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Altenburg Meuselwitz: Ex-Chef verlässt CDU
Region Altenburg Meuselwitz: Ex-Chef verlässt CDU
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00:38 16.07.2015
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Gegenüber der OVZ bestätigte der im März neu gewählte Ortsvorsitzende Fred Reichel den Austritt Goschalas.

Nun gibt es ja immer mal Austritte aus Parteien, über die kein Wort verloren wird. Bei Goschala ist das anders, war er doch von 2001 bis 2008 Chef des CDU-Ortsverbandes in Meuselwitz. Selbst bezeichnet er sich als "Feuerwehrmann", der die Meuselwitzer CDU zu der Zeit übernahm, als Ex-Bürgermeister und Ex-CDU-Mitglied Johannes Matuszewski wegen Vorteilsnahme und Bestechlichkeit ins Visier der Gerichte geraten war. In seiner Zeit als CDU-Ortschef habe es auch Austritte aus der Fraktion gegeben, erinnert er sich.

"Seit 2008 habe ich mich aus beruflichen Gründen aus der Vorstandsarbeit der Partei und aus dem Stadtrat zurückgezogen. Inzwischen bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass man in der ersten Reihe stehen muss, will man etwas verändern", erklärte Goschala. Dass seine Nachfolgerin Antje Ulich, die den Vorsitz des Ortsverbandes 2008 übernahm, die CDU-Stadtratsfraktion verlassen hat, sei für ihn überraschend gewesen. Die Folgen, die sich daraus für Antje Ulich ergeben, seien für ihn der Auslöser gewesen, sein Parteibuch hinzulegen. "In der CDU wird mit zweierlei Maß gemessen. Bei einer Sitzung des Ortsverbandes, auf der sich Antje Ulich im Beisein des CDU-Kreischefs Uwe Melzer erklären sollte, war von Parteiausschluss die Rede", so Goschala. Wie berichtet, ist mittlerweile ein entsprechendes Verfahren beantragt worden. Bei Barbara Golder (CDU), die 2010 gegen den von der CDU nominierten Bürgermeisterkandidaten angetreten war, sei der Ausschluss jedoch im Sand verlaufen, so Goschala. Dabei sei beide Male gegen das Statut verstoßen worden.

Für Fred Reichel ist der Start als neuer CDU-Ortsverbandes durch den Austritt von Goschala nicht einfacher geworden. "Ich weiß, dass ich mit den jetzigen Verhältnissen in der Meuselwitzer CDU kein leichtes Erbe angetreten habe", so Reichel. "Wir müssen endlich einen Strich unter die Querelen im Ortsverband ziehen. Das erwarten die Wähler, und das sind wir ihnen auch schuldig", betonte er. Dass seit der Kommunalwahl vor einem Jahr mittlerweile vier Mandatsträger der CDU die Fraktion verlassen und sich der Fraktion von UWW und SPD angeschlossen haben, lasse sich nicht mehr ändern.

"Wir müssen einen Neuanfang machen und nicht immer wieder versuchen, die letzten zehn Jahre aufzuarbeiten. Streit in der Sache kann gut sein, aber persönliche Befindlichkeiten werde ich nicht dulden", gibt Reichel die Linie für den Neuanfang der Meuselwitzer Christdemokraten vor.

Marlies Neumann

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