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Medizin Altenburg bietet als einziger Verein Thüringens Trendsport Speedminton an

Medizin Altenburg bietet als einziger Verein Thüringens Trendsport Speedminton an

Die Sportart ist schnell, vielerorts spielbar und vor allem einmalig in einem Thüringer Verein. Speedminton erlebt seit zehn Jahren weltweit einen rasanten Aufstieg in der Trendsport-Szene und ist dank Alexander Gründel und Sindy Bräuer nun auch in Altenburg angekommen.

Altenburg. Von Monique Pucher

"Ich war total erstaunt, dass wir landesweit die Ersten sind, die eine solche Abteilung gegründet haben", erzählt der 28-Jährige, der gemeinsam mit seiner Freundin Sindy den Ball ins Rollen brachte. Angefangen hat alles damit, dass Alexander Gründel auf der Suche nach einer Reha-Sportart war. "Ich hatte Anfang vergangenen Jahres einen Autounfall und bin seitdem etwas gehandicapt, wollte aber dennoch in Bewegung bleiben", so der Molkerei-Fachmann.

Während eines Urlaubes lernte das Paar Speedminton kennen und war vom ersten Moment an begeistert. "Es hat einen gewissen Suchtfaktor. Wenn man einmal angefangen hat, möchte man nicht mehr aufhören, bis man total platt ist", verrät Sindy Bräuer, die ebenfalls aktiv spielt.

Zurück in der Heimat erkundigten sich beide, wie die Sportart auch hierzulande etabliert werden könnte. Nach einem Gespräch beim SV Medizin Altenburg stand fest, dass die Idee in einer neuen Abteilung des Vereins tatsächlich umgesetzt werden kann. Alexander Gründel übernahm sogleich die Leitung.

"Ich habe mich sehr gefreut, vor allem, dass wir gleich einen Platz zum Trainieren bekommen haben", meint der Hobby-Sportler. Nachdem alle Formalitäten geklärt waren und 1000 Flyer druckfertig bereitlagen, konnten sich die Speedminter erstmalig bei der Skater-Nacht auf dem Nobitzer Flugplatz Anfang September präsentieren. "Die Resonanz war wirklich erstaunlich. Wir hatten acht Schläger dabei, die den gesamten Abend über genutzt wurden", erzählt Gründel. Möglich machen das Spielen in der Dunkelheit sogenannte Night-Speeder - also Bälle, die leuchten.

Generell ist bei der Sportart nicht festgelegt, wo sie ausgeübt wird. Egal ob drinnen oder draußen, auf der Wiese oder auf Sand. Beim Speedminton ist vieles variabel. "Selbst wenn es etwas windig ist, können wir spielen, denn der Ball ist nicht so anfällig wie beim normalen Badminton", verrät Sindy Bräuer.

Das Spielgerät wird übrigens Speeder genannt, ist kleiner und schwerer als ein herkömmlicher Federball und kann bis zu 300 Kilometer pro Stunde schnell sein.

"Wir wurden vom Deutschen Speed-Badminton-Verband unterstützt, sodass wir ab September mit dem Training beginnen konnten", erzählt der Abteilungsleiter. "Nach der Skater-Nacht standen 27 Leute beim Training und wollten mitmachen. Mit einer solchen Resonanz hätten wir nicht gerechnet."

Mittlerweile liegt die Mitgliederzahl bei 20 im Alter von acht bis Mitte vierzig. Dienstags und donnerstags finden die Trainingseinheiten statt. "Derzeit spielen wir eher aus Spaß an der Freude, aber es ist geplant, dass wir spätestens nächstes Jahr auch im Liga-Betrieb mitspielen", sagt Alexander Gründel hoffnungsvoll.

Bis dahin möchten er und seine Freundin Sindy die Sportart möglichst noch populärer machen. "Mein Wunsch wäre es, ein Blackminton-Turnier zu organisieren, sprich ein Turnier in der Dunkelheit, aber noch fehlen uns die nötigen Sponsoren, um so etwas auf die Beine zu stellen."

www.speed-badminton-altenburg.de

Regeln beim Speedminton

Das Spielfeld besteht aus zwei circa 30 Quadratmeter großen Spielflächen, die 12,80 Meter voneinander entfernt sind. Netze gibt es nicht.

Ein Satz endet bei 16 Punkten. Für einen Sieg benötigt ein Spieler jedoch zwei Punkte Vorsprung. Der Sieger eines Matches braucht drei Gewinnsätze.

Ziel ist es, den Ball im gegnerischen Feld zu platzieren. Punkte gibt es auch, wenn der Ball im Aus landet, den Körper berührt, auf dem Boden landet oder doppelt geschlagen wird.

Speedminton kann sowohl im Einzel als auch im Doppel gespielt werden.

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