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Meuselwitzer SV gewinnt Derby

Meuselwitzer SV gewinnt Derby

In der zweiten Punktspielrunde der Ost-Staffel der Schach-Bezirksliga bezwang der Meuselwitzer SV den SC Altenburg mit 5,5:2,5. An diesem Sieg gibt es nichts zu deuteln.

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Für Klaus Mäder (vorn r.) vom SC Altenburg II ist guter Rat teuer. Nach anfänglichen Vorteilen verliert er gegen den Jenaer Frank Schneider - wie das gesamte Team.

Altenburg/Meuselwitz. In der zweiten Punktspielrunde der Ost-Staffel der Schach-Bezirksliga bezwang der Meuselwitzer SV den SC Altenburg mit 5,5:2,5. An diesem Sieg gibt es nichts zu deuteln. Denn die vom Leistungsvermögen her gleichmäßiger besetzte Mannschaft an allen acht Brettern hat verdient gewonnen. Es ist müßig, darüber zu spekulieren, wie sich das Fehlen ihres Spitzenbrettes Wolfgang Gonschorek auf das Ergebnis ausgewirkt hat. Fest steht, dass er für das Altenburger Team eigentlich nicht ersetzbar ist.

 

Am Spitzenbrett bot der Meuselwitzer Andreas Eicke eine eindrucksvolle Leistung und ließ Jürgen Barth keine Chance. André Vilmar überzeugte gegen Felix Kühnast ebenfalls und siegte unangefochten. Niklas Kühne und Joachim Haase belauerten sich bis ins Endspiel, doch keiner konnte bei dem vereinbarten Remis auf einen Vorteil verweisen. Auch Jörg Schmidt zeigte gegen Burkhard Vietz eine gute Angriffspartie, in der der Altenburger bei dem permanenten Belagerungszustand dagegenhalten konnte und das Spiel mit dem Unentschieden einen gerechten Verlauf nahm. Ralf Hercher und Michael Bellmann trennten sich in einen ausgeglichenen Kampf mit dem gleichen Ergebnis und der gegenseitige Respekt voreinander war auch im Match zwischen Stefan Winkler und Ingolf Götze zu spüren, sodass die Punkteteilung nachvollziehbar war.

Wenn zahlreiche Remisangebote, ausgeschlagen werden, so geschehen von Harald Hofmann an Karsten Siegel, kommt das, was im Turnierschach zweifellos keine Ausnahme darstellt. In beiderseitiger Zeitnot vergaß der Altenburger, seine Dame zu schützen. Dieses Geschenk nahm Hofmann dankend an und drehte die Partie. Auch Torsten Kohl und David Osten kannten sich bestens und spielten bei dem vereinbarten Remis die Partie nicht voll aus. Mit diesem Mannschaftssieg katapultierten sich die Meuselwitzer mit 4:0 Punkten auf den zweiten Tabellenplatz, die Altenburger "verschwinden" im Mittelfeld.

In der zweiten Runde der Schach-Bezirksklasse hatte die Mannschaft des SC Altenburg II mit dem Kingsclub Jena den Aufstiegsfavoriten zu Gast. Dieser war eine Nummer zu groß. Mit 1:7 gab es eine gehörige Klatsche. Auf verlorenem Posten standen sowohl Jörg Odrich am Spitzenbrett wie auch Dietmar Weidauer, die beide kein Land sahen. Zu allem Überfluss fehlte mit Holger Vincenz auch noch ein Leistungsträger.

Dabei sah es auf den Brettern von Klaus Mäder und Werner Tomczyk anfänglich gar nicht so schlimm aus. Doch mit Spieldauer ging beiden ihre Linie und damit auch die Duelle verloren. Ganz anders Bernd Reeg, der couragiert spielte, knallhart dagegenhielt und sich das Remis redlich verdiente. Die größte Chance auf einen Partiegewinn hatte Helmut Behnke. Er erspielte sich einen Figuren-Vorteil, der eigentlich zum Sieg reichen musste. Stattdessen ließ er sich aber von seinem Gegner regelrecht überrumpeln, der durch ein Dauerschach noch zu einem Punkt kam. Frank Adebars Gegner war ein ganz junges Jenaer Nachwuchstalent. Toll anzusehen, wie dieser die Partie durchzog und sicher siegte.

Rolf Schade war nicht chancenlos. Er stand lange Zeit auf der sicheren Seite, doch dann schlichen sich Ungereimtheiten in seinen Angriffsplan, der am Ende in die falsche Richtung ging. Nun gilt es, in den nächsten Punktkämpfen verlorenen Boden wiedergutzumachen, damit die Rote Laterne eine Ausnahme bleibt.

Manfred Pfau

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