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Marathonfieber an der Busch-Grundschule

Marathonfieber an der Busch-Grundschule

"Ich war langsamer." "Ich war diesmal schneller." "Ich auch." Annika, Lara und Antonia klingen fast ein bisschen erwachsen, wenn es ums Laufen geht. Dabei sind die drei Mädchen gerade einmal zehn Jahre alt.

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Laufen für den großen Tag: Die Mädchen und Jungen der Klasse 4c trainieren eifrig für den Skatstadtmarathon am 13. Juni.

Quelle: Mario Jahn

Doch wie viele ihrer Mitschüler aus der Wilhelm-Busch-Grundschule in Altenburg hat die Viertklässler das Skatstadt-Marathonfieber gepackt. Seit Ende April bereiten sie sich im Rahmen des Sportunterrichts auf das Rennen vor, bei dem die drei natürlich mit an den Start auf einer für sie realen Distanz gehen. Jetzt, wo der Termin immer näherrückt, treffen sie sich sogar nach der Schule, um gemeinsam extra zu trainieren.

 

Sportlehrerin Pauline Schauer lächelt: "Ich weiß, viele Kinder sind da Feuer und Flamme. Das ist immer so." Seit etlichen Jahren treten Schüler der Busch-Schule aus Altenburg-Nord beim Skatstadtmarathon an, und gleichzeitig beteiligt sich die Bildungseinrichtung am Schulwettbewerb. Den gewinnt, wer mit den meisten Schülern am Marathon teilnimmt. Ganz oben auf dem Treppchen wird die Schule wahrscheinlich auch am 13. Juni nicht landen. "Aber mal auf den dritten Platz kommen, das wäre schon schön", sagt die Pädagogin und erzählt, dass es die Grundschule noch nie aufs Treppchen geschafft hat.

 

Ein gewisser Ehrgeiz ist bei Lehrern wie Schülern gleichermaßen zu bemerken. Doch noch deutlicher ist der Spaß an der Vorbereitung und die Vorfreude auf das große Ereignis zu spüren. "Wir machen den Marathon immer zu einem kleinen Ereignis in der Schule. Und weil Ausdauertraining sowieso Bestandteil des Lehrplans ist, lässt sich das auch hervorragend verbinden", betont die Sportlehrerin. Und sie weiß, für die Schüler, die beim Skatstadtmarathon mitlaufen, ist es ein unvergessliches Erlebnis. "Die vielen Leute, der Jubel entlang der Strecke, die körperliche Anstrengung - da sind die Kinder immer total euphorisiert."

 

Jedes Jahr im Frühling, wenn der Marathon vor der Tür steht, versuchen Pauline Schauer und ihre Sportlehrerkollegin Silvia Simmert, die Mädchen und Jungen zu begeistern und zu überzeugen, beim Skatstadtmarathon mitzulaufen. "In den ersten Klassen zeigen wir dann immer die Teilnehmermedaille und sagen, die könnt ihr auch haben." Was eine enorme Wirkung auf die Kleinen habe. Das zweitgrößte für die Kinder ist dann immer das Starter-Shirt mit der Startnummer und dem eigen Namen darauf, ergänzt die Lehrerin.

 

Von den rund 270 Schülern der Einrichtung haben sich 120 für die Teilnahme angemeldet. "Das läuft so: Wenn der Termin des Marathons steht, bekommen die Kinder eine Information für die Eltern mit. Denn es entscheiden immer die Eltern, ob ihr Kind teilnimmt oder nicht." Hintergrund sei unter anderem, dass die Eltern ihre Sprösslinge selbst zum Start bringen und auch wieder abholen müssen. Nimmt ein Kind teil, dann hängt es einen ausgemalten Turnschuh mit dem Namen an die Marathonwandzeitung. "Wir haben auch einen schulinternen Wettbewerb und zeichnen die Klasse aus, aus der die meisten Schüler teilgenommen haben", sagt Pauline Schauer. Das stachle eben den Ehrgeiz der Kinder weiter an, und aus Erfahrung weiß sie, je näher der Termin rückt, je mehr Schuhe heften an der Wandzeitung. "Das ist so ein schönes Erlebnis für die Kinder. Und einmal etwas außerhalb der Schule gemeinsam zu unternehmen, stärkt auch das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Schülern", schwärmt Schauer.

 

Die meisten der Erst- bis Viertklässler laufen übrigens genau wie Annika, Lara und Antonia die 400-Meter-Strecke. Ein paar, meistens sind das Kinder, die bereits Mitglied in einem Sportverein sind, versuchen sich aber auch auf der 3,6- beziehungsweise 5,4-Kilometer-Runde.

Jörg Reuter

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