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Altenburg Mehr Leute, weniger alte Fälle, kürzere Verfahren und keine Rügen
Region Altenburg Mehr Leute, weniger alte Fälle, kürzere Verfahren und keine Rügen
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13:18 23.02.2018
Das Amtsgericht Altenburg in der Burgstraße erfreut sich seit einigen Wochen über eine personelle Verstärkung. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Das Amtsgericht Altenburg ist durch neue Mitarbeiter seit Ende 2017/Anfang 2018 personell so gut ausgestattet, wie seit Jahren nicht mehr. Das teilt der amtierende Direktor Alexander Reichenbach in einer Presseerklärung mit. Er nimmt damit Bezug auf OVZ-Berichte vom Wochenende. In diesen wurden Vorwürfen von Rechtsanwälten und anderen Betroffenen nachgegangen, wonach Personalmangel vor allem bei Richtern, Rechtspflegern und im Grundbuchamt zu teils erheblichen Verzögerungen geführt haben sollen. Der Dienstvorgesetzte des Amtsgerichts, Landgerichtspräsident Peter Granderath, hatte dies zurückgewiesen und von einer auskömmlichen Mitarbeiterzahl in Altenburg gesprochen.

Der tatsächliche Personalbestand am Amtsgericht sei sogar noch besser, als zuletzt dargestellt, vor allem wegen der Zugänge Ende 2017 und Anfang 2018, erklärt nun Reichenbach. In diesem Zeitraum wurde dem richterlichen Dienst eine weitere junge Proberichterin zugewiesen, die derzeit die strafrechtliche Abteilung verstärkt, nachdem ein Kollege an das Landgericht Gera gewechselt war.

Im Bereich der Geschäftsstellen und des Schreibdienstes seien in den vergangenen etwa drei Monaten insgesamt vier neue Mitarbeiterinnen hinzugekommen, zwei davon unbefristet, eine weitere als Elternzeitvertreterin und eine vierte im Zusammenhang mit der Eröffnung des elektronischen Rechtsverkehrs zum 1. Januar 2018. Damit übersteige der Personalbestand im mittleren Dienst den Bedarf und sorge einer anstehenden Pensionierung 2018 vor, erklärt Reichenbach.

Im Rechtspflegerdienst kam es 2017 zu zwei nur schwer kalkulierbaren Ausfällen. Eine Kollegin befinde sich derzeit in Mutterschutz. Eine weitere Kollegin habe sich kurzfristig entschieden, ihren Ruhestand deutlich früher anzutreten, als zunächst geplant. Obwohl Rechtspfleger nur sehr schwer zu bekommen seien, konnte dem Amtsgericht Ende 2017 eine junge Absolventin zugewiesen werden. Weitere Verstärkung sei vom Landgericht Gera avisiert.

Mit dieser Personalentwicklung verstetige sich ein zwar nicht ungebrochener, aber ein seit einigen Jahren anhaltender positiver Trend, erklärt Reichenbach. Und das trotz krankheitsbedingter und damit nicht vorhersehbarer Ausfälle. In dessen Ergebnis sei es dem Amtsgericht bereits gelungen, die Dauer einzelner Verfahren spürbar zu verkürzen und vor allem Altbestände in erheblichem Umfang abzubauen. „Dies gilt auch für die Grundbuchabteilung.“ Dieser Bestandsabbau wird derzeit weiter fortgesetzt. „Vor diesem Hintergrund gibt es gegenwärtig praktisch keine, zumal keine berechtigten Verzögerungsrügen oder sonstige Beschwerden wegen langer Verfahrensdauer mehr.“

Von Jens Rosenkranz

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