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Altenburg Meißnerstraße 11 erhält diesjährigen Denkmal-Preis
Region Altenburg Meißnerstraße 11 erhält diesjährigen Denkmal-Preis
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16:43 24.08.2018
Der diesjährige Altenburger Denkmalpreis wird für die Fassadensanierung der Meißnerstraße 11 verliehen. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Die Entscheidung ist gefallen: Der mit 2500 Euro dotierte Johann-Georg-Hellbrunn-Preis der Stadt Altenburg geht in diesem Jahr an Kurt und Maria Schlenker aus Ingolstadt, teilte Jürgen Fröhlich von der Unteren Denkmalschutzbehörde am Donnerstag mit. Das Ehepaar wird damit für seine in den Augen der Fachjury vorbildliche Leistung bei der Fassadeninstandsetzung des Jugendstilwohnhauses in der Meißnerstraße 11 geehrt.

Das dreigeschossige Gebäude war einst 1911 vom Bauunternehmer Ernst Barthel für den Tischler Louis Müller errichtet worden und ist inzwischen wesentlicher gestaltungsbildprägender Bestandteil des Denkmalensembles „Stadterweiterung um 1910“. Das Erdgeschoss des Gebäudes wurde dabei jahrelang als Gaststätte „Bürgergarten“ genutzt und später zum Wohnraum umgestaltet.

Gebäudeinstandsetzung begann bereits 2016

Bereits 2016 hatten die Eheleute Schlenker mit der kompletten Instandsetzung des Gebäudes begonnen. Im Zuge der Arbeiten habe ein besonderes Augenmerk auf der Rekonstruktion des zerstörten Frontspießes mit Bekrönungselementen im Dachbereich der Straßenfassade gelegen, heißt es dazu von Seiten der Stadt. Auch den Stuckelementen der Fassade sowie der denkmalgerechten Erneuerung der Holzrahmenfenster und der Aufarbeitung der über 100 Jahre alten Eingangstür sei viel Mühe gewidmet worden.

Kurt und Maria Schlenker sind bereits seit 1994 in Altenburg tätig und haben in dieser Zeit bislang die ebenfalls zum Denkmalensemble gehörenden Häuser in der Meißnerstraße 9 und 15, der Körnerstraße 7 und der Martin-Luther-Straße 3 komplett instand gesetzt. Alle Arbeiten wurden jeweils von regional ansässigen Unternehmen durchgeführt.

Gewinner wurde erst im zweiten Anlauf ermittelt

Im Vorfeld der Entscheidung hatte es Kontroversen um die Preisverleihung gegeben. So sollte zunächst die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Altenburg für die umfangreiche Restaurierung der Apsis in der Agnes-Kirche ausgezeichnet werden. Da die Kirchgemeinde als Körperschaft öffentlichen Rechts wegen der Vergaberichtlinien den Preis nicht hätte bekommen dürfen, musste die Entscheidung revidiert werden, was für Unstimmigkeiten zwischen Jury und Kirchgemeinde gesorgt hatte (OVZ berichtete). Jury-Mitglied Jutta Penndorf (Stadtforum/Grüne) ging im Zuge der Verkündung noch einmal auf den Vorfall ein und appellierte an die Beteiligten, „etwas so Wunderbares wie den Denkmalpreis nicht aus Eigeninteresse zu zerreden.“

Die Kirchgemeinde wird für ihre Leistung nun ebenso mit einer Anerkennungsurkunde bedacht wie die Erbengemeinschaft Bruno Wagner, die sich um die Fassadeninstandsetzung an der Wallstraße 35 verdient gemacht hat. Ebenfalls per Urkunde gewürdigt wird der Förderverein Zukunftswerkstatt Paul-Gustavus-Haus, dessen Mitglieder sich seit Langem um die Sicherung und den Erhalt des historisch bedeutsamen Gebäudes in der Wallstraße 29 bemühen.

Preisverleihung am 7. September

Verliehen wird der Johann-Georg-Hellbrunn-Preis traditionell im Rahmen des 14. Marstallkonzerts zur Eröffnung des Tag des offenen Denkmals am Freitag, dem 7. September. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr.

Von Bastian Fischer

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