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Macher des Skatstadt-Marathons meistern anspruchsvolle Altenburger Strecke

Lauf-Fest Macher des Skatstadt-Marathons meistern anspruchsvolle Altenburger Strecke

Bereits knapp sechs Wochen vor dem Start haben die Macher des 8. Skatstadt-Marathons die Strecke selbst absolviert. Sie tun das aber nicht aus Langeweile, sondern um selbst eine der begehrten Finisher-Medaillen zu bekommen. Für sie ist das eine Frage der Ehre. Schließlich haben sie am 11. Juni andere Dinge zu tun.

Guter Dinge: Mit Ulf Pohling, Helmut Nitschke, Heiko Krahnert, Skadi Schädlich, Monika Pohling und Frank Jahn (v.l.) meistern sechs der neun Organisatoren des Altenburger Skatstadt-Marathons die Strecke vorab und verdienen sich so ihre Finisher-Medaille.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Sie waren zu früh, viel zu früh sogar. Obwohl bis zum Startschuss zum 8. Skatstadt-Marathon noch knapp sechs Wochen vergehen, haben sechs Hartgesottene die 42,195 Kilometer und den Halbmarathon bereits am Sonntag erfolgreich absolviert. Mit übertriebenem Ehrgeiz hat das freilich nichts zu tun, sondern eher ganz pragmatische Gründe. Schließlich handelt es sich bei dem Sextett um Organisatoren des Kanu- und Laufvereins (KLV) Altenburg-Windischleuba, die am 11. Juni anderes zu tun haben, als sich auf der anspruchsvollen Strecke zu verausgaben. Denn erneut erwartet der KLV wieder weit über 3000 Läufer und Walker.

„Uns war von Anfang an klar, dass die Organisatoren am Lauf-Tag nicht drei bis vier Stunden weg sein können“, begründet Skatstadt-Marathon-Sprecher Helmut Nitschke die eigenen Initiative. Da man aber selbst die begehrte Medaille, die jeder Finisher bekommt, auch haben wollte, entschieden sich die Strippenzieher, die Herausforderung ein paar Wochen früher zu meistern als alle anderen. „Wir wollen sie aber nicht geschenkt, sondern sie regulär erlaufen“, so Nitschke. „Das gebietet der Ehrenkodex.“

Gesagt, getan. Weil die Marathon-Macher die Sache mit der Ehre sehr ernst nehmen, bekommt jeder Langstrecken-Läufer eine große und jeder Halbmarathoni eine kleine Medaille – wie alle anderen Starter auch. Das Motiv der diesjährigen Medaille will Nitschke freilich noch nicht verraten. „Aber jeder, der das Altenburger Skatblatt kennt und logisch denken kann, wird’s wissen“, sagt er. Schließlich sei die Reihenfolge der Vergabe logisch aufgebaut.

Da alle Organisatoren natürlich unterschiedliche Leistungsniveaus haben, stand nur die Endzeit fest: 12 Uhr mittags traf man sich, um im Anschluss auf einem Freisitz gemeinsam bei Essen und Trinken zu regenerieren. Entgegen sonstiger Gewohnheit war diesmal aber nicht der Altenburger Markt Start und Ziel der Vereinsaktion, sondern der Inselzoo. Grund: die Mai-Kundgebung vor dem Rathaus. Auf den 1. Mai einigten sich die KLV-Mitglieder übrigens, weil es da die höchste Quote gab.

„Neun Leute bekommt man nicht unter einen Hut“, meinte Nitschke, der mit drei Startern über die halbe und drei über die volle Distanz sehr zufrieden war, und mit Bezug auf feinstes Laufwetter anfügte: „Es waren optimale Rahmenbedingungen.“ Zufrieden war der Sprecher, der 7.15 Uhr als Erster des Sextetts den Marathon in Angriff nahm, auch mit der eigenen Leistung: „Ich bin so gut durchgekommen wie noch nie.“

Nicht dabei waren dagegen Vereinschef Andreas Pautzsch und Jens Hauser, die aufgrund ihrer Trainingspläne woanders liefen. Und auch Jürgen Ronneburger musste passen, weil er sich im Urlaub befindet. Die nächste gemeinsame Veranstaltung wird der Rennsteiglauf am 21. Mai sein. „Das ist Kult und ein ganz fester Termin“, so Nitschke. Zuvor freuen sich die Skatstadt-Marathon-Macher aber über die meisten Anmeldungen, die es je für Altenburg gab. 2485 waren es am Montagnachmittag – 200 mehr als sonst zu dieser Zeit.

Von Thomas Haegeler

Inselzoo, Altenburg 50.9931202 12.4366572
Inselzoo, Altenburg
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