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Messerschmidt-Nachbau: Neue Attraktion für Nobitzer Flugwelt

Aus dem Metallbaukasten Messerschmidt-Nachbau: Neue Attraktion für Nobitzer Flugwelt

Mehrere Tage hat Andy Drabek am Aufbau der neuesten Attraktion im Museum Flugwelt gearbeitet. Seit Montag kann das ganz spezielle Modell im Maßstab 1:5 einer Messerschmidt Bf 109 bestaunt werden. Speziell ist der Nachbau schon, besteht er doch zu einhundert Prozent aus Teilen von Metallbaukästen, wiegt stolze 42 Kilogramm und ist rund zwei Meter lang.

Hat eine Messerschmidt Bf 109 aus Metallbaukästen nachgebaut: Andy Drabek.
 

Quelle: Mario Jahn

Nobitz.  Mehrere Tage hat Andy Drabek am Aufbau der neusten Attraktion im Museum Flugwelt gearbeitet. Seit Montag kann das ganz spezielle Modell im Maßstab 1:5 einer Messerschmidt Bf 109 bestaunt werden. Speziell ist der Nachbau schon, besteht er doch zu einhundert Prozent aus Teilen von Metallbaukästen, wiegt stolze 42 Kilogramm, ist rund zwei Meter lang und hat eine Spannbreite von 1,80 Metern.

Gebaut hat das Teil Flugzeugfan Andy Drabek, der damit zwei Leidenschaften vereinte. „Ich sammle seit Jahren solche Metallbaukästen“, sagt der 43-Jährige. Speziell jene, die viele von Drabeks Altersgenossen noch aus der DDR kennen und die als Construction-Kästen in zahlreichen Haushalten zu finden waren. „Schon Ende der 1980-er Jahre habe ich gemeinsam mit einem Kumpel diese Leidenschaft fürs Sammeln entdeckt. Im Laufe der Zeit waren so 78 Kästen zusammen gekommen“, erzählt Drabek.

Einige Jahre schlummerte allerdings dieses Hobby. Einerseits, weil Drabek umzog und eine Ausbildung absolvierte. „Aber so um das Jahr 2003 herum war das Interesse dafür wieder da. Und ich habe solche Kästen weiter gesammelt. Inzwischen sind so um die 350 zusammen gekommen. Unter anderem stöberte Drabek dabei im Internet oder auf diversen Sammlerbörsen herum. Und selbst die alte Metallbaukastenfirma aus DDR-Zeiten existiert bis zum heutigen Tag. „Nach der Wende kauften Mitarbeiter das Unternehmen von der Treuhand und führten es in Eigenregie weiter. Solche Metallbaukästen gibt es deshalb bis heute.“

Und irgendwann wollten diese abertausend Teile auch irgendwie verbaut werden. „Erst hatte ich das Modell eines Düsenjets gebaut, was auch mehrere Jahre in Anspruch genommen hat. Denn bevor ich mich ans Schrauben machte, musste ich akribisch sämtliche Flugzeugdetails erforschen und das Modell quasi anhand von Kopien der Originalpläne nachkonstruieren.“

Ähnlich lief das bei der Messerschmidt, bei der übrigens Teile des Vorgängerjets Wiederverwendung fanden. „Allein die Vorbereitungen dauerten um die drei Jahre“, erinnert sich der 43-Jährige. Und der Bau des Flugzeug dauerte nochmals sieben Jahre. „Wirklich jedes Detail hat da Beachtung gefunden“, sagt der Erbauer nicht ohne Stolz. Wie viele Schrauben er dafür genau verbaute, vermag er beileibe nicht mehr zu sagen. „Bestimmt um die 100 000 bis 120 000 werden wohl sein.“

Im Museum Flugwelt steht die Messerschmidt nun als Dauerleihgabe, wird eines Tages also nicht das gleiche Demontageschicksal erleiden wie der vorangegangene Düsenjet. Aber Andy Drabek hat durchaus noch weitere Modellbaupläne: „Aus den Metallbaukästen hätte ich noch ausreichend Teile für ein bis zwei weitere Modelle dieser Art. Aber ein Flugzeug soll das dann nicht werden.“ Eher kann sich der Bastler vorstellen, etwas in Richtung Eisenbahn entstehen zu lassen.

In den Ferien ist das Museum Flugwelt an Wochentagen geöffnet: Von Montag bis zum Freitag ist jeweils von 10 bis 16 Uhr sowie sonnabends, sonntags sowie feiertags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Von Jörg Wolf

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