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Altenburg Meuselwitzer Schüler gestalten Comics über Mobbing
Region Altenburg Meuselwitzer Schüler gestalten Comics über Mobbing
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00:18 12.06.2018
Paula, Cassandra, Lilli und Elisa (v.l.) setzten sich im Zuge des Workshops intensiv mit dem Thema Mobbing auseinander. Quelle: Mario Jahn
Meuselwitz

Es ist ein Phänomen, das besonders unter Jugendlichen immer wieder auftritt: Mobbing, das gezielte Schikanieren eines Opfers, körperlich, aber auch seelisch. Am Meuselwitzer Veit-Ludwig-von-Seckendorff-Gymnasium haben sich in der vergangenen Woche nun Achtklässler mit dem sensiblen Thema auseinander gesetzt – und das auf eine recht ungewöhnliche Weise.

Mobbing trifft neue Medien

„Das Thema Mobbing ist nach wie vor sehr aktuell“, erläuterte Klassenlehrerin Brigitte Schroth den Hintergrund der Aktion. Insbesondere durch die immer stärkere Verbreitung neuer Medien ergäben sich nicht nur Vorteile, sondern zunehmend auch mehr Gefahren gerade für Heranwachsende. Mit dem durch das Programm „Kulturagenten für kreative Schulen“ organisierten Workshop sollte daher zugleich der Umgang mit den neuen Medien geschult werden.

Gefahren im Internet

„Gerade mit Blick auf das Internet und das Stichwort Cybermobbing ist es wichtig, dass die Jugendlichen wissen, wie man sich in der digitalen Welt bewegen sollte“, fasste Kevin Meinel zusammen. Der Medienpädagoge führte gemeinsam mit Fotograf und Filmer Matthias Ditscherlein durch den Workshop und hatte sich eine simple, aber effektive Methode überlegt, den Schülern die Tragweite von einmal im Netz getroffenen Entscheidungen zu verdeutlichen.

Beim Betreten des Raumes fand jeder Schüler einen Zettel mit einem von Meinel vorab im Netz recherchierten Fakt über sich vor. „Nichts Verfängliches oder zu Privates, sondern allgemeine Infos, etwa zu Vereinsmitgliedschaften oder Hobbies“, wie er erklärte.

Eine Aktion, die Eindruck bei den Schülern hinterließ. „Das ist schon erschreckend, was alles einfach über einen herauszufinden ist“, gab denn auch die 13-jährige Lilli Deutrich zu.

Möglichst wenig Hürden

Umso wichtiger also, sich dem Thema anzunähern, sowohl Präventionsmöglichkeiten aufzuzeigen, als auch Lösungsansätze zu präsentieren. Dazu wurden in Gruppenarbeit von den Schülern Geschichten erdacht und anschließend per Tablet in Comic-Form umgesetzt. „Das Format eignet sich gerade durch seine Niedrigschwelligkeit dazu, die Schüler können sich schnell einfinden und direkt loslegen“, so Kursleiter Meinel.

Positiver Nebeneffekt: Die Jugendlichen lernen so gleich noch den Umgang mit modernen Digitalgeräten mit. Das kam insbesondere bei Anna Winzer gut an. „Ich fand es gut, dass wir neben Mitteln gegen Mobbing auch noch gelernt haben, wie man die Technik richtig einsetzt“, zog die 14-Jährige ein zufriedenes Fazit.

Meuselwitz ist vorbereitet

Und auch bei den anderen Teilnehmern wurde der Workshop sehr gut angenommen. „Wir wissen jetzt, wie wir uns künftig bei Mobbingfällen verhalten können", war sich die 14-jährige Paula Worms sicher. „Sich Erwachsnen anvertrauen, auf Provokationen – gerade im Internet – nicht reagieren, keine Schwäche zeigen“, zählte Klassenkameradin Cassandra Lochmann mögliche Schritte auf.

Zufrieden war auch Klassenlehrerin Schroth. „Die Schüler sind richtig mitgegangen und haben sich sehr gut eingebracht“, fand sie lobende Worte zum Abschluss.

Von Bastian Fischer

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