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Altenburg Massen über Massen – Tausende kommen zur langen Einkaufsnacht
Region Altenburg Massen über Massen – Tausende kommen zur langen Einkaufsnacht
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22:49 18.03.2016
Riesenandrang in der Baderei. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

„Wo kommen denn all die Leute her?“ Bass erstaunt ging am Freitagabend ein Mann über die Sporenstraße gen Markt und glaubte seinen Augen nicht zu trauen. Das riesige Areal in der Altenburger Innenstadt, das sonst oft genug gähnend leer wenig einladend wirkt, war schwarz vor Leuten. Tausende zog es erneut zur traditionellen Frühlingsnacht in die City.

Über 60 Geschäfte – und damit deutlich mehr als im vergangenen Jahr – haben mitgemacht und zur langen Einkaufsnacht bis 22 Uhr eingeladen. Und nicht nur das. Viele boten kleine Leckereien oder ein Glas Sekt, mal gratis, mal zum moderaten Preis. Es gab Sonderaktionen und in fast allen Modeläden Laufstege, um die neuesten Kreationen zu präsentieren. Manch einer holte sich eine kleine Band oder einen DJ vors oder sogar direkt ins Geschäft. Für Freiluftkonzerte an ganz verschiedenen Orten sorgten wieder die Trommler von „Como Vento“, die auch den Fackelumzug zur Eröffnung der Frühlingsnacht vom Theater bis zum Markt anführten.

Alle Sonderaktionen in den Läden fanden unheimlich viel Zuspruch. Während bei Adler in der Sporenstraße der große Andrang zu den beiden Modenschauen aufgrund der Fläche gut verkraftet wurde, räumten beim Mode-Express von Bettina Hany die Männer freiwillig das Feld und warteten vor der Tür, damit noch mehr Frauen in den kleinen Laden passten und die Schau ansehen konnten.

Apropos Männer. Selten sieht man so viele Vertreter dieser Spezies, die freiwillig und gut gelaunt ihre Partnerinnen zum Shoppen begleiten wie zur Frühlingsnacht. Denn diese ist schon lange nicht nur Einkaufsnacht, sondern die erste große Freiluftparty den Jahres. Man trifft Bekannte, verabredet sich mit Freunden. Nicht zuletzt, um das erste Bier der Saison im Freien zu genießen. Grund genug, dem Filzlatschenkino zu entfliehen.

Noch nie allerdings gab es auf dem Markt so viele Buden und Stände wie diesmal. Obwohl sich die Organisatoren l bewusst für ein Aufstocken selbiger entschieden hatten, kamen die Bratwurst- und Steakbrater trotzdem kaum nach, so groß war der Andrang. Noch nie waren auch die jungen Leute, die wirklich nur Party machen wollen, so früh und so zahlreich auf dem Markt präsent. Aber auch Familien mit Kindern kamen – das Karussell wurde also nicht umsonst bestellt.

Trotz dieses Partyfeelings waren die Läden dennoch gut gefüllt. „Es läuft richtig gut. Der Umsatz stimmt und die Kunden sind gut drauf“, freute sich beispielsweise Julia Reinhold von der Schnuphase’schen Buchhandlung. Renner waren hier die Restbestände der Kalender, die für zwei Euro „verhökert“ wurden. „Es ist wirklich toll, dass es die Frühlingsnacht weiter gibt, auch ohne Werbegemeinschaft“, sagt sie.

Denn die Kunden kommen bei weitem nicht nur aus Altenburg und dem Altenburger Land, sondern auch aus Zeitz, Ronneburg oder Gera wie Heike Bicking, Inhaberin der Chocolaterie in der Baderei zu berichten wusste. „Den Kunden gefällt dieses außergewöhnliche Flair, unsere kleinen Läden. Schade nur, dass es gerade hier im Umfeld so viele dunkle Schaufenster gibt“, bedauerte sie.

Den mit Abstand wahrscheinlich größten Aufwand für diesen einen Abend hat Jana Dietz betrieben. Die Inhaberin der Modeboutique „Klee-Styl“ tat sich mit Friseurmeisterin Sissy Exner zusammen und bestellte gleich einen Truck, den sie vor dem ACC zum mobilen Laufsteg umfunktionierte. Massen über Massen wollten die Modenschau sehen.

Von Ellen Paul

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