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Altenburg Meuselwitzer Heimatfreunde blicken auf 25 erfolgreiche Jahre zurück
Region Altenburg Meuselwitzer Heimatfreunde blicken auf 25 erfolgreiche Jahre zurück
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05:00 15.07.2016
Vereinsvorsitzender Mathias Nabert präsentiert die Vereinsfahne des Meuselwitzer Heimatvereins. Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

In den vergangenen Jahren ist es recht ruhig geworden um den Meuselwitzer Heimat-, Umwelt- und Naturschutzverein, doch es gibt ihn noch. Das versichert dessen Vorsitzender Mathias Nabert, der seit der Gründung des Vereins vor 25 Jahren an dessen Spitze steht.

Der Geburtstag ist allemal Anlass genug, Rückschau zuhalten. Und da haben die Heimatfreunde so einiges zu berichten. So gab nach der Wende in Meuselwitz für kurze Zeit einen Klub der Heimatfreunde. Im Frühjahr 1991 gründeten schließlich sieben Leute den Meuselwitzer Heimat-, Umwelt- und Naturschutzverein (MHUN), erinnert sich Nabert.

„Zu Spitzenzeiten lag unsere Mitgliederzahl bei 61, heute sind es noch rund 50. Die aktiven Mitglieder sind aber inzwischen nicht mehr als ein Dutzend Leute. Denn bei uns sind viele Ex-Meuselwitzer Mitglied, die in der ganzen Bundesrepublik verstreut wohnen. Sie schauen nur hin und wieder in der alten Heimat vorbei“, so der 57-Jährige.

Auf den wenigen aktiven Mitgliedern laste deshalb viel Arbeit. Da sind das Heimatmuseum zu pflegen, dessen Öffnungszeiten abzusichern, Ausstellungen zu organisieren oder Nachtwächterrundgänge und Stadtführungen zu betreuen. „Mit den wenigen Leuten ist das nicht so einfach“, räumt Nabert ein, der selbst seit fast einem Jahr aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen ist.

In den Anfangsjahren des Vereins bestand das wichtigste Anliegen der Heimatfreunde darin, den historischen Fundus, der vor dem Abriss der Mühle in der früheren Arrestzelle des Meuselwitzer Rathauses eingelagert war, zu sichten und zu ordnen. Zuvor war in Eigeninitiative des Vereins der ehemalige Kindergarten in der Heinestraße vorgerichtet worden. „Dabei waren die Heimatfreunde mehrere hundert Stunden ehrenamtlich im Einsatz“, so Nabert. In der Kita hatte der Verein von 1993 bis 1996 sein Domizil, dann erfolgte der Umzug in die Neugasse 1-3. Zunächst standen den Heimatfreunden hier alle Räumlichkeiten zur Verfügung. Das Erdgeschoss nutzen sie für Sonderausstellungen. Bisher gab es derer 60, die rund 17 000 Besucher sahen.

Die letzte dieser Ausstellungen war die Osterausstellung 2015. „Leider haben wir seitdem keine neue Präsentation auf die Beine bekommen. Doch wir machen ja mit der Vereinsarbeit weiter und es gibt sicherlich weitere Ausstellungen“, ist sich der Vereinschef sicher. Besonders in Erinnerung geblieben seien ihm die Ausstellungen zu 125 Jahren Maschinenbau, 125 Jahre Stadtrat, Spielzeug in der Weihnachtszeit oder die zur Geschichte des Radios.

Mit dem Einzug des Bürgerservice ins Erdgeschoss musste sich der Verein auf die beiden oberen Etagen beschränken. „Damals haben wir zum Beispiel unsere Siegelsammlung, die die größte des mitteldeutschen Raumes ist, eingepackt, um für die anderen für Meuselwitz geschichtsrelevanten Dinge Platz zu haben“, meint Nabert. Er räumt aber auch ein, dass die Abstände zwischen den Ausstellungen immer größer geworden seien, weil die Besucherzahlen nach unten gingen.

Die Aktivitäten des Vereins beschränkte sich in all den Jahren aber nicht nur auf das Heimatmuseum, sondern dazu gehörte auch die Teilnahme an den Veranstaltungen zum Volkstrauertag und die Pflege der Gräber von Ernst Daube und Bruno Hüfner, beides Heimatdichter. Zum Stadtfest gibt es Kaffee und Kuchen im Heimatmuseum, Lars Kirmse zeigt Filme aus der Geschichte von Meuselwitz und auch beim Weihnachtsmarkt ist der Verein nach wie vor präsent. „Auf große Resonanz stoßen auch immer wieder die Stadtführungen und Nachtwächterwanderungen, bei denen sich Steffi Müller und Andreas Adler engagieren“, so Nabert.

Wegen fehlender Beiträge sei leider die Herausgabe eines eigenen Heimatheftes eingestellt worden. Aber immerhin hat es 20 Ausgaben in Folge gegeben.

„Gute Kontakte haben wir nicht nur zur Meuselwitzer Partnerstadt Lauffen, sondern auch zum Kunstkreis Nord. Der hat uns 25 Bilder von Herbert Gentzsch geschenkt, mit denen haben wir eine Ausstellung bestückt“, berichtet der Vereinschef. Doch auch zu den Heimatvereinen von Wintersdorf und Rositz werde seit Jahren ein guter Kontakt gepflegt, mit denen es schon viele gemeinsame Veranstaltungen gab.

Von Marlies Neumann

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