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Altenburg Mehr Sicherheit für Adebar und Co. - Envia rüstet Mittelspannungsnetz mit Isolatoren aus / Unternehmen investiert rund 800 000 Euro
Region Altenburg Mehr Sicherheit für Adebar und Co. - Envia rüstet Mittelspannungsnetz mit Isolatoren aus / Unternehmen investiert rund 800 000 Euro
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17:35 09.12.2012
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Altenburg

Alle Maßnahmen würden fristgerecht bis zum Ende des laufenden Jahres abgeschlossen sein, heißt es in einer Presseerklärung des Energieunternehmens. "Wenn sich große Vögel auf einem Strommast niederlassen, laufen sie an Mittelspannungsfreileitungen Gefahr, mit ihren Flügeln eine Verbindung zwischen den Leiterseilen herzustellen und einen Stromschlag zu erleiden. Das betrifft zum Beispiel Störche oder Milane, deren Flügel eine hohe Spannbreite aufweisen", so Adolf Schweer, technischer Geschäftsführer der Mitnetz Strom.

Im Landkreis Altenburger Land wurden seit 2008 insgesamt rund 1900 Masten mit schützender Technik ausgerüstet. In den meisten Fällen wurden die Stromleitungen in der Nähe des Mastes mit einer isolierenden Kunststoffhaube abgedeckt, sodass sich die Vögel gefahrlos auf dem Mast niederlassen können. Die gleiche Technik wurde bei rund 90 Turm-Trafostationen eingesetzt.

Eine weitere Maßnahme zum Vogelschutz sind Erdkabel. Seit 2008 seien im Landkreis Altenburger Land rund 80 Mittelspannungsfreileitungen unterirdisch verlegt worden, wodurch auch ungefähr 700 Masten entfallen, so Mitnetz Strom weiter. Ein Beispiel sei die Freileitung von Romschütz über Großtauschwitz nach Gimmel auf einer Länge von rund 6,8 Kilometern.

Im gesamten Envia-Netzgebiet, das sich über Teile von Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erstreckt, wurden in den vergangenen fünf Jahren knapp 49 000 Masten und rund 1400 Turmstationen umgerüstet sowie mehr als 1800 Kilometer Mittelspannungsfreileitungen verkabelt. Mitnetz Strom investierte dafür rund 20,6 Millionen Euro.

"Bei allen Maßnahmen arbeiten wir mit Naturschutzverbänden und Umweltbehörden Hand in Hand. Das betrifft nicht nur die Nachrüstungen zum Vogelschutz an Mittelspannungsfreileitungen. Auch zu regulären Vorhaben beim Netzausbau stimmen wir uns regelmäßig mit den Verbänden und Behörden ab", so Schweer weiter.

Darüber hinaus setze sich Mitnetz Strom aktiv für den Vogelschutz ein, erklärt das Unternehmen in dem Presseschreiben. So würden beispielsweise Brut- und Nisthilfen für Falken, Fischadler und Störche errichtet. Weiterhin unterstütze der Envia-Netzbetreiber die Naturschutzverbände bei der Beringung von Fischadlern und Störchen. Zudem werden außer Betrieb gestellte Turmstationen für einen symbolischen Betrag an Naturschutzorganisationen verkauft, die darin dann "Vogelhotels" für Eulen, Fledermäuse, Mauersegler oder Mehlschwalben einrichten.

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