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Altenburg Märchenhaftes Faschingskonzert begeistert am Altenburger Theater
Region Altenburg Märchenhaftes Faschingskonzert begeistert am Altenburger Theater
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00:22 09.02.2018
Mit reichlich Humor sorgte Kapellmeister Thomas Wicklein (r.) als Frau Holle für gute Laune. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Ein Frosch, eine Prinzessin und ein Koch – märchenhaft und reichlich skurril ging es anlässlich der fünften Jahreszeit am Sonntag im Altenburger Landestheater zu. „Es war einmal...“ lautete das Motto des diesjährigen Faschingskonzerts. Und ganze 390 Besucher wollten sich das musikalische Spektakel nicht entgehen lassen, gelangten teils auf ausgefallene Weise in die Skatstadt.

Mit einem aufpolierten Robur-Oldtimerbus chauffierte Peter Schönlein etwa 18 Theaterfreunde aus Meuselwitz bis vor den Eingang des Theaters. „Wir sind immer dabei, wenn Schauspieler und Musikanten um Ulknudeln wie Thomas Wicklein, Karl Karliczek und Martin Groskopff so wie in den Jahren zuvor ihr närrisches Treiben auf die Bühne bringen“, sagte die Altenburgerin Sabine Dietrich mit schmunzelnden Blicken auf einige kostümierte Gäste. Zu denen gehörte auch Gisela Klöppel aus Neupoderschau als Heinzelmännchen und Hella Schmidt aus Monstab als Teufelchen.

Mit dem Lichten des Vorhangs legte der Leiter der Märchenkapelle, Thomas Wicklein, der zudem in die Rolle der alles moderierenden Frau Holle schlüpfte, humorvoll los. Die Zwergenkapelle um Zaubergeiger Martin Groskopff alias Zwerg „Rumpel Humpel“ erfreute die Gäste mit den ersten von zahlreichen Ohrwürmern.

Jetzt erschien mit Blick auf das Märchen vom Froschkönig die Prinzessin Erbse alias Claudia Müller. Sie weinte und seufzte: „Ich wollte mich doch verloben.“ Darauf Frau Holle: „Aber da weint man doch nicht. Das macht man doch erst nach der Hochzeit.“ Einer von vielen Lachern, die Frau-Holle Darsteller Wicklein der großen Zuschauerschar entlocken konnte. Gewaltige Lachsalven dann, als der heiß geliebte Frosch alias Karl Karliczek mit tollen Sprüngen und in der Tat einer wirklich witzigen Akrobatik bei einer super ulkigen Mimik die Bühne unsicher machte. „Der Mann ist Gold wert“, tönte Georg Mühlner aus Penig los, ehe er sich vor lauter Lachen fast krümmte.

Später wurde das Geschehen um den in einen Frosch verwandelten Prinzen fast schon kriminell. Denn der Starkoch und Zauberer von Oss alias Günter Markwarth griff mit Aussicht auf leckere Froschschenkel gar zum Küchenmesser! Auch der Hans im Glück (Alejandro Làrrage Schleske) tauchte auf und wollte nun einen Goldklumpen gegen etwas Berauschendes eintauschen.

Frau Holle überreichte eine Flasche Rotkäppchen-Sekt und war rundum glücklich: „Passend zu meinem Geburtstag kann ich mir nun Goldzähne anfertigen lassen.“ Zwischenzeitlich erfreuten die Sänger und Sängerinnen mit der Märchenkapelle des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera das Publikum mit Liedern wie dem Schneewalzer, dem Walzer aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und der Champagner-Arie aus „Don Giovanni“. „Hervorragend ist heute eben auch, dass alle Bühnenhandlungen mit echten Ohrwürmern aus Oper, Operette und Musical bereichert werden“, meinte in der Pause die Altenburgerin Susan Meinek, ehe sie im Foyer von Buffetfrau Kristin Thomas gern ein Glas Sekt genoss.

Die Theatermitarbeiterin Anne Reitzenstein, verantwortlich für die szenische Einrichtung, genoss derweil einen Pfannkuchen und freute sich: „Ganz klar, dass derlei gute Zuschauermeinungen alle Bühnenakteure immer wieder zu Bestleistungen anspornen.“ Auch der neunjährige Schüler Ursus Fleck aus Leipzig war hellauf begeistert: „Ein richtig ulkiges Programm.“

Die humorvollen Parodien fanden unter anderem mit dem Agieren des Zauberers von Oss eine passgenaue Fortsetzung. Denn dieser promovierte auch zum Doktor der Medizin und wollte nun beim Frosch unter anderem mittels Vorschlaghammer zum Gaudi des Publikums die Kniereflexe prüfen. Als der für die Verzauberung des Prinzen in einen Frosch verantwortliche und auf einer Zaubergeige spielende Zwerg Rumpel Humpel letztlich enttarnt wurde, konnte es zum glücklich endenden Finale kommen. Bei „Hei, heute Morgen mach ich Hochzeit“ aus „My Fair Lady“ und dem „Lied an den Mond“ von Rusalka (Anne Preuß) gediehen Prinzessin Erbse und der vom Frosch zurückverwandelte Prinz Rollo schließlich zu einem glücklichen Pärchen.

Frau Holle bat schließlich noch kostümierte Gäste auf die Bühne. Die im besten Faschingsoutfit strahlenden Konzertbesucher erhielten, so wie etwa die sechsjährige Altenburgerin Hanna Heilmann als süße Hexe und deren Uroma Gida Böttcher als mystische Zauberin, tolle Präsente.

Von Wolfgang Riedel

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