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Altenburg Mal rammelvoll - mal gähnend leer: Freibäder im Kreis erleben Zickzack-Saison
Region Altenburg Mal rammelvoll - mal gähnend leer: Freibäder im Kreis erleben Zickzack-Saison
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21:21 31.07.2012

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Von Ellen Paul und Jonas Alder

So etwa wie heute und morgen, denn den Prognosen zufolge wird es richtig schön und mächtig heiß. Für das Altenburger Südbad vielleicht die Chance, den diesjährigen Besucherrekord zu knacken. Der liegt bei 1367 Badegästen - erzielt heute vor einer Woche am 25. Juli. "Insgesamt liegen wir bisher bei rund 24 000 Besuchern, was angesichts der Wetterkapriolen gar nicht so schlecht ist", so Pressesprecher Christian Bettels. "Wenn der August noch schöne Tage bringt, hoffen wir zumindest, die 30 000er-Marke zu knacken." Dazu braucht es nur noch einiger schöner Tage wie in der Vorwoche mit stetig über 1000 Badegästen. Im vergangenen Jahr standen am Saisonende 35 000 Besucher zu Buche, 2010 waren es sogar über 40 000.

"Die letzte Woche war richtig gut", sagt auch Björn Seeliger, Schwimmmeister im Schmöllner Freizeitbad Tatami. "Es gab manchmal keinen freien Platz mehr auf der Wiese." Zuvor war es aber angesichts des schlechten Wetters oft ziemlich leer. Wenigstens hielten einige Unentwegte dem Freibad die Treue: die Frühschwimmer und die Jugendlichen, die die Beachvolleyballanlage der Einrichtung nutzen.

Auch das Freibad in Rositz hat durch den Blitzsommer in der Vorwoche die Bilanz aufpolieren können. Die Besucherzahl liegt dennoch momentan etwa 20 bis 30 Prozent unter der im Vergleichszeitraum des Vorjahres. "Die Badesaison läuft schlechter als im letzten Jahr, und da war sie schon schlecht", so Schwimmmeisterin Inge Nöller.

Auch ihr Altkirchener Kollege Uwe Schellenberg ist überzeugt: "Einen so miesen Saisonstart gab es wohl noch nie. Dabei war die Freibadsaison im vorigen Jahr schon so schlecht, dass wir eigentlich geglaubt hatten, dass es nur noch besser werden kann." An fünf Tagen blieb das Freibad sogar ganz geschlossen. Jetzt hofft der Schwimmmeister, dass der August noch richtig sommerlich wird. "Die letzte Juli-Woche ist schon mal sehr gut gewesen", sagt Schellenberg. Entsprechend reger Betrieb herrschte im Altkirchener Freibad. Zudem begann ein zweiwöchiger Kurs für all jene, die das Schwimmabzeichen in Gold, Silber oder Bronze ablegen möchten oder das Seepferdchen "erschwimmen" wollen.

Nicht gerade rosig sieht die Bilanz auch im Freibad Gößnitz aus. Bis dato bescherte der verregnete Sommer dort nur einen mageren Besucherstrom. Lediglich die Mittagsschwimmer - alles ältere Herrschaften aus Gößnitz und Umgebung - sind regelmäßig gekommen. "Wir haben bislang nicht mal die Hälfte der Besucher gegenüber dem Vorjahreszeitraum", bedauert Dorothee Philipp, Hauptamtsleiterin im Rathaus. "Das sind leider auch nur die Hälfte der Einnahmen." Für einen halbwegs akzeptablen Abschluss müsse jetzt schon ein richtig schöner August kommen. Wenigstens in der vergangenen Woche war der Ansturm groß am Gößnitzer Tannicht. Viele Ferienkinder waren gekommen und brachten gleich einige Erwachsene mit. Man hofft, dass es so weitergeht, denn an diesem Sonnabend will die Gößnitzer Freizeiteinrichtung ein großes Badfest feiern. Den Gästen wird ein buntes Programm mit Sporteinlagen, Wasserspielen und Vorführungen der Tauchsportgruppe geboten.

Helle Freude darüber, dass der Sommer doch noch Einzug hielt, herrscht ebenso bei Andreas Meirich, Fachangestellter für Bäderbetriebe in Vollmershain. Noch am Montag vergangener Woche hatte er gerade mal 55 Gäste insgesamt gezählt. Am Dienstag dann hüpften in nur einer Stunde genauso viele Besucher ins kühle Vollmershainer Nass. Im Schnitt 400 Besucher haben seither pro Tag das Bad besucht, sagt er. Ansonsten lasse der Sommer noch viele Wünsche offen - vor allem die nach ausreichend Besuchern dieser Freizeiteinrichtung in ländlicher Region. Denn die Gäste-Zahl ist um ein Viertel geringer im Vergleich zum Vorjahr.

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