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Altenburg "Mehr geht nicht"
Region Altenburg "Mehr geht nicht"
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20:22 18.05.2014

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"Damit hat Altenburg erneut Geschichte geschrieben", sagte Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU). Die Ausstellungen im Schloss und in der Batholomäikiche seien unverzichtbare Beiträge zur Reformationsdekade und eine wichtige Station zum Weltereignis 2017, wenn das 500-jährige Reformationsjubiläum gefeiert wird. "Mehr geht nicht", lobte Lieberknecht die Leistungen der Beteiligten und würdigte damit auch die glänzende Eröffnungsveranstaltung im Festsaal.

Mit der Würdigung Spalatins rücke Altenburg in den Fokus der Kultur- und Geistesgeschichte. Für das Kulturland Thüringen sei dies ein denkwürdiger und ein besonderer Tag. "Was wir hier erleben, ist etwas Außergewöhnliches", sparte Lieberknecht nicht mit Anerkennung. Die Politikerin verband mit der Ausstellung auch die Mahnung, das reiche kulturelle Erbe zu bewahren und nicht aus dem Gedächtnis zu verlieren. Gerade bei Spalatin, dem Weggefährten und Ratgeber Luthers und dem Steuermann der Reformation, habe es 500 Jahre gedauert, ehe dessen Bedeutung erkannt wurde.

"Wir sind stolz auf Spalatin und stolz auf diese tolle Ausstellung in unserer Stadt", sagte Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD). Da man mit Spalatin eine historische Persönlichkeit vorweisen könne, "war es konsequent, diesen Trumpf auszuspielen", nahm Wolf Bezug auf das Skatspiel, mit dem Altenburg meist in Verbindung gebracht wird, was aber längst nicht alles sei, was diese Stadt zu bieten habe. Mit der bis zum 2. November andauernden Exposition im Schloss und der Dauerausstellung in der Bartholomäikiche werde Kirche erlebbar. Für seine Stadt sei es ein Glücksfall, dass sie von der Landesregierung bei ihrem Vorhaben unterstützt wird, in die Reihen der Luther-Städte aufgenommen zu werden. Für Wolf sind die Ausstellungen ein bedeutender Meilenstein im Rahmen der Luther-Dekade. Es sei eine gemeinsam erreichte große Leistung. "Ich bin stolz, dass das kleine Altenburg beim Thema Reformation eine so große Rolle spielt und das kulturelle Leben in Thüringen bereichert." Der OB hofft, dass deswegen viele Menschen in die Kreisstadt kommen und davon auch der Tourismus profitiert.

Georg Spalatin (1484 - 1545) begann sein Wirken in Altenburg mit seiner Berufung zum evangelischen Pfarrer der Bartholomäikirche am 5. August 1525. Geboren wurde er in Spalt bei Nürnberg, woher auch sein Name rührt. Der Bürgermeister dieses 5000 Einwohner zählenden Städtchens, Udo Weingart, überbrachte am Sonnabend deswegen die Grüße seiner Bürger. Auch in seiner Gemeinde wurde Spalatin lange unterschätzt. Der Bürgermeister sprach die Hoffnung aus, dass sich aus der beide Orte verbindenden Ausstellung auch eine Partnerschaft entwickelt. Schon in dieser Woche werden die ersten Bürger im Bus von Spalt nach Altenburg reisen, um sich die Stadt und natürlich beide Ausstellungen anzusehen, kündigte Weingart an.

Nach der offiziellen Eröffnung sah sich Christine Lieberknecht gemeinsam mit Landesbischöfin Ilse Junkermann als Erste die Ausstellung im Schloss an. Beide hatten die Schirmherrschaft für das Vorhaben übernommen, weshalb Lieberknecht meinte, dass dies eigentlich eine Schirmfrauschaft sei.

Die Öffentlichkeit konnte die Ausstellung erstmals gestern Vormittag ansehen. Als erste Besucher wurden Christl und Günter Kahnt aus Altenburg begrüßt. Außerdem führten Schüler des Spalatin-Gymnasiums Besucher an Wunschorte der Reformation in der Stadt und es gab Führungen in der Bartholomäikirche.

Jens Rosenkranz

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