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Altenburg Meilenstein zum Jubiläum
Region Altenburg Meilenstein zum Jubiläum
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19:24 31.10.2013

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Es dient der Bildung und Begegnung, dem Tourismus, aber auch der Fürsorge für Bedürftige.

Sechsmal musste der Fördermittelantrag umgeschrieben werden, ehe das Geld tatsächlich bewilligt wurde, erinnerte Pfarrer Reinhard Kwaschik an eine der vielen Hürden, die bis gestern überwunden werden mussten. Es bedurfte Beharrlichkeit, Gebete und Geduld, was die finanzielle Unterstützung betraf. Letztendlich sei es gelungen, dafür die Herzen und Türen zu öffnen.

Der Pfarrer bezog sich damit indirekt auch auf die lange Zeit, die von der Idee bis zur Einweihung verging. Denn schon vor über elf Jahren entschlossen sich Christen, angespornt durch Reisen in Europa, in Altenburg ein Pilger-Informationszentrum zu gründen. In Anlehnung an diesen Entschluss entstand das Informations- und Kommunikationszentrum am Lutherweg, wie die offizielle Bezeichnung lautet. Herzstück ist der Luthersaal, der ehemalige Konfirmandensaal im Gotteshaus. Festlich beleuchtet, mit sieben Tischen, Stühlen, einer großen Holzbank, Garderobe, Küche und mit Bild- und Tontechnik ausgestattet, soll dieser herrliche Saal vor allem Touristen einen Raum zur Bildung und Information anbieten. Zielgruppen sind ebenso Bürger der Region, ob nun Christen oder nicht. Mit Kenntnissen über die Reformationsorte der Stadt ausgerüstet, können sie von dort Rathaus, Bartholomäikirche, Rote Spitzen, Schloss und den Standort des Wohnhauses von Luthers Wegbegleiter, Georg Spalatin, erkunden - einschließlich des Lutherweges, dessen fünf Routen allesamt durch die Kreisstadt führen. Auch die Altenburger Akademie wird hier ihr Domizil erhalten.

Eine Etage tiefer, dort wo sich lange Zeit die Holzwerkstatt befand, gibt es nun eine Wärmestube für Bedürftige, genannt Raum der Begegnung, in der täglich warmes Essen ausgegeben und armen Menschen Rat und Hilfe angeboten werden.

Mit neuen Toiletten auf diesem Geschoss verbessern sich die sanitären Verhältnisse in der Brüderkirche enorm, da bis dahin ein einziges WC vorhanden war. Im Außenbereich wurde außerdem eine behindertengerechte Toilette errichtet. Auf dem Weg dorthin können fortan auch Rollstuhlfahrer die Kirche erstmals völlig problemlos erreichen. Ganz fertig ist dieser Zugang, der von der Brüdergasse beginnend in der Dunkelheit beinahe phänomenal beleuchtet wird, noch nicht.

Für all dies wurden Kosten in Höhe von rund 270 300 Euro veranschlagt. Den Großteil davon, 183 000 Euro, stellte der Freistaat in Form der Wachstumsinitiative für den Landkreis zur Verfügung. Die Sparkassenstiftung beteiligte sich mit 45 000, die Kirche selbst mit 28 000 Euro. Obwohl noch nicht alles fertig ist, wird dieses Geld reichen, kündigte Kwaschik an. "Wir sind schließlich nicht in Berlin, Leipzig oder Limburg", setzte der Pfarrer Seitenhiebe auf die ausufernden Kosten bei Flughafen, S-Bahn-Tunnel und dem Protzbau eines Katholischen Bischofs.

Kwaschik würdigte die Einweihung als wichtigen Meilenstein bis zum 500-jährigen Jubiläum der Reformation 2017. Bis dahin muss Altenburg als Schwerpunktregion der Reformationsdekade an seiner Aufgabe arbeiten, Georg Spalatin bekannter zu machen. Eine Ausstellung, die am 18. Mai im Schloss eröffnet wird, soll dabei helfen. Schon im Januar wird Thüringen sein Themen-Jahr "Reformation und Politik" in Altenburg einläuten. © Kommentar

Jens Rosenkranz

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