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Meuselwitz beendet gegen Bundesliga-Reserve seine Durststrecke

Meuselwitz beendet gegen Bundesliga-Reserve seine Durststrecke

VfL Wolfsburg II 2:1 (2:0). Ja! Endlich hat Zipse wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Nicht nur die treuesten Fans atmeten nach dem hochverdienten 2:1-Sieg gestern gegen die jungen Wölfe sicht- und hörbar auf.

Und vor allem sorgte bei den 689 Anwesenden die Art und Weise für helle Freude, wie dieser Sieg zustande kam: Dank eines sehr guten kämpferischen und spielerischen ZFC. Und dank einer Leistung, die mancher nach vier Niederlagen in Folge den Meuselwitzern gegen die Tabellenfünften aus der Autostadt nicht unbedingt zugetraut hätten.

Unter der Leitung des meist souveränen Bundesligaschiedsrichters Michael Völk aus Kronach zeigten die Hausherren von der ersten Minute an, wer der Herr im Hause ist: Zipse. Trainer Holm Pinder, mit erfolgreich absolviertem A-Trainerschein in der Tasche, hatte seine Männer gegen die vom bundesligaerfahrenen Gästetrainer Lorenz-Günther Köstner hervorragend eingestellt. Angriffe der jungen Wölfe, so sie denn überhaupt vorgetragen wurden, standen schon beizeiten im Störfeuer des ZFC. Die Gastgeber ihrerseits zogen zudem ein sehenswertes Kombinationsspiel auf und hatten deshalb beizeiten gute Chancen. Und sie hatten in der ersten Halbzeit auch kräftigen Rückenwind. Wortwörtlich, denn in der Arena stürmte es tatsächlich. Immer wieder tankten sich Christopher Lehmann und Sebastian Latowski durch die Wolfsburger Defensive. Auch der starke Philipp Riese und René Weinert schleppten Ball um Ball nach vorne. Zählbares allerdings sollte vorerst nicht herausspringen. Auch fünf Ecken in Folge in den Minuten fünf bis sieben brachten nichts ein.

Wolfsburg schlug sicher die technisch feinere Klinge. Gegen das robuste, aber faire Spiel der Meuselwitzer fanden die Gäste kaum Rezepte. Und so blieb es bei der Bundesliga-Reserve bei gefährlichen Einzelaktionen, beispielsweise durch Mario Petry und Sebastian Polter.

Kein Tor, aber Zipse ließ sich vom fehlenden Erfolgserlebnis nicht kirre machen. Und wurde noch vor dem Halbzeitpfiff belohnt: Sebastian Latowski zeigte sein Stürmerblut sogar im Doppelpack, als er in der 40. und nochmals in der 44. Minute die 2:0-Pausenführung herausschoss beziehungsweise -köpfte.

Im zweiten Durchgang hatten die Wölfe den Wind im Rücken. Und sie wurden stärker, waren optisch überlegen und bekamen wie der ZFC in der ersten Hälfte auch dank des Windes einige Eckballserien. Aber Köstners Jungen machten daraus nichts. Einzig in der 90. Minute, als Petry nach einem Wolfsburger Freistoß blitzschnell im ZFC-Strafraum reagierte und unhaltbar für den sonst sicheren Keeper Norman Teichmann zum 2:1-Anschluss verkürzen konnte.

Aber das war's dann auch schon und die Meuselwitzer feierten berechtigt ihren ZFC und der sich auch selber.

"Mit unserer Zweikampfstärke wollten wir Wolfsburg beeindrucken, was auch gelang. Auch mit der Art und Weise unseres Sieges können wir voll zufrieden sein. Die drei Punkte geben uns wieder Selbstbewusstsein, gerade vor dem Spiel gegen Halle, in dem wir Außenseiter sind", schätzte Trainer Holm Pinder ein.

Lorenz-Günther Köstner bezeichnete die Niederlage seiner Wölfe als "verdient". "Wir wirkten heute einfach über zu weite Strecken überfordert und schafften auch die Wende nicht. Auch weil wir über den Kampf nicht ins Spiel kamen." Es habe sich gezeigt, dass die junge Mannschaft noch nicht gefestigt sei und in einem Lernprozess stehe. Jörg Wolf

ZFC Meuselwitz: Teichmann, Kotowski (46.Böhme), F. Müller, Ferl, Brendel, Riese, Weinert, Weis (82. Kmiec), Luck, Latowski (77.Starke), Lehmann.

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