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Meuselwitz muss 17000 Euro zusätzlich aufbringen

Hochwasserschutz Meuselwitz muss 17000 Euro zusätzlich aufbringen

Die Stadt Meuselwitz muss für die erweiterte Planung beim Hochwasserschutz an der Schnauder im Bereich Zipsendorf, konkret der Geschwister-Scholl-Straße, zusätzlich rund 17 000 Euro aufbringen. Für die Planungsleistungen dieses ersten Bauabschnittes sind bisher Kosten von rund 150 000 Euro veranschlagt gewesen.

Das Rathaus von Meuselwitz.

Quelle: Mario Jahn

Meuselwitz. Die Stadt Meuselwitz muss für die erweiterte Planung beim Hochwasserschutz an der Schnauder im Bereich Zipsendorf, konkret der Geschwister-Scholl-Straße, zusätzlich rund 17 000 Euro aufbringen. Für die Planungsleistungen dieses ersten Bauabschnittes sind bisher Kosten von rund 150 000 Euro veranschlagt gewesen. Bei der im November vorgelegten Planung ist aber festgestellt worden, dass der Rückstau bei Hochwasser ins Kanalsystem der Stadtwerke Schnaudertal nicht ausreichend Beachtung fand.

Deshalb habe die Untere Wasserbehörde des Landratsamtes Altenburger Land gefordert, diese Problematik zusätzlich in die Planung aufzunehmen, erklärte Bauamtsleiterin Ilona Krüger den Mitgliedern des Hauptausschusses. Die sollten während ihrer jüngsten Sitzung über die außerplanmäßige Ausgabe befinden.

Bevor die Stadträte ihre Entscheidung fällten, gab es einige Fragen zu klären. So wollte UWG/SPD-Fraktionschef Klaus-Peter Liefländer wissen, warum das Kanalsystem nicht von Anfang an in die Planung einbezogen wurde. Außerdem bewegte ihn die Frage, ob durch die erweitere Planung womöglich die gesamte Hochwasserschutzplanung in Gefahr sei.

„Es war vorher nicht erkennbar, wie das Kanalsystem von den Überflutungen betroffen sein könnte“, so die Bauamtsleiterin. Sie merkte allerdings an, dass zum Beispiel das Fehlen von Rückschlagklappen bekannt gewesen sei. Fakt ist außerdem: Das abgeschlossene Planverfahren verdeutlicht im Planungsbereich für alle Leitungen ein mögliche Verschlechterung der Rückstauebene durch einen höheren Wasserspiegel an der Schnauder bei Hochwasser. Darauf beruht auch die geforderte Ergänzung, die sich derzeit allerdings nur auf den Bereich Geschwister-Scholl-Straße bezieht. „Für den Hochwasserschutz wäre es jedoch sinnvoll, das gesamtes Leitungsnetz im Planungsbereich des Hochwasserschutkonzeptes zu untersuchen“, räumte Krüger ein. Die zusätzlich Untersuchungen würde aber die gesamte Planung keinesfalls infrage stellen.

Lutz Hempel, Fraktionschef der Bürger für Meuselwitz gehört zu denen, die es für falsch halten, in der Geschwister-Scholl-Straße mit dem Hochwasserschutz zu beginnen. Das brachte er erneut zum Ausdruck. Er sehe den Seckendorff-Park in Gefahr, so seine Befürchtung.

Die Bauamtsleiterin verwies darauf, dass die Vorgehensweise bei der Umsetzung der Schutzmaßnahmen so im Hochwasserkonzept festgeschrieben seien. Das Papier sei mit den Behörden abgestimmt. „Es geht hier nicht um die Hochwasserschutzmaßnahme an sich. Es geht darum, zu untersuchen wie sie sich auf das Kanalsystem auswirkt“, sagte sie mit Nachdruck. Die von den Stadtwerken eingeforderten Unterlagen seien nicht aussagekräftig genug gewesen. Deshalb seien nun hydrologische Untersuchungen nötig und keine einfachen Einschätzungen, denn die Wasserbehörde verlange konkrete Aussagen.

„Durch die zusätzlichen Planungsleistungen könnten wir nun allerdings in Zeitverzug geraten. Die Verwaltung hat dafür bereits alle Vorkehrungen getroffen. Die Fördermittel für die zusätzlichen Ausgaben sind beantragt, und die neue Zeitschiene steht ebenfalls“, erklärte sie. Auch seien die Unterlagen der Stadtwerke soweit geprüft, dass hier keine zusätzlichen Unterlagen mehr zu erarbeiten sind.

Mit der Gegenstimme von Lutz Hempel gaben die anderen Ausschussmitglieder ihre Zustimmung für die Mehrkosten in Höhe von 17 000 Euro.

Von Marlies Neumann

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