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Altenburg Mega-Sperrung in Altenburg verlängert: Käthe-Kollwitz-Straße bis Mitte 2018 dicht
Region Altenburg Mega-Sperrung in Altenburg verlängert: Käthe-Kollwitz-Straße bis Mitte 2018 dicht
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00:20 17.09.2017
Die Baustelle am Teichknoten sorgt dafür, dass die Käthe-Kollwitz-Straße weitere Monate für den Verkehr gesperrt bleibt. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Anwohner und Autofahrer sollten sich setzen und durchatmen: Die Käthe-Kollwitz-Straße in Altenburg bleibt über das Jahresende hinaus voll gesperrt. Und zwar nicht nur ein paar Wochen, sondern mehrere Monate. Das räumte Ulrich Vanheiden, Projektleiter der Energie- und Wasserversorgung Altenburg (Ewa), am Mittwoch vor der Presse ein, nachdem die OVZ sich nach dem Stand beim Bau des Regenüberlaufbeckens am Teichknoten erkundigt hatte. Wie lange, genau konnte Vanheiden nur umreißen: „Über die Winterperiode plus drei Monate.“ Das heißt: Bis Mai/Juni 2018 bleibt die seit Februar gesperrte wichtige Verbindung zwischen Innenstadt und Südost dicht.

„Die Fertigstellung der Käthe-Kollwitz-Straße zum Ende des Jahres ist unrealistisch“, sagte Vanheiden, der am Mittwoch seinen eigentlich angekündigten Chef Martin Wenzel aus unbekanntem Grund vertreten musste. „Wenn die Möglichkeit besteht, werden wir die Straße halbseitig eher wieder freigeben.“ Als weiteres „Kampfziel“ bezeichnete der Projektleiter die zweispurige Freigabe der Teichvorstadt und der Zwickauer Straße, die derzeit halbseitig stadteinwärts gesperrt sind, zum Jahresende. Dafür müsse jedoch das Wetter stimmen. „Da darf nichts weiter dazwischen kommen.“

Dazwischen gekommen ist beim Bau des Regenüberlaufbeckens, das die Kanalisation in Südost sowie zwischen Zwickauer und Kollwitz-Straße entlasten soll, schon eine ganze Menge. Ursprünglich sollte damit bereits 2015 angefangen werden, was wegen fehlender Fördermittel nichts wurde. Nach dem Baustart Ende Oktober dauerte es kein Vierteljahr, bis im Februar ein Kommunikationsdesaster zutage trat. So wussten wenige Tage vor Beginn weder Anwohner und Gewerbetreibende noch der Müllentsorger Remondis von den umfangreichen Straßensperrungen. Im Frühjahr folgte die nächste Hiobsbotschaft: Trotz Baugrunduntersuchung tauchte ein Porphyrfels auf, der Spezialbohrer und Sprengungen nötig machte. Und schließlich soff die Baustelle nach mehreren Gewittern mehrfach ab. „Mit den entsprechenden Begleiterscheinungen wie Geröll und Schlamm“, sagte Vanheiden. „Das kostet Zeit und macht zusätzlichen Aufwand nötig.“

In der Konsequenz trieben die zeitfressenden Hindernisse auch die Kosten nach oben. Auf derzeit circa 100 000 Euro beziffert der Ewa-Experte die Mehrkosten des ursprünglich mit 2,2 Millionen Euro veranschlagten Projektes.

Laut Vanheiden hat man alles versucht, den Verzug wieder hereinzuholen. So wurde im gesamten ersten Jahr an drei bis vier Stellen, an Kanälen und Becken parallel gearbeitet. „Der Einsatz weiterer Bautrupps war nicht möglich, da sonst keine Transportwege mehr zur Verfügung gestanden hätten“, erklärte der Projektleiter. Man sei nun zuversichtlich, das Gesamtprojekt bis Mitte 2018 fertig zu bekommen. „Die Zeit ist aber extrem knapp.“

Immerhin ist das eigentliche Becken weitgehend fertig und wird derzeit getestet. Im November muss es in Betrieb genommen werden, um den ehrgeizigen Zeitplan noch halten zu können. Dafür müssen aber zuvor alle anderen Leitungen und Kanäle verlegt und eingebunden werden. Das geht bei Frost aber genauso wenig wie Asphaltarbeiten. Jedoch hängt daran wiederum die Freigabe von Teichvorstadt und Zwickauer Straße zum Jahresende.

Im neuen Jahr sollen dann unter anderem noch ein kleiner Abwasserkanal in der Käthe-Kollwitz-Straße und zahlreiche Steuer- und Elektroleitungen verlegt werden. Zudem entstehen eine Zisterne und Parkplätze und die Oberflächen werden wiederhergestellt. Auch soll der alte Drosselschacht am Großen Teich vom Netz gehen und verfüllt werden. Dabei wird es im Frühjahr/Sommer erneut zu Behinderungen am Teichknoten kommen.

Von Thomas Haegeler

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