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Altenburg Medizintechnik für 400 000 Euro weg
Region Altenburg Medizintechnik für 400 000 Euro weg
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20:35 13.08.2014
... aber offenbar kein Problem für die professionell vorgehenden Diebe, die die Technik aus der ersten Etage des Hauptgebäudes holen. Quelle: Frank Schmidt

Von Günter Neumann und Jörg Wolf

Polizei und Klinikum informierten erst gestern über die Tat. "Dies geschah in Absprache mit den Verantwortlichen im Klinikum. Dazu sind wir als Polizei verpflichtet", sagte die Sprecherin der Landespolizeiinspektion Gera, Marleen Wedel, auf OVZ-Anfrage.

Der Tatzeitraum liegt nach Polizeiangaben zwischen Sonnabend, gegen 11.30 Uhr, und Sonntag, gegen 16.15 Uhr, als Mitarbeiter des Hauses den Einbruch bemerkten. Die Endoskopie befindet sich in der ersten Etage des Hauptgebäudes. Sie wird nach Angaben einer Klinikum-Sprecherin in der Regel nur von Montag bis Freitag genutzt, die Patienten sind zumeist vorbestellt. Der Bereich sei - wie das gesamte Klinik-areal - videoüberwacht. Unklar ist nach OVZ-Informationen derzeit aber, ob die Kameras verwertbare Bilder von möglichen Tatverdächtigen speicherten.

Mit detaillierteren Angaben zur Tat halten sich die ermittelnde Altenburger Kripo und die Geschäftsführung des Klinikums zurück. "Aus ermittlungstaktischen Gründen", wie Polizeisprecherin Wedel bestätigte, die zugleich erklärte, dass sich die Polizei "auch an keinerlei Spekulationen zum Tatverlauf sowie den Hintergründen beteiligt".

Ziemlich offen wird allerdings davon gesprochen, dass die Tat von langer Hand vorbereitet sein musste und die Einbrecher gezielt vorgingen. "Es macht ja keinen Sinn, Endoskopiegeräte zu stehlen, ohne schon einen Abnehmer zu haben", ließ ein Ermittler durchblicken. Und es könnte durchaus sein, dass das 1996 eröffnete Haus am Altenburger Stadtwald von organisierten Tätern heimgesucht wurde, die mindestens schon einmal zugeschlagen haben: Im Juni wurde im Krankenhaus im sächsischen Stollberg eingebrochen. Die Beute der Täter waren auch dort hochwertige Gerätschaften. Auf jeden Fall prüfe man mögliche Zusammenhänge.

Gestohlen wurden mehrere Geräte von der Größe eines Computers, die nach Experten-Angaben nicht von einer, "sondern mindestens von drei Personen" abtransportiert und wahrscheinlich mit einem Fahrzeug wegschafft wurden.

"Das Wichtigste nach diesem Vorfall war es uns, sicherzustellen, dass die uneingeschränkte Behandlung unserer Patienten garantiert ist", erklärte Dr. Lutz Blase, Geschäftsführer des Klinikums. Die sei durch den Einsatz der noch vorhandenen Technik sowie durch umgehend besorgte Leihgeräte möglich. Die gestohlenen Geräte sollen baldmöglichst durch neue Geräte ersetzt werden.

"Es ist schwierig, in einem so großen und öffentlichen Gebäudekomplex, der rund um die Uhr für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter zugänglich sein muss, angemessene Sicherheitsvorkehrungen zu treffen", gab der Geschäftsführer zu bedenken.

Jörg Wolf

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