiteste Reise bestritten Ute und Kurt Zeidler aus Sankt Wendel im Saarland mit ihrem 1933 von der Zittauer Gustav Hiller AG produzierten Fahrrad „Phänomen“.

„Als ehemaliger DDR-Bürger erinnert man sich gern an die im Osten geschaffenen Produkte wie eben den MAW-Anbaumotor, der ab 1954 im Magdeburger VEB Messgeräte- und Armaturenwerk hergestellt wurde“, so der Neu-Saarländer Zeidler, der mit seinem Hühnerschreck bei Wettbewerben einige Preise gewann.

Infos vom Fachmann

Umringt waren auch Beate und Raymund Pfeiffer vom technischen Handel „huehnerschreck.de“. Experte Pfeiffer informierte Interessierte ausführlich über den im Volksmund auch „Maff“ genannten Motor. „Mit so einem Zweitakt-Hilfsmotor, der damals 450 DDR-Mark kostete, erzielt ein Radler bis zu 35 km/h“, so der Leipziger Händler, während er die Treffbesucher auf sein Angebot an Nachbaumotoren und Ersatzteilen aufmerksam machte.

Mit einem 1953 gebauten „Möve“-Fahrrad ist auch der Windischleubaer Bürgermeister Gerd Reinboth (CDU) unterwegs. Er freute sich besonders über den Zuspruch, den das Treffen erfuhr. Neben Rädern mit Anbaumotoren von MAW sah man auch Modelle von Fichtel&Sachs, NSU und Heinkel.

Im Brautkleid auf dem Hühnerschreck

Für Aufsehen und lauten Jubel sorgte auch das Brautpaar Dajana Reinhardt und Volker Greiff, platzierte sich doch Braut Dajana nach dem Sägebockritual auf einem 1937 produzierten Wanderer-Fahrrad mit Hühnerschreckmotor, das Radbesitzer und Oldtimerclub-Vize Ingo Unger für die laut knatternde Fahrt ins Eheglück eigens auf Hochglanz polierte. Derweil staunte auch ein Besuchertrio um Stefan Kieslich aus Halberstadt über die Vielzahl der Räder mit Anbaumotor.

Aber auch über den knallrot glänzenden Skoda-Sportwagen „Felicia“ des Altenburgers Edgar Salomon, der 1959 in der damaligen CSSR hergestellt wurde. Ebenso gern in Augenschein genommen wurde das Miele-Leichtmotorrad, Baujahr 1954, von Uwe Jahn aus Werdau und der Pritschen-Transporter vom Altenburger Mirko Häber, 1956 erbaut vom US-amerikanischen Autobauer GMC. Und auch die NSU- und Diamant-Fahrräder von Udo und Marion aus Remse waren echte Hingucker.

Highlight war indes die um Punkt 13 Uhr startende, 35 Kilometer lange Rundfahrt durchs Altenburger Land. Angeführt von Herold und Ulknudel Gunnar aus Wiesenmühle, der zur Gaudi der Zuschauer ins Horn blies und mit großem Huhn auf dem Rücken die insgesamt 41 startenden „Hackenwärmer“ anführte..

Von Wolfgang Riedel

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