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Altenburg Mächtige Pappel am Großen Teich in Altenburg gefällt
Region Altenburg Mächtige Pappel am Großen Teich in Altenburg gefällt
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18:32 11.04.2017
Die mächtige Pappel wurde in viele Teile zerlegt. Quelle: Foto: Mario Jahn
Altenburg

Eine circa 30 Meter hohe Pappel am Großen Teich in der Nähe der Schwimmhalle ist am Dienstag gefällt worden. „Das war unumgänglich, weil von dem Baum eine Gefährdung für Passanten ausging“, betonte der zuständige Dezernent im Rathaus, Robby Tänzer – wohl wissend, dass den Altenburgern so eine Aktion nicht verborgen bleibt und schnell Nachfragen nach den konkreten Gründen kommen. So klingelte am Dienstagvormittag auch in der Redaktion das Telefon und fragten besorgte Anrufer nach, was die „massiven Baumfällungen“ am Teich zu bedeuten haben.

„Es handelte sich wirklich nur um diesen einen Baum“, versicherte Tänzer. Genaueres über die Gründe wusste Steffen Arnold, Chef des Fachgebiets Grünanlagen im Rathaus: „Wir führen im Stadtgebiet regelmäßig so genannte Baumschauen durch, bei denen wir die Bäume genau auf Gesundheit und Standfestigkeit überprüfen, damit von ihnen keinerlei Gefahr für die Öffentlichkeit ausgeht. Bei der besagten Pappel wurde bereits vor geraumer Zeit festgestellt, dass im Fußbereich erheblicher Pilzbefall vorliegt, der die Standfestigkeit verringert. Und wegen dieser statischen Probleme wurde die Fällung der in der Mittelachse der Promenade stehenden Pappel beschlossen“, so der Experte.

Eigentlich sollte die Gefahr schon in den Wintermonaten beseitigt werden. Aber aufgrund der Witterungsverhältnisse kam es zu Verzögerungen. Außerdem fand sich dann keine geeignete Bühne, von der aus ein so hoher Baum fachgerecht Schritt für Schritt heruntergeschnitten werden kann. „Bei einer Wuchshöhe von gut 30 Metern, die der Baum hatte, findet sich auch kein passendes Spezialgerät mehr, weshalb sich die Fällung auf das Frühjahr verschoben und jetzt durch einen ausgebildeten Fachmann erledigt wurde“, so Arnold weiter.

Den die Standfestigkeit beeinträchtigenden Pilzbefall könne man im Fußbereich der gefällten Pappel auch mit eigenen Augen sehen. Überraschend kam diese Erkrankung für den Experten allerdings nicht: „Der Baum hat rund 80 Jahre auf dem Buckel und ist insofern schon sehr alt.“ In dieser Phase begännen bei Bäumen solche kritischen Prozesse, obwohl es sich äußerlich schon um ein beeindruckendes Exemplar handelte, was ein Stammdurchmesser von etwa 1,50 Meter in Bodennähe beweist.

Von Jörg Wolf

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