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Altenburg Männliche Ballerinas beim Fasching in Windischleuba
Region Altenburg Männliche Ballerinas beim Fasching in Windischleuba
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18:10 13.02.2017
Hingucker: Das Männerballett sorgte nicht nur bei den Damen für Applaus und Zugaberufe. Quelle: Nicole Rathge-Scholz
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Windischleuba

Faschingsveranstaltungen gibt es in Windischleuba schon seit 1996, damals noch organisiert von der Feuerwehr und dem Sportclub. „2007 haben wir dann den Verein gegründet, damit das Ding einen Namen und eine Struktur bekommt“, erinnert sich Sirko Hanisch, der in diesem Jahr als Moderator bei der 10. Faschingsveranstaltung agierte. Und dies war auch für ihn eine Premiere, da es in den vergangenen Jahren statt eines Moderators eine Rahmengeschichte rund um die Sketche und Darbietungen gab. In diesem Jahr feierten die Faschingsfreunde unter dem Motto: „Das Krepp is gelb, das Krepp is blau, Winschleibe Helau!“

Bereits am Freitag ging das abwechslungsreiche Programm über die Bühne in der Turnhalle. Am Samstag war diese dann bis auf den letzten Platz besetzt, und die Stimmung war grandios. „Die Faschingsstörche haben sich viel Mühe gegeben, und ich komme eigentlich jedes Jahr her, weil man einen tollen Abend gemeinsam mit Freunden erleben kann“; so Luise Haschke. Und anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Vereins gab es eine Art Rückblick und die beliebtesten Sketche und Darbietungen aus den vergangenen Jahren wurden neu aufgelegt und präsentiert.

So fand sich die Olsenbande aus dem Jahr 2009 erneut auf der Bühne ein, und auch Rotkäppchen und der Wolf aus 2010 zeigten wieder ihr Können. Die Tanzgruppen der Freaky Storks begeisterten auch in diesem Jahr mit ihrem Talent und präsentierten zudem eine Premiere. Denn das erste Mal tanzten die kleine und große Gruppe zu einer Matrosendarbietung zusammen.

„Wir freuen uns, dass alles super geklappt hat. Bis auf eine kleine Panne, die aber zusätzlich für Lacher sorgte. Denn beim Insektensketch hatten wir anfangs vergessen, der Schnecke das Haus aufzusetzen“, lacht Hanisch der mit seiner Frau 350 Kilometer Anfahrt in Kauf genommen hat, um dabei zu sein. „Wir wohnen arbeitsbedingt jetzt in Hessen, aber sind trotzdem Mitglieder bei den Faschingsstörchen“, erklärt Hanisch, der in diesem Jahr den Moderator mimte. Seine Frau Yvette agierte als Fotografin und hielt den ganzen Abend in Bildern fest, die ab Ende der Woche auf der Vereinshomepage zu sehen sind.

In Windischleuba gibt es übrigens weder Elferrat noch Prinzenpaar. „Wir haben uns dafür entschieden, in jedem Jahr nur ein ansprechendes Programm zu präsentieren, wo die Leute zwei Stunden lang unterhalten werden und Spaß haben. Ganz ungezwungen, ohne Büttenreden und Co.“, erklärt Hanisch. Das scheint gut bei den Einwohnern anzukommen. „Die Faschingsveranstaltung ist eine tolle Attraktion neben dem Dorffest und Weihnachtsmarkt“, erzählt Besucher Roy Schmidt und fügt hinzu: „Der Fasching wird von Jung wie Alt gleichermaßen gut angenommen und ist schon ein Jahresereignis, wo bis nachts um drei gefeiert wird.“

Und das taten die Faschingsfreunde auch in diesem Jahr und schwangen nach dem Programm fleißig das Tanzbein. Zum Abschluss des diesjährigen Programmes kündigte Moderator Hanisch an: „Nun erleben Sie eine Hochkultur des Ausdruckstanzens, welche sicher an Körperverletzung dritten Grades grenzt.“ Doch das Männerballett, das sein Bestes zu Schwanensee gab, entzückte vor allem das weibliche Publikum und sorgte für tosenden Applaus.

Von Nicole Rathge-Scholz

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