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Altenburg Meuselwitz wird Zentrum für Jugendarbeit im Nordwesten
Region Altenburg Meuselwitz wird Zentrum für Jugendarbeit im Nordwesten
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16:14 16.02.2018
Bekommen bald Unterstützung durch eine vierte Mitarbeiterin: Die Jugendarbeiter Paul Berger, Jessica Lehnert und Bernd Barchfeld (von links). Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

Mit dem neuen Jugendförderplan ändert sich so einiges im Altenburger Land (die OVZ berichtete). Die Folgen des seit 1. Juli gültigen Beschlusses umfassen nicht nur bessere Finanzhilfen und Planungssicherheit, sondern auch eine neue Strukturierung der Jugendarbeit. An der Basis macht sich das direkt bemerkbar: Auf die Jugendarbeiter in den neu festgelegten Sozialräumen kommen erhebliche Veränderungen zu. Nicht alle davon sind vorteilhaft.

Waren Bernd Barchfeld und seine beide Kollegen bisher hauptsächlich für Meuselwitz verantwortlich, schließt der neue Sozialraum 2 im Nordwesten des Altenburger Landes nun auch die Gemeinden Lucka und Rositz mit ein – mehr als 3600 Kinder und Jugendliche fallen fortan in den Verantwortungsbereich der hiesigen Jugendarbeit. Die wird in den kommenden Wochen allerdings auch durch eine neue Kraft verstärkt, sodass sich nach den Sommerferien vier Vollzeitkräfte um die Probleme und Sorgen der Heranwachsenden kümmern werden. Finanziert wird dies im Trägerbund durch die Stadt Meuselwitz und die Johanniter Unfallhilfe.

Den größten Veränderungen kommen auf die Jugendarbeiter bezüglich ihrer Standorte zu. Der neue Jugendförderplan sieht vor, dass es pro Sozialraum nur einen zentralen, sogenannten „integrierten Sozialraumstandort“, sprich: ein Jugendfreizeitzentrum, gibt. Der Großteil des Freizeitprogramms für Minderjährige im Nordosten des Altenburger Landes wird sich deshalb fortan in Meuselwitz abspielen. Dafür muss die „Villa Kunterbunt“ in Lucka weichen: Das seit 1994 bestehende Jugendzentrum wird zum Kontaktbüro für mobile und aufsuchende Jugendarbeit – „Streetwork“ – umgebaut.

Pläne, die bei den betroffenen Kindern und Jugendlichen verständlicherweise auf Unmut stoßen, wie Bernd Barchfeld berichtet. „Dank der Stadt Lucka, mit der wir über all die Jahre hinweg eine sehr gute Zusammenarbeit hatten, sowie diverser Spendengelder können wir die Jugendarbeit in der Villa Kunterbunt immerhin noch über die Sommerferien aufrechterhalten.“

Das mag sich zunächst nach vielen Veränderungen hin zum Schlechten anhören, Barchfeld blickt der Zukunft jedoch optimistisch entgegen. „Wo sich eine Tür schließt, geht eine andere auf“, so sein Credo. Auch er sieht die Vorteile des neuen Jugendförderplans hinsichtlich Finanzen und Planungssicherheit gegeben, hinzu kommt, dass nun auch die Randgebiete des Sozialraums dank der mobilen Jugendarbeit stärker miteinbezogen werden. Letztlich müsse man erst schauen, wie sich die Jugendarbeit unter der neuen Richtlinien verändert – und im Anschluss gegebenenfalls nachbessern.

Eine Sache aber ändert sich wohl nie: Der Bedarf nach Unterstützung durch Sachspenden und Ehrenamtliche. „Wir sind immer auf der Suche nach Leuten, die sich leidenschaftlich für Kinder und Jugendliche engagieren“, so Barchfeld. Wer in den Gemeinden Rositz, Lucka oder Meuselwitz aushelfen möchte, der kann sich unter der Telefonnummer 03448 2217 oder per Email unter bernd.barchfeld@johanniter.de melden.

Von Christian Neffe

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