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Meuselwitzer bauen sich eine Stadt

Meuselwitzer bauen sich eine Stadt

Schon ist sie wieder vorbei, die Kinderwoche der evangelischen Kirchgemeinde in Meuselwitz. Mit vielen schönen Erlebnissen, neuen Freunden, selbst gebastelten Sachen und bemalten Tonfiguren haben die acht- bis elfjährigen Mädchen und Jungen am Donnerstag das Lutherhaus in Meuselwitz verlassen.

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Beim Bauen mit jeder Menge Holzbausteinen können die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Quelle: Mario Jahn

Meuselwitz. Bereits seit zehn Jahren wird ein solches Ferienprogramm angeboten, und ebenso lange ist Kantor Andreas Göthel mit von der Partie. Weil in der ersten Ferienwoche viele Kinder noch nicht verreist seien, habe man diese schon vor Jahren für das Freizeitangebot ausgewählt. Das hat sich bewährt.

 

"Diesmal nutzte ein Dutzend Kinder aus Meuselwitz und den umliegenden Orten das Angebot. Das ist gut überschaubar. Es hätten aber durchaus noch mehr Mädchen und Jungen kommen können. Das Lutherhaus bietet dafür genug Platz", so der Wunsch des Kantors. Er selbst organisiert nicht nur, sondern bringt sich am Keyboard in die Gestaltung der Tagesprogramme ein.

 

Federführend waren Daniel und Marit Unger aus Zwönitz. Die selbstständigen Referenten für christliche Kinder- und Familienarbeit sind seit neun Jahren in Sachsen und Thüringen tätig. "Die Sommerferiengestaltung in Meuselwitz haben wir bereits im Vorjahr übernommen", erzählte Daniel Unger. Das Ehepaar, das fünf eigene Kinder hat, betreut inzwischen aller zwei Wochen auch den Kindertreff im Lutherhaus. Zu dem kommen acht Teilnehmer.

 

Mit flotter Musik und Gesang starteten die Ferienkinder in jeden Tag, und das mit großer Begeisterung. Dabei kamen Bewegung und Spaß nicht zu kurz. Das Programm, das die Eheleute Unger mit allem drum und dran mitbrachten, drehte sich diesmal um das Thema "Bau-Schlau! Gottes Plan für ein Leben". Wen verwundert es da, dass die Kinder einen ganzen Tag lang an einer großen Stadt aus Holzsteinen bauten. "Täglich gab es einen anderen Schwerpunkt zum Thema der Woche", darauf sind die Kinder immer ganz gespannt gewesen, so Göthel.

 

Auf einem großen Tisch im Saal des innen jetzt komplett sanierten Lutherhauses war Platz zum Trocknen für zwölf ganz unterschiedliche Tonfiguren, die die Kinder geformt hatten. Als das so weit war, griffen sie zu Pinsel und Farbe und malten alles bunt an. "Die Mädchen und Jungen sind immer ganz begeistert, wenn sie ihre Arbeiten mit nach Hause nehmen dürfen", weiß Göthel aus jahrelanger Erfahrung zu berichten.

 

Neben den Angeboten von Daniel und Marit Unger, die auf die Bedürfnisse und Interessen der Acht- bis Elfjährigen eingingen, blieben für die Ferienkinder natürlich Freiräume, in denen sie tun konnten, wonach ihnen der Sinn stand. So konnten sie nach dem täglichen gemeinsamen Mittagessen im Außenbereich spielen und toben. "Das ist als Ausgleich ganz wichtig", betonte der Kantor.

 

Der elfjährigen Maria aus Rositz gefällt die Kinderwoche so gut, dass sie bereits zu dritten Mal dabei war. "Die Kinder hier sind sympathisch und aufgeschlossen. Und die Angebote sind mal was anderes", erzählte das Mädchen. Doch nun freut sie sich schon darauf, nächste Woche mit ihren Eltern in den Frankreich-Urlaub zu fahren.

 

John, der einen Teil seiner Ferien bei seinem Papa und seiner Oma in Meuselwitz verbringt, gefiel es in der Runde ebenfalls gut. Dem Zehnjährigen, der erstmals das Angebot der Kirchgemeinde nutzte, hatten es vor allem das Singen und das Bauen angetan.

 

"Die Teilnahme an unserer Ferienwoche hängt nicht von der Konfession ab. Es ist jeder willkommen. Eins ist aber wichtig, die Eltern müssen dahinter stehen", betonte der Kantor bereits mit Blick auf das nächste Jahr.

Marlies Neumann

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