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Mega-Sperrung in Altenburg: Käthe-Kollwitz-Straße bis Jahresende dicht

Verkehrschaos befürchtet Mega-Sperrung in Altenburg: Käthe-Kollwitz-Straße bis Jahresende dicht

Ab 13. Februar erwartet die Altenburger die größte Verkehrseinschränkung seit Jahren. Wie die Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte, wird die Käthe-Kollwitz-Straße voraussichtlich bis Jahresende voll gesperrt.

Der Anfang für das Regenrückhaltebecken am Altenburger Teichknoten ist getan. Dieses ist der Grund für die Vollsperrung der Käthe-Kollwitz-Straße bis Jahresende.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Den Platz für seinen Pranger hat Martin Wenzel schon gewählt. „Auf den Markt“, antwortete der Werkleiter des Wasserver- und Abwasserentsorgungsbetriebes Altenburg (Waba) am Donnerstag auf die Frage von Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD), wohin er den Schandpfahl haben wolle. Hintergrund des humorvollen Geplänkels ist aber ein ernster. Denn ab 13. Februar bis voraussichtlich 31. Dezember erwartet die Altenburger die größte Verkehrseinschränkung seit Jahren: Die Käthe-Kollwitz-Straße wird voll gesperrt – und zwar zwischen Teichknoten und der Baustelle des Regenrückhaltebeckens.

Das Bauwerk und sein Anschluss ans Abwassernetz sind auch die Gründe für die Sperrung der wichtigsten Verbindung zwischen Innenstadt und Südost über zehneinhalb Monate. „Wir müssen großflächig den Abwasserkanal tauschen und schmutzwasserseitig die Anbindung des Beckens herstellen“, sagte Wenzel. „Wir haben keine Wahl, als massiv in den Verkehrsraum einzugreifen. In der Kollwitz-Straße liegen die Känale nicht am Rand, sondern in der Mitte der Fahrbahn.“

Die Folgen sind immens. Denn der Verkehr aus Südost in die City wird über die Heinrich-Heine- und Münsaer Straße umgeleitet. Die Kollwitz-Straße wird ab dem Knoten Heine-Straße zur Sackgasse. Gleiches gilt für die Mauerstraße, die zugleich in beide Richtungen befahrbar wird. Deshalb werden dort auch Parkplätze verschwinden.

Doch damit nicht genug. So wird der Verkehr von der August-Bebel-Straße/Teichstraße an der Baustelle vorbeigeleitet, was zunächst über die stadteinwärts führende Spur geschieht. Später geht es wieder über die reguläre Spur. In die Kollwitz-Straße kommt man aber in beiden Bauphasen nicht. Dafür gibt es eine Umleitung über Zwickauer Straße und Kreuzstraße, die weiter über Heine-Straße und Münsaer Straße führt. Der Verkehr aus Richtung Zwickauer und Paditzer Straße wird ebenfalls über die Kreuzstraße umgeleitet. Das kostet in den beiden letztgenannten Fällen auch Parkplätze, weil Halteverbote eingerichtet werden.

Zudem schaltet man die Ampel am Großen Teich ab und ersetzt sie durch eine Baustellenampel. Eine mobile Ampel gibt es auch an der Kreuzung Zwickauer/Paditzer Straße. Und auch der Fuß- und Radweg am Teich wird zunächst Baustelle. Das ändert sich erst in der zweiten Phase wieder.

Durch die Sperrung die geänderte Verkehrsführung fürchtet OB Wolf „ein Totalchaos“ – und dass er die Kreuzstraße im Anschluss gleich sanieren kann. Auch auf die Marstall- und Parkstraße sieht der Rathauschef eine starke Belastung zukommen. „Ich hoffe jedoch, dass die Wallstraße bis dahin fertig wird.“

Das versicherte Wenzel. Denn die Arbeiten in der Wallstraße sollen bis 10. Februar abgeschlossen sein. Dass man nicht erst im Frühjahr in die heiße Phase des 2,2 Millionen Euro teuren Projekts eintritt (die OVZ berichtete), sondern schon Mitte Februar, begründete der Waba-Chef wie folgt: „Wir und die Firmen sind so weit, dass wir die Maßnahme möglichst noch in diesem Jahr zu Ende bringen wollen. Sonst wären noch die Unwägbarkeiten des Winters hinzugekommen und wir hätten bis Mai 2018 gebraucht.“

Nötig ist das Regenrückhaltebecken, weil die Kanalisation zwischen Kollwitz- und Zwickauer Straße ihre Kapazitätsgrenze längst erreicht hat. Immer wieder konnten und können Baugenehmigungen nur mithilfe wasserrechtlicher Ausnahmen erteilt werden.

Von Thomas Haegeler

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