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Meuselwitzer Wohnungsgesellschaft blickt auf durchwachsenes Jahr zurück

Jahresbericht im Stadtrat Meuselwitzer Wohnungsgesellschaft blickt auf durchwachsenes Jahr zurück

Mehr Weg- als Zuzüge, mehr Leerstand, aber auch zahlreiche Investitionen und Projekte: Die Städtische Wohnungsgesellschaft Meuselwitz blickt auf ein durchwachsenes Jahr zurück. Dennoch, so Geschäftsführer Fred Reichel im letzten Stadtrat, habe man auch zahlreiche Pläne für 2017.

Auf ein durchwachsenes Geschäftsjahr blickt die Städtische Wohnungsgesellschaft Meuselwitz zurück.

Quelle: dpa

Meuselwitz. Es war ein durchwachsenes Geschäftsjahr, auf das Fred Reichel, Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsgesellschaft Meuselwitz (SWG), bei der vergangenen Stadtratssitzung zurückblickte.

Zum Jahresende verfügte die SWG über 111 eigene Immobilien, von denen 15 noch unsanierte Objekte komplett leer stehen, teilte Reichel mit. Insgesamt kommt man so auf 1038 Wohnungen (2015: 1044), von denen 957 saniert seien. Dazu addieren sich noch einmal 112 Wohnungen in Fremdverwaltung.

Das größte Problem, dem sich die SWG auch 2016 gegenüber sieht, ist der demografische Wandel in der Schnauderstadt, so Reichel. Bei 60 Geburten im vergangenen Jahr weist die Kommune 115 Sterbefälle aus. „Das geht auch an uns als größtem Vermieter nicht spurlos vorüber.“ Ganze 130 Wohnungen des sanierten Bestandes waren mit Stand zum Jahresende unbewohnt. Zudem stehen 70 Zuzügen immerhin 75 Wegzüge entgegen – davon 14 in Pflegeeinrichtungen und sieben Sterbefälle. Vier Mietverhältnisse mussten durch fristlose Kündigung beendet werden.

Auch die Neuvermietung gestalte sich mitunter schwierig, so Reichel gegenüber den Stadträten. So mussten zahlreiche Wohnungen nach Wegzug zunächst umfangreich ertüchtigt werden, was zu einem bis zu sechsmonatigen Leerstand führen könne. „Das sind Wohnungen, die teilweise über 30 Jahre bewohnt waren“, erklärte Reichel den Hintergrund. Entsprechend aufwendig seien die Arbeiten. Ebenfalls auffällig sei, dass sich die Vermietung von Wohnungen im dritten und vierten Stock kompliziert gestalte – auch bei jüngeren Interessenten.

Erfolgreich veräußert worden sei dagegen eine ehemalige Rückbaufläche in Falkenhain auf der nun ein Einfamilienhaus erreichtet werde. Weitere Flächen, insbesondere zur Lückenbebauung, befänden sich derzeit in Prüfung.

Investiert wurde im abgelaufenen Jahr ebenfalls an vielen Stellen, führte Reichel aus. Rund 280 000 Euro seien für die allgemeine Instandhaltung aufgewendet worden. Neben dem Abschluss der Arbeiten zur Grundwasserabwehr im Falkenhainer Weg in Mumsdorf – die von der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft zu 100 Prozent gefördert wurden – seien auch zahlreiche Anpassungen für ältere Mieter getätigt worden, etwa Umrüstungen von Wannen- auf Duschbäder. 192 000 Euro wurden zudem bereits in die noch laufenden Arbeiten zur Dämmung der oberen Geschossdecken in der Clara-Zetkin- und Fritz-Kramer-Straße sowie am Auholz investiert worden.

Diese sollen 2017 ebenso abgeschlossen werden, wie die Komplett-Modernisierung zweier Wohnungen in der Georgenstraße 1. Auch wolle man ab Juli alle Wohnungen mit Rauchmeldern bestücken, so Reichel. Für die allgemeine Instandhaltung seien in diesem Jahr ganze 300 000 Euro bereitgestellt.

Geplant sind daneben auch zahlreiche Projekte im Bereich Sanierung und Stadtumbau. Nachdem die Sicherungsmaßnahme am Rathenauplatz 5 im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde, sollen die bereits laufenden Maßnahmen am Bürgertreff (Rathausstraße 11) fortgesetzt werden. Ebenfalls gesichert werde der Ratskeller in Zipsendorf, sobald der entsprechende Bewilligungsbescheid vorliegt, teilte Reichel mit.

Von Bastian Fischer

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