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Altenburg Meterhohe Schutzwände in Altenburg
Region Altenburg Meterhohe Schutzwände in Altenburg
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07:00 28.08.2017
Lärmschutzwände sollen Bahnlärm von der Umgebung fernhalten. Quelle: Andre Kempner
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Altenburg

Auf das nördliche Altenburger Stadtgebiet und Teile der Innenstadt kommt Großes zu. Die Deutsche Bahn beabsichtigt den Bau von bis zu fünf Meter hohen Lärmschutzwänden, die benachbarte Anwohner vor zu viel Beschallung von den Gleissträngen bewahren sollen. Die Barrieren sind allerdings ein optischer Einschnitt ins Stadtbild. Weshalb am 29. August ab 18.30 Uhr im Altenburger Rathaus zunächst einmal über die Gestaltung gesprochen werden soll. Öffentlich.

„Betroffen ist der Bereich zwischen der Bahnbrücke über die Leipziger Straße und der Ortslage Knau“, berichtet Baudezernentin Kristin Moos auf OVZ-Anfrage. Auf beiden Seiten der Bahnlinie seien Schutzwände vorgesehen – nicht durchgängig, sondern in Abschnitten. Eben dort, wo sie zum Schutz von Anliegern nötig sind. Anlass ist der aktuelle Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale, die zwischen Leipzig und Hof unter anderem über Altenburg und Werdau verläuft. Bis voraussichtlich 2026 soll die Trasse abschnittsweise modernisiert werden, wobei auch die Dezibel-Zahlen neu auf den Prüfstand kommen. Im Moment wird zwischen Paditz und Lehndorf gebaut – der Altenburger Bahnhof und dessen weiteres Umfeld sollen von 2021 bis 2024 an der Reihe sein.

Bahn steuert schalltechnische Berechnungen bei

Bis im Stadtgebiet Lärmschutzwände wachsen, dauert es also noch. Trotzdem werden jetzt bereits erste Pflöcke eingeschlagen. In Kürze, so Kristin Moos, soll seitens der Bahn das Planfeststellungsverfahren beantragt werden, dem die Deutsche Bahn dann ihre Schallberechnungen beisteuert. Daraus ergibt sich, wo und in welcher Höhe tatsächlich Barrieren errichtet werden müssen und wo – eventuell zusätzlich – über Schallschutzfenster zu reden ist.

Am Dienstag wird erst einmal übers Erscheinungsbild gesprochen – im Rahmen der Bauausschuss-Sitzung des Stadtrates. Denn die Gestaltung der Schutzwände ist – wie es im Behördendeutsch heißt – nicht planfeststellungsrelevant. Das offizielle Verfahren muss hier also nicht abgewartet werden. Ziel sei es, so die Stadtverwaltung, mit möglichst vielen transparenten Elementen im Bereich von Straßenquerungen Ein- und Ausblicke zu ermöglichen. Allerdings: Die Bahn setzt hauptsächlich auf blickdichte Wände, etwa in Grau oder Grün. Argumentiert wird mit den Kosten. Weil die transparente Ausführung teurer ist, soll die durchsichtige Variante auf maximal fünf Prozent der mehrere Kilometer langen Lärmschutzstrecke angewandt werden.

Die Stadt will sich nun – so die Aussage in der Infovorlage, die den Stadträten vorliegt – für die „größtmögliche transparente Ausführung“ stark machen. Die Stadtverwaltung könne aber nur für die Belange der Kommune eintreten, also etwa für die Optik an Straßenquerungen, betont die Baudezernentin. Betroffene Anwohner, die sich in ihrer Aussicht eingeschränkt fühlen, müssten für ihre Interessen selbst eintreten.

Von Kay Würker

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