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Altenburg Magdalenenstift zieht Förderantrag für Kita-Ausbau zurück
Region Altenburg Magdalenenstift zieht Förderantrag für Kita-Ausbau zurück
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19:28 30.08.2012

Von Jens Rosenkranz

Gerd Reinboth (CDU) war nicht amüsiert. Erst kurz vor der Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Kreistages am Dienstag erfuhr der Windischleubaer Bürgermeister von dem unerwarteten Geldsegen. Am 9. August hatte das Magdalenenstift seinen Antrag durch die Altenburger Stadtverwaltung offiziell zurückziehen lassen. Mit 162 000 Euro war dies die höchste Fördersumme aller Antragsteller. Geplant war der Umbau des Ehrenberger Kindergartens für die Schaffung von Kleinkinder-Plätzen.

"Es ist jedoch bis Ende Juni 2012 nicht gelungen, eine wirtschaftlich vertretbare Finanzierung der Gesamtbausumme von 263 000 Euro sicherzustellen. Das Magdalenenstift hat vor diesem Hintergrund im Juli den Förderantrag zurückgezogen", heißt es in einer schriftlichen Antwort des Geschäftsführers des Magdalenenstifts, Dirk Keiner, auf eine OVZ-Anfrage. Die Fördermittel hätten 61 Prozent der Gesamtbausumme abgedeckt. Da das Magdalenenstift kein Eigentümer der Immobilie ist, waren viele Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten nicht umsetzbar. Den Verantwortlichen war ohnehin bewusst, dass die Sicherstellung der Finanzierung schwierig wird, heißt es im Schreiben.

Von den freigewordenene 162 000 Euro wurden danach knapp 50 000 Euro für andere Projekte abgezogen. Übrig bleiben nun 112 909, 64 Euro.

Seit der Rücknahme des Antrages war jedoch wertvolle Zeit vergangen, meint Reinboth, in der sich andere Gemeinden rechtzeitig Gedanken hätten machen können, ob sie sich womöglich für die Fördergelder bewerben. Denn eigentlich ist nur noch bis heute Zeit, die Förderanträge an das Land zu schicken. Ausnahmsweise wird diese Frist bis zum 15. September verlängert. Bis dahin müssen neue Antrage erarbeitet werden.

Doch der Windischleubaer Bürgermeister ist noch aus einem anderen Grund sauer. Denn offenbar ist der Rückzieher des Magdalenenstifts schon längst durchgesickert. Zur Ausschusssitzung wurde nämlich bekannt, dass die Gemeinde Kriebitzsch Interesse an den freigewordenen Geldern hat, was Reinboth am Dienstag ein unwirsches Grummeln entlockte. Dieser Wissenvorsprung sei anderen Gemeinden gegenüber unfair, begründete er gegenüber OVZ seinen Ärger. Zum Beispiel könne seine Gemeinde das Geld auch gut gebrauchen. An der Kita sei eine Mauerwerkstrockenlegung nötig und zwar in jenem Bereich, wo die ein- bis dreijährigen Kinder untergebracht sind. Einen Kostenvoranschlag will Reinboth noch diese Woche einholen.

Kriebitzsch plant dagegen einen kompletten Neubau einer Kita für unter Dreijährige und zwar gleich am alten Gebäude, das aus allen Nähten platzt, wie Bürgermeister Bernd Burkhardt (Linke) der OVZ sagte. Die Kosten werden auf 110 000 bis 120 000 Euro geschätzt. Ein Gemeinderatsbeschluss stehe jedoch ebenso aus, wie eine Antwort auf die Frage, ob die Gemeinde auch die Nachfolgekosten schultern könne.

Denkbar ist, dass sich noch andere Gemeinden bewerben. Daher beginnt nun ein Wettlauf um 112 000 Euro, der am 13. September mit der Vergabe durch den Jugendhilfeausschuss seinen Höhepunkt erfährt. Ob es eine Kampfabstimmung gibt oder die Summe brüderlich aufgeteilt wird, ist völlig unklar. Vize-Landrätin Christine Gräfe (CDU) rechnet mit keinem Streit, wie sie am Dienstag zu verstehen gab. Denn die Förderung sei an strenge Maßstäbe gebunden, an die sich die Bewerber halten müssen, und an ein Punktesystem.

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