Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Martha Marschner feiert seltenes Jubiläum in Meuselwitz
Region Altenburg Martha Marschner feiert seltenes Jubiläum in Meuselwitz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:25 08.06.2017
Martha Marschner feierte gestern ihren 100. Geburtstag. Einer der ersten Gratulanten war Sohn Wolfgang im Seniorenzentrum Meuselwitz. Quelle: Foto  Mario Jahn
Meuselwitz

Martha Marschner strahlte am Donnerstag mit der Sonne um die Wette. Und so viele Gäste schauten bei ihr vorbei, um zu gratulieren. Aus gutem Grund: Im Seniorenzentrum Meuselwitz feierte Martha Marschner ihren 100. Geburtstag im Kreis ihrer Familie und zusammen mit den Mitbewohnern.

Bis zum Alter von über 96 Jahren lebte die Jubilarin noch daheim bei ihrem einzigen Sohn Wolfgang, der sie schon da pflegte. „Dann ist sie leider gestürzt und musste ins Heim, wo sich Mutti aber sehr wohl fühlt“, sagt der 63-jährige Sohn, der selbstverständlich mit zu den ersten Gratulanten gehörte und fast jeden Tag bei seiner Mutter vorbeischaut. Außerdem hat die Jubilarin zwei Enkel und eine Urenkelin und einen Urenkel.

„Sie war ja allein, nachdem mein Vater schon beizeiten in den Westen abgehauen ist und alles zurück ließ. Sie hat mich großgezogen und sich auch um pflegebedürftige Verwandte gekümmert“, sagt der Sohn, der nach wie vor in Zipsendorf wohnt, sichtlich dankbar. Denn ein leichtes Leben habe Martha Marschner oftmals nicht gehabt. „Sie hat sich aber immer für uns eingesetzt“, sagt er und erinnert sich für seine Mutti: Vor 100 Jahren: Martha wird am Freitag, dem 8. Juni 1917 im heute tschechischen Teichstadt geboren. Noch gut ein Jahr sollte der erste Weltkrieg toben. Dennoch scheint Martha in ihrer alten Heimat einem geregelten Leben entgegen zu blicken: In der elterlichen Bäckerei erlernt sie das Bäckerhandwerk. Doch die alte Heimat geht 1945 mit dem Ende des zweiten Weltkrieges verloren.

„Mutter kam 1946 nach Meuselwitz und lebte seitdem ununterbrochen dort“, so Sohn Wolfgang. Als Bäckerin war sie hier niemals tätig, sondern in einer völlig anderen, aber mindestens ebenso harten Branche. „In der Brikettfabrik Z III war Mutter in der so genannten Hofkolonne beschäftigt.“ Das waren jene Frauen und Männer, die tagein und tagaus die Reste aus der Brikettproduktion an den Auslieferungsbändern wegzuräumen hatten. „Alles in allem hat sie 37 Jahre bis zur Rente in ein und dem selben Betrieb gearbeitet“, erzählt Wolfgang Marschner, ehe er mit seiner Mutter recht ergriffen dem Geburtstagsständchen lauschte, das die Mädchen und Jungen aus der Kita der Jubilarin darboten. Darunter war auch ihr ausgemachtes Lieblingslied von Bummi, dem Teddybären, dass Frau Marschner ein besonders strahlendes Lächeln ins Gesicht zauberte.

Von Jörg Wolf

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Altenburg Ringelnatter mitten in der Stadt gesichtet - Am kleinen Teich fühlen sich die Reptilien pudelwohl

Eine eigentlich völlig harmlose Ringelnatter sorgte am Samstag für einige Aufregung. Denn keiner wusste genau, um was für eine Schlange es sich handelt, die auf den Stufen ruhte. Und ob sie vielleicht sogar gefährlich sein könnte. Experten aber geben schnell Entwarnung.

08.06.2017

Der Späne sind genug geflogen, nun lasst uns endlich Skulpturen sehen. Mit einem Fest vor und im Kulturgut Quellenhof in Garbisdorf endet am Sonnabend des 17. Göpfersdorfer Holzbildhauer-Pleinair. Die Finissage beginnt 17 Uhr. Zwei Wochen lang bearbeiteten fünf Frauen und zehn Männer auf dem Kunstacker im Wieratal 15 Eichen aus dem Leinawald.

08.06.2017

Wenn am Sonnabend der Startschuss zum ersten Lauf fällt, haben bereits über 200 Helfer auf dem Markt einen guten Job gemacht, der schon am Freitag beginnt und den Platz innerhalb weniger Stunden in einen Laufwettbewerb-tauglichen Start- und Zielbereich verwanden. 30 Stunden später muss dann der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt werden.

08.06.2017