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Märchenschloss in Not

Märchenschloss in Not

Um den Verfall des Posch-witzer Schlosses wenigstens halbwegs zu stoppen, hat die Stadtverwaltung jetzt die Notbremse gezogen. Im Zuge einer sogenannte Ersatzvornahme soll das Dach so weit repariert werden, dass das Gebäude nicht weiter verfällt.

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Das Poschwitzer Schloss ist immer noch ein beeindruckendes Bauwerk, allerdings droht das Denkmal wegen Vernachlässigung zu verfallen.

Quelle: Mario Jahn

Die Kosten werden dem privaten Besitzer in Rechnung gestellt.

 

 

 

Seit Jahren bemüht sich die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt Altenburg um die Durchführung von Sicherungs- und Reparaturarbeiten am Schloss Poschwitz - leider praktisch erfolglos, wie Chef Jürgen Fröhlich eingestehen muss.

 

Nachdem nun auch im Rahmen eines fast einjährigen denkmalschutzrechtlichen Verfahrens durch den privaten Eigentümer keine Arbeiten zur Notsicherung des wertvollen Kulturdenkmales ausgeführt wurden, wird die Stadt jetzt im Rahmen einer sogenannten Ersatzvornahme die dringend notwendigen Arbeiten veranlassen. Über diesen ungewöhnlichen Schritt informierte das Rathaus diese Woche.

 

Durch die Reparaturarbeiten sollen alle Löcher im Dach geschlossen und die Dachrinnen und Fallrohre in einen funktionstüchtigen Zustand versetzt werden. So will man verhindern, dass durch das kaputte Dach weiterhin Regen und Nässe in das Gebäude eindringen und daraus Folgeschäden im Inneren entstehen.

 

Der weitere Verfall des Gebäudes soll damit gestoppt werden. Die der Stadt Altenburg entstehenden Kosten müssen durch den privaten Eigentümer erstattet werden - was allerdings sehr lange dauern kann, vor allem, wenn der Streit um die dabei entstehenden Kosten durch mehrere Gerichtsinstanzen gehen sollte.

 

Genau deshalb sind Verwaltungen auch meist sehr zögerlich beim Einsatz dieses Mittels. In Altenburg hatte es erst kürzlich wieder Streit darum gegeben, warum beim einstürzenden Gebäude in der Pauritzer Straße 59 nicht der Besitzer per Ersatzvornahme zur Sicherung seines Eigentums herangezogen wurde (OVZ berichtete). Statt dessen hatte die Stadt die Bruchbude gekauft, um sie auf eigene Kosten abreißen zu lassen.

 

"Das zeigt, wir können auch anders", kommentierte Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) die Entscheidung zugunsten des historischen Gebäudes. Es sei überhaupt das erste Mal, dass die Stadtverwaltung bei einem Denkmal zum Mittel der Ersatzvornahme griff, freute sich auch Fröhlich: "Das Wichtigste ist, dass erst einmal nicht noch mehr kaputt geht." Die Sicherungsarbeiten sollen in den nächsten Tagen beginnen und zügig ausgeführt werden, informierte die Stadtverwaltung.

 

Das Poschwitzer Schloss war nach der Wende verkauft worden, nach OVZ-Informationen an einen Unternehmer aus den alten Bundesländern. Der hatte seither nichts für das Denkmal getan.

Günter Neumann

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Von Redakteur Gabriele Neumann

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