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Altenburg Meuselwitzer Pflegeheim bisher mit guter Bilanz
Region Altenburg Meuselwitzer Pflegeheim bisher mit guter Bilanz
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05:00 13.10.2016
Der Baufortschritt für den Anbau am Seniorenzentrum lässt bereits erkennen, wie der Neubau aussehen wird. Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

Der Anbau des Seniorenzentrums hat in den vergangenen Monaten das Geschehen in der Pflegeeinrichtung ebenso bestimmt wie die Betreuung der Heimbewohner. Das geht aus dem Arbeitsbericht für die ersten neun Monate des laufenden Jahres hervor, den Geschäftsführerin Kathrin Pliquett-Herfurth vor dem Stadtrat gab.

Das Hauptaugenmerk lag selbstredend auf den Heimbewohnern. Die 62 Plätze, über die das Seniorenzentrum derzeit verfügt, seien im Berichtszeitraum mit 99,82 Prozent sehr gut ausgelastet gewesen, so die Geschäftsführerin. Seit Jahresbeginn nahm die Einrichtung, deren Gesellschafter je zur Hälfte die Stadt Meuselwitz und der Landkreis Altenburger Land sind, neun neue Heimbewohner in den Pflegestufen I und II auf.

„Derzeit betreuen wir in unserem Haus 49 Frauen und 13 Männer. Unter den Bewohnern sind drei Ehepaare“, so Pliquett-Herfurth. Das Durchschnittsalter der Senioren ist inzwischen auf 87,9 Jahre angestiegen. Anfang Dezember stehe sogar ein 100. Geburtstag ins Haus, sagte sie. Knapp die Hälfte der Pflegebedürftigen habe derzeit die Pflegestufe II, 19 Bewohner die Pflegestufe III. „An Demenz leiden 74 Prozent unserer Klienten“, berichtete die Chefin der Einrichtung.

Das Haus, das bis zum Herbst 2017 durch einen Anbau um 26 Plätze erweitert wird (die OVZ berichtete), verfügt über 51 Mitarbeiter. „34 Personen sind im Pflegebereich eingesetzt, von denen 17 ausgebildete Fachkräfte sind“, so Pliquett-Herfurth. Damit verfüge man über ausreichend Fachpersonal. „Unterstützt wird das in diesem Jahr durch drei Azubis und eine Kraft im freiwilligen sozialen Jahr.“

Die Liquidität und Zahlungsfähigkeit sei stets gesichert gewesen und die Finanzlage stabil. Unter diesen Vorzeichen blicke die Gesellschaft einem positiven Jahresabschluss entgegen. Ausschlaggebend seien dafür die Pflegeleistungsverhandlungen für 2016.

Für das kommende Jahr habe man rechtzeitig neue Verhandlungen aufgenommen. Das sei erforderlich gewesen, weil es ab 1. Januar 2017 keine Pflegestufen I bis III mehr gebe. Ab diesem Zeitpunkt gibt es die Pflegegrade I bis V. „Diese Änderung bedeutet unter anderem, dass diejenigen, die den Pflegegrad I haben, keinen Anspruch auf einen Pflegeplatz mehr haben“, erklärte Pliquett-Herfurth den Stadträten. „Unsere jetzigen Bewohner haben jedoch Bestandsschutz“, betonte sie.

In den neuen Anbau, für den sich die Gesamtkosten auf rund 3,2 Millionen Euro belaufen, seien bisher bereits mehr als 900 000 Euro investiert worden. „Beim Rohbau liegen wir derzeit sowohl zeitlich als auch kostenmäßig gut im Plan“, informierte sie die Volksvertreter. Anfang November, so der Plan, soll dann mit dem Einbau der Fenster begonnen werden. Das sei Voraussetzung dafür, in den Wintermonaten den Innenausbau voranzubringen.

„Für interessierte Bürger stellen wir auf unserer Homepage www. seniorenzentrum-meuselwitz.de regelmäßig neue Fotos vom Baufortschritt ein“, sagte sie. Für Mitte November ist das Richtfest für den Rohbau angedacht. Der erste Spaltenstich für das Gebäude wurde am 29. Mai gesetzt. An diesem Tag waren auch die 27 neu geschaffenen Stellplätze fertiggestellt worden.

Von Marlies Neumann

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