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Altenburg Meuselwitzer Gruppe kämpft ab 2016 für den Erhalt des Seckendorff-Gymnasiums
Region Altenburg Meuselwitzer Gruppe kämpft ab 2016 für den Erhalt des Seckendorff-Gymnasiums
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18:21 11.12.2015
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Meuselwitz

Die Gedankenspiele von Landrätin Michale Sojka (Linke) zur Zukunft des Veit-Ludwig-von-Seckendorff-Gymnasium Meuselwitz schlugen im September an der Schauder ein wie eine Bombe. Die Entrüstung und Wut über Sojkas laut ausgesprochene Überlegungen einer möglichen Schließung des Gymnasiums paart sich seitdem mit der Entschlossenheit, alles Mögliche zu tun, um die Bildungsstätte zu erhalten. Dafür wurde Anfang der Woche nun das „Aktionsbündnis für den vollständigen Erhalt des Seckendorff-Gymnasiums“ aus der Taufe gehoben.

20 Vertreter von Institutionen trafen sich am Dienstag zu einer ersten konstituierenden Sitzung. „Das Thema ist noch nicht vom Tisch. Die Gemüter in Meuselwitz sind nach wie vor ziemlich erhitzt und die Diskussion noch nicht beendet“, sagt Schulleiterin Jutta Maria Steinert. Und das, obgleich in der aktuellen bis 2019 geltenden Schulnetzplanung des Landkreises steht: „Eine Aufhebung des V.-L.-v.-Seckendorff-Gymnasium Meuselwitz ist aufgrund der Kapazitäten in den Altenburger Gymnasien und aufgrund der erfolgten Sanierung des Schulgebäudes Rathausstraße 16 nicht zu befürworten.“ Darüber hinaus hatte schon im Oktober der Fachdienstleiter Schulverwaltung im Landratsamt, Wolfgang Kopplin, im Beisein von Sojka klar gestellt: „Eine Schließung kommt nicht infrage.“

Ungeachtet dessen machen sich Eltern, Schüler und Bürger große Sorgen, beschreibt Steinert die Situation in Meuselwitz. Denn für die Stadt und ihre Nachbarkommunen sei die Bildungsstätte ein wichtiger Standortfaktor. „Das Vorhandensein eines Gymnasiums stellt für die Region eine kulturelle Bereicherung und eine Stärkung der Wirtschaft dar. Es sichert den Unternehmen standortverbundene Praktikanten, Auszubildende oder auch studierte Fachkräfte.“ Erst durch den Erhalt eines vollständigen Bildungsangebotes vom Kindergarten bis zum Abitur werde insgesamt die Attraktivität für junge Familien erhöht, argumentiert das Aktionsbündnis in einer Presseerklärung .

Was genau getan werden soll, welche Aktionen gestartet werden, steht derzeit aber noch nicht fest. „Darüber werden wir im kommenden Jahr sprechen“, informiert Steinert. Das Bündnis habe sich in seiner ersten Sitzung geeinigt, erst die Bürgermeisterwahl in der Stadt abzuwarten. Voraussichtlich im Februar wollen sich die Aktivisten wieder treffen. Mitmachen kann im Übrigen jeder.

Von Jörg Reuter

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