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Altenburg Meuselwitz hat kleine Erfinder
Region Altenburg Meuselwitz hat kleine Erfinder
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00:35 13.07.2015
Gespannt verfolgen die Kinder die Enthüllung ihres neuen Insektenhotels. Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

Ein Platz für die schmucke Plakette, die davon kündet, ist neben der Eingangstür auch schon gefunden, und die Löcher zum Anschrauben sind bereits gebohrt.

Die Einrichtung erhielt dieses Zertifikat für ihr kontinuierliches Engagement bei der Förderung frühkindlicher Bildung vor allem in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Landrätin Michaele Sojka (Linke) sowie Sven Günther, Geschäftsführer der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschungen Thüringen, überreichten die Plakette.

Dieses begehrte Zertifikat ist für die Kindereinrichtung eine besondere Auszeichnung, hinter der viel Arbeit steckt, betonte deren stellvertretende Leiterin Carmen Trenkmann. Getreu dem Konzept der Kita, das seit mehreren Jahren "Entdecker von heute sind die Forscher von morgen" heißt, stehe die naturwissenschaftliche Ausrichtung und die Werteerziehung schon länger im Mittelpunkt der Betreuungs- und Erziehungsarbeit.

"Die Pädagoginnen haben es verstanden, die Kinder zum Forschen, Untersuchen und Experimentieren anzuregen, bei ihnen das Interesse und die Neugier geweckt", sagte Günther bei der Übergabe des Zertifikates. Die Erzieherinnen beobachteten und erkundeten mit den Kindern das alltägliche Geschehen.

"Es erfüllt mich mit Stolz und Freude, mit welchem persönlichen Engagement die Erzieherinnen die Kinder beim Forschen und Experimentieren begleiten", meinte Kreischefin Sojka. Das Altenburger Land entwickle sich immer mehr zum "Landkreis der kleinen Forscher", denn bereits 49 von 55 Kindereinrichtungen seien in dieser Richtung aktiv. Die Wintersdorfer Kita sei die siebte im Kreis, die dieses Zertifikat erhalte, sagte sie. "Das Forschen im Kindergarten ist eine gute Voraussetzung, es anschließend in der Schule bei ,Schüler experimentieren' oder ,Jugend forscht' fortzusetzen", ist Sojka, die selbst als Mathelehrerin gearbeitet hat, angetan von den kleinen Entdeckern. "Ich bin ganz stolz auf euch. Denn euer Kindergarten ist in Meuselwitz der erste, der die Plakette bekommen hat", sagte Bürgermeisterin Barbara Golder (CDU).

Über ihre eigenen Forscherdiplome freuten sich die Mädchen und Jungen, die mit Erzieherin Uta Scherzer seit April an dem Projekt "Was passiert, wenn...?" gearbeitet haben. "Dabei ging es vor allem um das Element Wasser und seine Eigenschaften. Wir haben uns zum Beispiel mit der Dichte des Wassers beschäftigt oder getestet, wie viel Wasser eine Windel aufnimmt oder aus ihr ausläuft", erzählte die Erzieherin. Die Eltern seien von dem Projekt sehr begeistert gewesen. "Wir haben den Muttis und Vatis Empfehlungen gegeben, damit ihre Kinder auch zu Hause experimentieren konnten."

Im großen Garten der Kindertagesstätte, in der 90 Kinder betreut werden, gab es gestern neben der Anerkennung als "Haus der kleinen Forscher" noch eine Überraschung für alle Steppkes. Ein großes weißes Tuch hatte bei den Knirpsen längst die Neugier geweckt. Als das Geheimnis gelüftet war, rief der kleine Janne ganz aufgeregt: "Das ist doch ein Urlaubshaus für Insekten."

Mit ihrem Insektenhotel haben die Mädchen und Jungen nun etwas, an dem sie ebenfalls alle forschen können.

Marlies Neumann

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