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Altenburg Medicum schreibt wieder schwarze Zahlen – „Innere“ in Schmölln endgültig geschlossen
Region Altenburg Medicum schreibt wieder schwarze Zahlen – „Innere“ in Schmölln endgültig geschlossen
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00:20 18.08.2017
Klinikum-Geschäftsführerin Gundula Werner legt am Dienstag im Beisein des neuen kaufmännischen Direktors Matthias Stolze die Geschäftszahlen von 2016 vor. Quelle: Jens Rosenkranz
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Altenburg

Mit einem Minus von über einer halben Million Euro war das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ), eine Tochter des Klinikums Altenburger Land, 2014 in die roten Zahlen gerutscht. „Ab 2016 werden stetig steigende Überschüsse erwartet“, hatte daraufhin Geschäftsführerin Gundula Werner prophezeit. Sie sollte recht behalten. Auf der Bilanz-Pressekonferenz für das vergangene Jahr konnte Werner am Dienstag einen Gewinn von 416 000 Euro vorlegen.

„Darüber bin ich sehr, sehr froh“, sagte sie. Vor allem, weil das weitestgehend im schmucken Medicum untergebrachte MVZ in den ersten Jahren in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckte. Verantwortlich für die Misere waren mäßige Patientenzahlen sowie hohe Personalkosten – insbesondere für die notwendigen Physiker – in der Praxis für Strahlentherapie. Diese Belastung konnte durch die Anfang 2016 vollzogene Übergabe der Praxis an die SRH Poliklinik, eine Tochter des SRH Waldklinikums Gera, gemildert werden (OVZ berichtete). „Es war die richtige Entscheidung“, sagte Werner. Auch weil es gelungen sei, dass die Behandlung der Patienten trotz des Betreiberwechsels weiter vor Ort abgesichert werden konnte. Es sei allerdings nie ein Thema gewesen, die Station am Standort aufzugeben.

Auch das Klinikum selbst konnte 2016 rund 560 000 Euro Gewinn machen. Das zeige, dass der gesamte Klinik-Konzern, zu dem unter anderem die Krankenpflegeschule, die Krankenhaus-Service-Gesellschaft, die Schmöllner Heimbetriebsgesellschaft und die Gesellschaft für Rehabilitation, Therapie und Prävention gehören, auf einem guten Weg sei.

Dazu zählte Werner auch wichtige Investitionen, wie etwa in neue Räume für die Pflegeschule, den Bau des Regenrückhaltebeckens sowie in die begonnene und mit einem sehr hohen Aufwand verbundene Einführung digitaler Patientenakten. Ab dem 2. Oktober soll in einer neurologischen Station erstmals ohne Papier die Behandlung der Patienten dokumentiert werden. Wann dieses Vorhaben insgesamt abgeschlossen ist, vermochte die Geschäftsführerin nicht zu sagen, die den Prozess allerdings als große Herausforderung bezeichnete.

Bis zum Frühjahr 2018 soll die bereits vom Kreistag beschlossene Anschaffung eines 2,2 Millionen Euro teuren Magnetresonanztomographen über die Bühne gegangen sein. Das neue Drei-Tesla-MRT wird für eine höhere diagnostische Qualität und für eine bessere Bildschärfe sorgen. Wegen der größeren Magnetöffnung als herkömmliche Geräte erhöht sich außerdem der Komfort für die Patienten. Am 1. August ist außerdem die neue Klinik für Lungenheilkunde in Betrieb gegangen.

Erfolgreich verlief nach Ansicht der Geschäftsführerin auch die Arbeit der Gesellschaft für Rehabilitation, die von den Patienten gelobt werde. Das Konzept beinhaltet eine Therapie tagsüber, während die Patienten am Abend wieder zu Hause sind.

Auf Nachfrage räumte Werner ein, dass die Station für Innere Medizin am Standort Schmölln mittlerweile endgültig geschlossen wurde. Das Klinikum hatte Ende 2016 die zeitweise Schließung bis April 2017 verkündet, weil es dort an Ärzten fehlte. Doch auch im April wurde die Station nicht wieder eröffnet. Der Personalmangel konnte nicht behoben werden, sagte Werner. Da es auch Bedarf im Pflegebereich gebe, konzentriere man das Personal im Bereich der Inneren Medizin nun auf den Standort Altenburg.

Der Gebäudekomplex in Schmölln sei nach Ansicht der Geschäftsführerin trotz der Schließung weiterhin gut ausgelastet. Dort untergebracht sind unter anderem die Station für Palliativmedizin, das Schlaflabor, das MVZ sowie Teile der Verwaltung. Werner kündigte an, das Angebot in Schmölln mit einer neuen Station zu erweitern. Für Details sei es allerdings noch zu früh. Im Januar hatte Werner erklärt, dass der Standort Schmölln mit einer Fachabteilung für Altersmedizin (Geriatrie) aufgewertet werden solle (OVZ berichtete).

Von Jens Rosenkranz

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